Dienstag , 21 Januar 2020
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Wird die «Watch Lounge» die Baselworld 2020 retten?

Kann man mit diesem von Roderich Hess und James Henderson neu kreierten Format die Baselworld wirklich retten? Roderich Hess ist ein Buddy vom Deutschen Auftragsschreiber Gisbert Brunner (Ex-leitender Schuldirektor der Regierung Oberbayern) was die Protagonisten völlig disqualifiziert und ist dies wirklich der Weisheit letzter Schluss von Michel Loris-Melikoff auf den alle warten?

Etwa fünfzehn unabhängige Uhrenmarken haben zusammen beschlossen, an der Baselworld 2020 teilzunehmen. Unter der gemeinsamen Flagge «The Watch Lounge» werden sie eine neue vielschichtige, freundliche und offene Plattform in Halle 1 Süd bespielen. Baselworld bestätigt einmal mehr ihre Position als wichtigste Businessplattform im Dienst des uhrmacherischen Universums mit einer Vielzahl von Formaten, die den Reichtum und die Vielschichtigkeit der Industrie widerspiegeln.

Etwa fünfzehn Uhrenmarken, die bisher in umliegenden Hotels ausgestellt hatten, haben beschlossen, an der Baselworld 2020 teilzunehmen. Sie werden gemeinsam unter der neuen Flagge The Watch Lounge auftreten. Wahrscheinlich wurden Sie mit unschlagbaren Preisen und mit viel Versprechungen an die Baselworld gelockt. Aber was sind schon 15 Aussteller bei ehemals 1800 Ausstellern total. „Ein Tropfen auf einen heissen Stein“, der die Aktionäre nicht glücklich machen wird.

The Watch Lounge wird auf diese Weise zu einem neuen Ausstellungs-bereich, der die Gefässe Les Ateliers (wo Sie unabhängige Uhrmacher finden) und die überarbeitete Watch Gallery ergänzt, die einen Pool für alle Arten von Unternehmen bildet, von der Startup-Firma, die ihr jüngstes Projekt vorstellt, bis zu bereits etablierten Marken, die ihr Distributionsnetz vergrössern möchten.

Auf weiträumigen und einladenden Flächen schafft das Konzept der Watch Lounge unter der Leitung von Roderich Hess und James Henderson eine ungezwungene Atmosphäre in der über 15 Marken auf entspannte und interaktiv erlebbare Weise mit Medien und Sammlern zusammenkommen. Michel Loris-Melikoff, Managing Director der Baselworld sagte: «Es ist mir ein Vergnügen, all diese dynamischen Unternehmer an der Baselworld zu begrüssen. Dies ist ein weiterer Erfolg unserer Anstrengungen, die Show weiterzuentwickeln. Baselworld soll eine Gemeinschaft, eine Plattform für gemeinsame Interessen sein. Zuhören, Dialog, Unternehmergeist und Kreativität sind unsere Leitgedanken bei der Umsetzung unserer 2020+ Strategie und unserer Bemühungen, Baselworld nicht nur zur besten Geschäftsplattform zu machen, sondern auch zur vielschichtigsten und komplettesten.»

Roderich Hess und James Henderson fügten hinzu: «Als Rod und mir die Möglichkeit geboten wurde, bei der Schaffung eines neuen Konzepts für kleine, unabhängige und sogenannte Mikromarken an der Baselworld mitzuwirken, haben wir sofort angebissen! Baselworld ist und bleibt der wichtigste Uhrenevent der Welt. Dies ist der einzige Anlass im Jahr, an dem sich Menschen aus der ganzen Welt einfinden, um ihre Leidenschaft für Uhren zu teilen. Der Wille der Organisatoren, etwas Spezielles zu schaffen, hat uns sehr beeindruckt. Und so freuen wir uns ausserordentlich, dieses neue Format an der Baselworld einzuführen!»

Nach zahlreichen konstruktiven und transparenten Dialogen mit den vielen unabhängigen Uhrenmarken, welche die Uhrenindustrie mit Reichtum und Diversität befruchten, nach vielen mit ihnen abgesprochenen Anpassungen und dank des Einsatzes von Michel Loris-Melikoff, seines Teams und einer ganzen Community, der das reiche Ökosystem unabhängiger Marken am Herzen liegt, hat Baselworld ihre Angebote angepasst, um den Bedürfnissen auch der kleinsten Marken entgegenzukommen. Dabei lag das Augenmerk stets auch auf der Kontrolle der Kosten, um kompetitive und qualitativ hochstehende Angebote mit dem bestmöglichen Preis-Leistungs-Verhältnis zu ermöglichen.

Ich frage mich ernsthaft, verkommt die Baselworld – es wird 2020 meine 44te werden – zu einem banalen Jahrmarkt von durch Crowdfunding finanzierte unbedeutende finanzschwache Microbrands, auf die keiner gewartet hat.

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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