Dienstag , 31 März 2020
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Swatch Group glänzt mit mangelnder Performance

Der weltgrösste Uhrenhersteller musste für 2019 einen Umsatz- und Gewinnrückgang von – 13,7 % hinnehmen. Nicht weniger als vier Faktoren haben das Geschäft belastet.

2019 war für Swatch Group ein äusserst durchwachsenes Jahr. Der Konzern musste einen Umsatzrückgang im ersten Halbjahr von – 4,4% zu konstanten Wechselkursen hinnehmen. Für das Gesamtjahr 2019 verzeichnete die Swatch Group einen Netto-Umsatzrückgang – 11,4 Prozent.

Auch die Gewinnentwicklung bleibt rückkläufig. Der Gewinn verzeichnete ein Minus von – 13,7 Prozent. In Zahlen ausgedrückt heisst das ein Ergebnis von 748 Mio. Fr. Im Spitzenjahr 2013 hatte Swatch Group gegen 2 Mrd. Fr. Gewinn erzielt.

Derzeit befindet sich der 65-jährige Swatch Group Patron wieder einmal in einer unbequemen Lage: die Proteste in Hongkong vermiesen das dortige – sehr wichtige – Geschäft. Zudem sind seine Uhrenmarken im unteren und mittleren Preissegment den Angriffen von Smartwatches voll ausgeliefert. Nick Hayek hat 2017 verkündet, Apple und Co. mit einem eigenen Betriebssystem die Stirn zu bieten. Inwischen heisst es, die Software namens Swiss OS befinde sich in der finalen Testphase. Wann die erste Swiss-OS-Smarwatch herauskommt, ist noch nicht kommuniziert. Ob sie Tissot den erhofften Schwung bringt, ist noch offen. Und dann ist da noch das Sorgenkind Swatch, das leider wie blei in den Regalen liegt.

Hayek erlebt mit der Swatch Group derzeit unruhige Zeiten, denn er verliert derzeit an der Börse Geld, eine Milliarde Franken im laufenden Jahr.

Er meint, er könne am Markt und an der Börse besser performen, wenn er sich nur auf die Luxusmarken im Konzern konzentriert und die anderen Brands aufgeben würde.

Nick Hayek gibt sich jedoch wie immer zuversichtlich und kämpferisch: «Wir erwarten für 2020 ein gesundes Wachstum  allen Märkten in Lokalwährungen mit Ausnahme von Hongkong SAR. Die Währungssituation bleibt weiterhin sehr herausfordernd», meint Hayek um sogleich fortzusetzen: «Ein spezielles Highlight für den Konzern werden die im Sommer stattfindenden Olympischen Spiele in Tokyo sein, wo sich Omega in einem der grössten Luxusmärkte der Welt einzigartig präsentieren kann».

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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