Mittwoch , 28 September 2022
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H. Moser & Cie. und MB&F: Beispiellose Fusion

Als aussergewöhnlichen Ausdruck einer mehr als zehn Jahre bestehenden Verbindung zwischen H. Moser & Cie. und MB&F haben Edouard Meylan und Maximilian Büsser ein einzigartiges Duett für die Liebhaber feiner Uhrmacherkunst komponiert.

Zum ersten Mal in seiner Geschichte hat sich MB&F an einem Stück Performance Art beteiligt, das auf einer vollständig wechselseitigen Beziehung beruht. Hierbei wirkten die beiden Uhrenmarken so zusammen, dass sich die DNA ihrer jeweiligen individuellen Hauptmerkmale zu zwei gemeinsamen Kreationen verbunden hat. Diese beiden Uhrenmodelle sind die Verwirklichung einer langen Freundschaft zwischen zwei Männern mit gemeinsamen Werten, dem Vergnügen am Schaffen und Teilen sowie an der gemeinsamen Präsentation der Ergebnisse dieses aussergewöhnlichen Projekts.

Entstehung des Projekts

H. Moser & Cie. und MB&F sind zwei unabhängige Schweizer Unternehmen von überschaubarer Grösse. Sie werden von zwei leidenschaftlichen Persönlichkeiten geleitet, die eine langjährige Freundschaft pflegen und sich sowohl auf persönlicher als auch auf beruflicher Ebene schätzen und respektieren. Tatsächlich kooperieren die Marken seit mehr als zehn Jahren im Zusammenhang mit der Precision Engineering AG, einem Schwesterunternehmen von H. Moser & Cie., das insbesondere die von MB&F verbauten Spiralfedern liefert. Daher war es nicht überraschend, dass MB&F sich an Edouard Meylan wandte und ihn als „Freund“ darum bat, an der Kreation eines Stückes Performance Art mitzuwirken. Neu an dieser Zusammenarbeit ist nun, dass sie sich in beide Richtungen bewegt. Maximilian Büsser erzählt: „Als ich Edouard anrief, um ihm die Zusammenarbeit bei einer Kreation vorzuschlagen, erwähnte ich auch, dass mir die doppelte Unruh, die Fumé-Zifferblätter und die Uhrenserie Concept von Moser sehr gut gefielen. Edouard sagte mir sofort zu, dass ich diese Funktionen übernehmen könne, stellte aber die Bedingung, dass er auch eine meiner Maschinen neu interpretieren dürfe. Nach anfänglicher Überraschung habe ich genauer darüber nachgedacht. Da ich halb Inder und halb Schweizer bin, ist es meine feste Überzeugung, dass ein Vermischen von DNA zu interessanten Ergebnissen führen kann. Warum sollten wir also solch ein Experiment nicht auch in der Uhrmacherei ausprobieren? Somit habe ich zugestimmt und ihm im Gegenzug das Modell FlyingT vorgeschlagen, das mir besonders am Herzen liegt.“ Ganz im Sinne von Austausch und Offenheit sowie bei gleichzeitiger Betonung vereinter Stärke haben H. Moser & Cie. und MB&F gemeinsam zwei Modelle entwickelt, die in mehreren Versionen erhältlich sind und in limitierter Auflage von je 15 Stück herausgegeben werden. Diese Zahl ist eine Anspielung auf das 15-jährige Unternehmensjubiläum von MB&F und zugleich eine Würdigung des 15. Geburtstags des Relaunchs von H. Moser & Cie. Durch die Vereinigung ihrer Stärken arbeiten diese beiden einerseits konkurrierenden, aber dennoch befreundeten Marken daran, sich ganz im Sinne der Philosophie von MB&F die kollektiven Kräfte talentierter Uhrmacher zunutze zu machen.

Endeavour Cylindrical Tourbillon H. MOSER X MB&F

H. Moser & Cie. hat von MB&F das Konzept des dreidimensionalen Uhrwerks entlehnt, das ein wichtiges Element der Identität des Genfer Konzeptlabors darstellt. Es ist durch eine Saphirkuppel geschützt und mit einem einminütigen fliegenden Tourbillon versehen, das sich durch eine bei 12 Uhr liegende ventrikuläre Öffnung über dem Hauptzifferblatt erhebt. H. Moser & Cie. profitiert vom Know-how seines Schwesterunternehmens Precision Engineering AG und hat sein Tourbillon mit einer zylindrischen Spiralfeder ausgestattet, wie sie die Precision Engineering AG für das Modell LM Thunderdome von MB&F entwickelt hat. Die im 18. Jahrhundert erfundene zylindrische Spiralfeder erinnert an eine Schneckenschraube oder einen Korkenzieher und erhebt sich senkrecht um die obere Stange der Unruhwelle. In der Vergangenheit wurde sie häufig in historischen Marinechronometern verwendet. Sie bietet den Vorzug, sich konzentrisch und damit geometrisch zu entwickeln, da sie entlang der Achse ihrer Drehzapfen perfekt arbeitet. Dadurch hat sie einen bedeutenden Vorteil gegenüber einer flachen Spiralfeder, deren gegenüberliegende Enden dazu neigen, Kräfte auf die Drehachsen auszuüben, auch wenn die Phillips- oder Breguet-Endkurven speziell dafür entwickelt wurden, die nicht konzentrische Öffnung der Spiralfeder teilweise zu korrigieren. Die zylindrische Spiralfeder, die an beiden Befestigungspunkten mit einer Breguet-Endkurve versehen ist, verringert die Zapfenreibung und sorgt für eine erhebliche Verbesserung des Isochronismus. Aufgrund ihrer spezifischen Form ist eine zylindrische Spiralfeder weitaus schwieriger herzustellen als eine herkömmliche Spiralfeder und ihr Fertigungsprozess dauert zehnmal länger.

