Montag , 25 Mai 2020
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Die Zeit für die Baselworld ist abgelaufen

Baselworld Ausgabe 2021 abgesagt – Format definitiv eingestellt

Der Veranstalter MCH Group und die Uhrenhersteller sind sich einig geworden und sagen die Messe 2021 ab. Desweiteren: eine Messe mit dem Namen „Baselworld“ wird es nicht mehr geben. Jetzt soll an neuen Plattformen und Formaten für den Anlass getüftelt werden. Andere Städte und Austragungsorte sind im Gespräch. Ein Termin für das neue Format steht jedoch noch nicht fest.

Nachdem die Baselworld 2020 vermeintlich dem Corona-Virus zum Opfer gefallen ist, wird auch die nächste Ausgabe der Uhrenmesse Baselworld, die vom 28. Januar bis 2. Februar 2021 hätte stattfinden sollen, nach bisherigen nun gelösten Unstimmigkeiten mit den Ausstellern, endgültig abgesagt. «Wir werden bis im Sommer über mögliche Folgeformate entscheiden und dann über das neue Konzept und die Terminplanung informieren», wird Michel Loris-Melikoff, der „geschäftsleidende“ Direktor der MCH Group in einer Mitteilung vom Donnerstag zitiert.

Michel Loris-Melikoff

„Die Tatsache, dass es im Januar 2021 keine Baselworld geben wird, heisst nicht, dass es 2021 nichts geben wird“, sagt MCH-Sprecher Christian Jecker. „Denkbar sei alles, auch der Verzicht auf die Organisation einer Uhren- und Schmuckmesse“, so Jecker.

Christian Jecker

Der Baselworld ermangelte es bisher an durchschlagenden Visionen, eine zeitgemässe Vision wie zum Beispiel der PlanBasel.ch gibt es jedoch. Selbst Michel Loris-Melikoff hat das Potenzial des Konzepts erkannt. Wir haben darüber schon berichtet.

Mitte April hatten die grosse Marken Rolex, Tudor, Patek Philippe, Chanel und Chopard mitgeteilt, nicht mehr an der Messe teilzunehmen. Sie wollen in Genf eine eigene Ausstellung auf die Beine stellen. Bereits dann zeichnete sich ab, dass es die Luxus-Messe in dem gewohnten Format wohl nicht mehr geben wird.

Wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist, einigten sich die MCH Group und die Aussteller auf eine Abrechnung für die letzte Messe, die wegen der Coronapandemie ebenfalls abgesagt werden musste. „Das Grundmodell sieht vor, dass sich die Aussteller zu rund einem Drittel an den bis zur Absage aufgelaufenen Kosten beteiligen“, so Jecker. „Wir sind damit an die Grenzen des Möglichen gegangen“.

Die MCH Group rechnet als Folge von Covid-19 mit Ausfällen von 140 bis 170 Millionen Schweizer Franken. Gemäss Finanzbericht 2019 werden die Auswirkungen auf den Cashflow auf einen mittleren zweitstelligen Millionenbetrag geschätzt.

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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