Donnerstag , 26 November 2020
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GenevaWorld von JSH, Start Mitte August 2020

Globale, unabhängige und praktische Plattform für Uhrmacherei Informationen

Der Herausgeber der Zeitschrift JSH®, die Vereinigung JSH Archives & Patrimoine, die für die Wiederbelebung des Journal Suisse d’Horlogerie (1876) verantwortlich ist, lanciert eine ethische Informations- und Dienstleistungsplattform für die Uhrmacherei, die allen professionellen und privaten Publikum offensteht.

Das Journal Suisse d’Horlogerie (JSH) wurde im Juli 1876 gegründet und war während mehreren Jahrzehnten das offizielle Organ der Messe Basel. Heute ist das JSH®- Magazin auch als eine wichtige Stimme in der Branche etabliert.

Historische Legitimität, die jedem eine Stimme gibt

Alles stützt sich auf eine Ethikkommission, die sich aus bekannten Persönlichkeiten aus der Schweiz, Genf und dem Ausland zusammensetzt, die eine Charta unterzeichnet haben, in der die Aufgaben des „öffentlichen Dienstes“ dieser mehrsprachigen Informationsoperation zusammengefasst sind, die unabhängig und einheitlich sein soll: an der Seite von Gruppen Platz für kleine und große unabhängige Uhrenmarken zu schaffen, die Veranstaltungen für Schweizer Uhrmacherschulen und ihre Schüler zu öffnen und die Events im Zusammenhang mit der Vermittlung von Wissen über die Schweizer Uhrmacherkunst zu verstärken. Die Mitglieder dieser Ethikkommission, die sich derzeit noch im Aufbauprozess befindet, werden in Kürze bekanntgegeben.

Genf könnte von drei Gesprächspartnern auf mehr als 500 anwachsen, darunter Rolex

Die Ausstellungsuhrenindustrie und die meisten ihrer Akteure konzentrieren sich nun auf Genf, das sich anschickt, seine Geschichte im Zusammenhang mit den Großausstellungen der Vergangenheit wieder aufleben zu lassen. Am 14. April 2020 löste die Ankündigung der Ankunft von fünf führenden unabhängigen Marken im April 2021 in Genf ein Erdbeben in der Schweiz und auf der ganzen Welt aus. In der Tat verändert die neue Messe von Rolex, Patek Philippe, Chopard, Chanel und Tudor das Spiel, da alle anderen Marken jetzt „dort sein wollen, wo es passiert“ und einen Ausstellungsort in Genf finden wollen. „Bis dahin war Genf es gewohnt, mit nur drei Akteuren, der FHH (Fondation de la Haute-Horlogerie), der EPHJ und GemGenève Ausstellungen, umzugehen. Nach der Ankündigung von Rolex wird die Stadt mit mehr als 500 neuen Gesprächspartnern zu tun haben. Vielleicht etwas weniger als 500, wenn es einigen der Marken, die Basel verlassen, gelingt, zusammenzukommen.“, erklärt Joël A. Grandjean, Chefredakteur des JSH®-Magazins.

Genf, die Schweiz und die Welt
„Wäre die Uhrmacherei eine deutschsprachige Branche, hätten wir in der Schweiz längst einen Herrn Uhrenhersteller gehabt. Die Uhrmacherei ist sicherlich eine Wirtschaft, aber sie ist auch Terroir und Kultur“, bekennt er seit 1993, als er die Zeitschrift Montres Passion (und Uhren Welt) für L’Hebdo und Ringier Romandie mitbegründete. „Die Terroirs der Schweizer Uhrmacherkünste haben die Besonderheit, dass sie überwiegend französischsprachig sind, auch wenn sie dem Kanton Bern verbunden sind“, bemerkt der Mann, der auch Präsident von JSH Archives & Patrimoine ist, der Vereinigung, die hinter der GenevaWord-Initiative steht. Genf, die historische Wiege der Uhrmacherei schlechthin, ist in der Lage, der Uhrenindustrie ihr grösstes Internationalisierungspotenzial zu bieten.

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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3 comments

  1. Luxe Design Ateliers

    BRAVO JSH!
    2 Fragen dazu: wird es auch eine Seite geben wo die „black sheeps“ – Marken mit Liquidationsproblemen – der Uhrenbranche laut und deutlich gelistet werden? Damit die honoren Zulieferanten etwas weniger finanzielle Ausfälle haben. (siehe Status Gallet Group / Gallet Watches) Und 2tens, warum hat sich das MCH Management nicht den Kürzel „GenevaWorld“ vorausblickend gesichert und markenrechtlich gesichert? Merci.

    • Karl Heinz Nuber

      Besten Dank für Ihren Kommentar.
      Wir werden demnächst eine Liste mit den Uhrenherstellern veröffentlichen, die Liquidationsprobleme haben zum Schutz der Zulieferer.
      Apropos Gallet Watches, Gallet behauptet alle Rechnungen bezahlt zu haben, Ausfälle gab es nur innerhalb der Familie, bitte um Aufklärung unter karl.heinz@nuber.ch, danke.
      Das MCH respektive das Baselworld Management haben nicht nur alles an die Wand gefahren sondern haben alles verschlafen, für mich wäre es dieses Jahr die 45te Baselworld gewesen.

      • Karl Heinz Nuber

        Sie dürfen auch den Whistleblower-Button auf unserer TICK-TALK Website benutzen, wenn Ihnen das lieber ist. Danke.

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