Ein weiterer Verweis auf die uhrmacherische Handschrift von MB&F liegt in dem geneigten Zifferblatt, das H. Moser & Cie. für seine Stunden- und Minutenanzeige übernommen hat. Dieses Zifferblatt ist um 40° geneigt, sodass nur der Träger der Uhr das Geheimnis der aktuellen Zeit erfährt, und auf einem konischen Getriebe montiert, das eine optimale Drehmomentübertragung von einer Ebene auf die andere gewährleistet. Edouard Meylan erklärt: „Durch die Entwicklung eines Saphirzifferblatts, das mit dem Hintergrund verschmilzt und so die Schönheit unserer Fumé-Zifferblätter hervorhebt, haben wir das MB&F-Universum ‚moserisiert‘. Zudem haben wir zur Bewahrung von Reinheit und Eleganz dieses wahren uhrmacherischen Kunstwerks unser Logo wie ein Wasserzeichen auf das Saphirzifferblatt eingraviert und damit den persönlichen Charakter und die innige Beziehung unterstrichen, die es mit seinem Träger verbindet.“ Das Modell „Endeavour Cylindrical Tourbillon H. Moser x MB&F“ ist in fünf verschiedenen Versionen mit Stahlgehäuse und Fumé-Zifferblättern in Funky Blue, Cosmic Green, Burgundy, Off-White oder Ice Blue erhältlich.

LM101 MB&F X H. MOSER

Die Legacy Machine 101 verkörpert mit Unruh, Gangreserve und voranschreitender Zeit die Quintessenz der mechanischen Uhrmacherei. Daher ist es kein Zufall, dass MB&F sich dazu entschieden hat, dieses Modell – eines der puristischsten und „einfachsten“ in seiner Kollektion – wieder aufzugreifen, denn es ist in der Tat dieser Minimalismus, der bei der Kreation des Modells LM101 MB&F x H. Moser Pate stand. Wie H. Moser & Cie. mit seinem in der Uhrenserie Concept verkörperten Ansatz „zurück zum Wesentlichen“ hat auch MB&F beschlossen, sein Logo zu entfernen und sogar bis zu den Ursprüngen der Uhrmacherei zurückzukehren, als nur die Uhrwerke signiert wurden. Im selben subtilen Geist hat der Uhrmacher auf die schwebenden und gewölbten Hilfszifferblätter verzichtet, um Stunden und Minuten sowie die 45-Stunden-Gangreserve mithilfe von Zeigern direkt auf dem Hauptzifferblatt anzuzeigen. Dadurch lassen sich die von H. Moser & Cie. entlehnten Fumé-Zifferblätter vollkommen frei präsentieren, während ihre Ausdruckskraft durch eine raffinierte Lünette noch weiter verstärkt wird. Für das Modell LM101 MB&F x H. Moser wurden in den Farbgestaltungen Red Fumé, Cosmic Green Fumé, Aqua Blue Fumé und natürlich der berühmten Funky Blue Fumé gleich vier verschiedene Fumé-Zifferblätter ausgewählt. Das mit einem gewölbten Saphirglas gekrönte Gehäuse ist erst zum dritten Mal in der Geschichte von MB&F aus Stahl gefertigt.

Die faszinierende grosse, aufgehängte Unruh steht weiterhin im Mittelpunkt, wenngleich sie für die LM101 MB&F x H. Moser vollkommen neu gestaltet wurde, um die Schönheit der Fumé-Zifferblätter hervorzuheben. Dieses schlagende Herz, das in den Augen von Maximilian Büsser die Quintessenz der Uhrmacherei darstellt, wurde mit einer doppelten Unruh der Precision Engineering AG ausgestattet. Dank der beiden aufeinander abgestimmten Unruhfedern wird die Verschiebung des Schwerpunktes korrigiert, die jede Spiralfeder bei ihrer Ausdehnung erfährt. Im ständigen Streben nach Perfektion sorgt dies für eine erhebliche Verbesserung von Präzision und Isochronismus. Darüber hinaus reduzieren die gepaarten Unruhfedern auch den Reibungseffekt, der normalerweise bei einer einzelnen Unruhfeder auftritt. Auch dies trägt zu einem optimierten Isochronismus bei. Durch den Gehäuseboden erlaubt das gewölbte Saphirglas einen Blick auf den „Motor“, der diesen Zeitmesser antreibt. Im Gegensatz zum Basiswerk der Legacy Machine 101, das von Kari Voutilainen gestaltet wurde, ist die Ästhetik des Kalibers der LM101 MB&F x H. Moser zeitgemässer und wurde einer subtilen NAC-Behandlung unterzogen, die seine Schönheit unterstreicht.

