Montag , 1 Juni 2020
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Gefährlich schön: Cartier unterm Hammer

Cartier-Schwerpunkt bei Juwelen-Auktion am 29. April 2020 im Dorotheum in Wien.

Cartier Panthère Ohrgehänge € 13.000 – 16.000; Cartier Art déco Diadem € 34.000 – 70.000; Cartier Panthère Collier € 20.000 –  30.000

Nahezu jeder kennt die exklusiven Juwelen von Cartier. Die Auktion im Dorotheum in Wien am 29. April 2020 bietet mehr als 20 ausgesuchte Schmuckstücke des französischen Nobel-Juweliers, aber auch Fabrikate von Tiffany oder Pomellato sowie exquisite Diamanten. Ein Diadem von Cartier London, besetzt mit insgesamt 70 ct. Aquamarinen, ist sicher einer der Höhepunkte der Versteigerung. Es stammt aus der Zeit um 1930–35, ist also eine klassische Arbeit aus der Zeit des Art déco, als Aquamarine gerade sehr en vogue waren. Durch einen nachträglich angebrachten Sicherheitsverschluss ist das Diadem auch als Halsreif zu tragen. Geschätzt ist das hochkarätige Schmuckstück mit 34.000 bis 70.000 Euro.

Die Serie Panthère von Cartier ist mehr als Schmuck – sie ist ein Statement und zu einem Erkennungszeichen für den französischen Juwelier geworden. Sammler aus aller Welt schätzen dieses Design. Schauspielerinnen, Herzoginnen, Prinzen und Industrielle, alle waren fasziniert vom legendären Panther-Motiv. In der Auktion finden sich mehrere „gefährlich schöne“ Juwelen dieser Reihe: Anhänger, Colliers, Ohrgehänge und Armbänder, alle versehen mit dem unverwechselbaren Panther. Die Schätzwerte liegen zwischen 6.500 Euro für ein Armband und 30.000 Euro für ein Collier. Die Preise wurden bei den vergangenen Auktionen im Dorotheum oft weit überschritten. Der Panther ist zeitlos.

1914 hatte der Cartier-Panther seinen ersten Auftritt – auf einem Werbeplakat des französischen Malers und Illustrators George Barbier. Kurz darauf bekam Jeanne Toussaint eine Stelle als Direktorin für Taschen und Accessoires. 1933 wurde sie künstlerische Leiterin des Pariser Schmuckhauses – der Siegeszug des Panthers begann. Die Kreationen mit dem edlen Raubtier symbolisieren Selbstbewusstsein, Eleganz und Unabhängigkeit; Eigenschaften, mit denen sich Jeanne Toussaint – die „Coco Chanel der Schmuckkunst“ – sehr gut identifizieren konnte. Sie selbst wird von Louis Cartier „La Panthère“ genannt, bis 1970 arbeitete sie für den französischen Juwelier und der Panther ist bis heute unerschöpfliche Inspirationsquelle für neue Kollektionen von Cartier.

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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