Fruchtbare Zusammenarbeit

Maximilian Büsser und Edouard Meylan

Edouard Meylan und Maximilian Büsser sind begeistert von dieser gelungenen Kooperation, deren Ergebnisse ihre Erwartungen weit übertroffen haben. Die Schönheit dieser gemeinsam geschaffenen Modelle basiert auf dem Know-how und der einzigartigen „Handschrift“ zweier Uhrmacher, die zur gegenseitigen Bereicherung miteinander kombiniert wurde. Die Mitarbeiter der beiden Manufakturen haben ihre Fähigkeiten beispiellos mit Offenheit und Transparenz gebündelt. Diese Erfahrung bewirkte bei Edouard und Maximilian ein ausgeprägtes Gefühl der Freude an der Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Schaffen.

Technische Eigenschaften – ENDEAVOUR CYLINDRICAL TOURBILLON H. MOSER X MB&F

Referenznummer 1810-1200, Modell aus Stahl, Fumé-Zifferblatt in Funky Blue, schwarzes Armband aus Alligatorleder, limitierte Auflage von 15 Stück

Referenznummer 1810-1201, Modell aus Stahl, Fumé-Zifferblatt in Burgundy, schwarzes Armband aus Alligatorleder, limitierte Auflage von 15 Stück

Referenznummer 1810-1202, Modell aus Stahl, Fumé-Zifferblatt in Cosmic Green, schwarzes Armband aus Alligatorleder, limitierte Auflage von 15 Stück

Referenznummer 1810-1203, Modell aus Stahl, Fumé-Zifferblatt in Off-White, blaue Stunden- und Minutenzeiger, schwarzes Armband aus Alligatorleder, limitierte Auflage von 15 Stück

Referenznummer 1810-1205, Modell aus Stahl, Zifferblatt in Ice Blue, schwarzes Armband aus Alligatorleder, limitierte Auflage von 15 Stück

Gehäuse
Stahlgehäuse, gekrönt mit hohem gewölbten Saphirglas
Durchmesser: 42,0 mm
Höhe: 19,5 mm
Höhe ohne Saphirglas: 9,4 mm
Krone bei 9 Uhr mit eingraviertem „M“
Sichtboden aus Saphirglas

Zifferblatt
Hauptzifferblatt: Funky Blue Fumé, Burgundy Fumé, Cosmic Green Fumé, Off-White Fumé oder Ice Blue Fumé mit Sonnenstrahlmuster
Stunden und Minuten werden auf einem um 40° vertikal geneigten Saphirzifferblatt bei 6 Uhr angezeigt
Blattförmige Stunden- und Minutenzeiger, für die Referenznummer 1810-1203 gebläut

Uhrwerk
Dreidimensionales automatisches Manufakturkaliber HMC 810
Durchmesser: 32,0 mm oder 141/4 -Linie
Höhe: 5,5 mm
Frequenz: 21 600 Halbschwingungen/Stunde
29 Steine
184 Bauteile
Automatisches bidirektionales Aufziehsystem mit Sperrkegel
Schwungmasse aus 18-karätigem Gold mit eingraviertem Logo von Moser & Cie.
Gangreserve: mindestens 72 Stunden
Zylindrische Spiralfeder
Einminütiges fliegendes Tourbillon bei 12 Uhr mit skelettierten Brücken

Funktionen
Stunden und Minuten

Band
Handgenäht aus schwarzem Alligatorleder
Edelstahl-Faltschliesse mit eingraviertem Moser-Logo

Referenzen

Endeavour Cylindrical Tourbillon H. Moser x MB&F, Referenznummer 1810-1200, Modell aus Stahl, Fumé-Zifferblatt in Funky Blue, schwarzes Armband aus Alligatorleder, limitierte Auflage von 15 Stück

Endeavour Cylindrical Tourbillon H. Moser x MB&F, Referenznummer 1810-1201, Modell aus Stahl, Fumé-Zifferblatt in Burgundy, schwarzes Armband aus Alligatorleder, limitierte Auflage von 15 Stück

Endeavour Cylindrical Tourbillon H. Moser x MB&F, Referenznummer 1810-1202, Modell aus Stahl, Fumé-Zifferblatt in Cosmic Green, schwarzes Armband aus Alligatorleder, limitierte Auflage von 15 Stück

Endeavour Cylindrical Tourbillon H. Moser x MB&F, Referenznummer 1810-1203, Modell aus Stahl, Fumé-Zifferblatt in Off-White, blaue Stunden- und Minutenzeiger, schwarzes Armband aus Alligatorleder, limitierte Auflage von 15 Stück

Endeavour Cylindrical Tourbillon H. Moser x MB&F, Referenznummer 1810-1205, Modell aus Stahl, Fumé-Zifferblatt in Ice Blue, schwarzes Armband aus Alligatorleder, limitierte Auflage von 15 Stück

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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