Dienstag , 27 September 2022
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Hublot stattet seine Luxus-Smartwatch mit einigen spannenden Zifferblättern aus. (Bild: Hublot)

Hublot will es wissen: Luxus-Smartwatch zum «Discount-Preis»

2005 brachte Hublot die erste Big Bang auf den Markt. Sie wurde an der WM 2018 dann erstmals bei Schiedsrichtern als Smartwatch eingesetzt. Nun legt die zum Börsenkotierten Französischen Luxuskonglomerat gehörende Uhrenmarke mit einer weiteren Smartwatch nach.

Anfang Juni kommt der große Knall: Die Big Bang E von Hublot ist ganz offiziell präsentiert worden. Wenige Stunden zuvor war die luxuriöse Smartwatch etwas verfrüht auf der Homepage der Marke aus Nyon aufgetaucht und schnell wieder verschwunden. Jetzt feiert die intelligente Uhr ihre Premiere und reiht sich als zweites Modell des Uhrenherstellers ein, nachdem 2018 die Big Bang Referee anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft erschien. Mit dieser teilt sie einige Gemeinsamkeiten, es gibt jedoch auch einige Unterschiede.

Die neue Hublot Big Bang E ist mit einem Gehäusedurchmesser von 42 Millimetern um einiges schlanker als das Modell aus 2018, das mit einer Diagonale von 49 Millimetern wesentlich wuchtiger ausfällt. Sie erscheint in zwei Farben: Entweder in silbernem Titan oder in schwarzer Keramik. Ein Novum gibt es ebenfalls. Erstmals in der Geschichte des Unternehmens wird mit der Big Bang E ein Zeitmesser online über die Website von Hublot vertrieben.

Die Luxus Smartwatch soll vornehmlich mit ihrem ikonischen Design überzeugen, das auf den Big-Bang-Analoguhren basiert sowie einer enorm hohen Verarbeitungsqualität. Neben den bereits genannten Gehäusematerialien schützt Saphirglas das 1,2 Zoll große AMOLED Display, während die Armbänder aus Kautschuk bestehen. Wasserdicht ist die Big Bang E bis zu 30 Meter. Sie nutzt – wie bereits das Sondermodell aus 2018 – das Google Betriebssystem Wear OS. Ebenfalls typisch ist der Snapdragon Wear 3100 als Prozessor. Der 300 mAh fassende Akku verleiht der Luxus Smartwatch Ausdauer für etwa einen Tag. Für eine komplette Aufladung sind rund zweieinhalb Stunden einzuplanen.

Verglichen mit anderen Modellen ist die Big Bang E dennoch nicht ganz so üppig ausgestattet. So fehlen ihr beispielsweise ein optischer Pulsmesser sowie ein GPS-Modul. Dafür sind kontaktlose Bezahlungen dank eines integrierten NFC Chips möglich und es ist ein Speicher von acht Gigabyte an Bord. Als Besonderheit bringt die intelligente Uhr Watchfaces mit traditionellen Hublot-Komplikationen mit. Dazu gehören unter anderem ein Ewiger Kalender mit Mondphase oder auch die Anzeige einer zweiten Zeitzone mit rotierendem Globus. Der Künstler Marc Ferrero, der für seine comicartigen Zeichnungen bekannt ist, steuerte zudem acht digitale Ziffernblätter bei. Sie wechseln aller drei Stunden ihre Farbe. Zu jeder vollen Stunde erwartet den Träger eine fünfsekündige Animation.

Wann die Hublot Big Bang E konkret verfügbar sein wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Die Titan-Version kostet 5.200 US-Dollar, während der Ausführung aus Keramik ein Preisschild von 5.800 US-Dollar anhaftet. Es lässt sich davon ausgehen, dass diese Preise eins zu eins in Euro übertragen werden.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!

Hat die Schweizer Uhrenindustrie den Smartwatch-Trend völlig verschlafen? Viel zu spät hat die Schweizer Uhrenindustrie den Kampf gegen die gewichtigen Smartwatch-Giganten aus den USA (Apple), Korea (Samsung) und China (Huawei) aufgenommen. Nach Tissot (mehr hier), Alpina (mehr hier) und TAG Heuer (mehr hier) lanciert nun auch Hublot eine Smartwatch. Sie hört auf den Namen «Big Bang e» und versucht, den Begriff Luxus-Smartwatch neu zu definieren. Zumindest preislich – ab 5200 Dollar – schlägt sie alles, was derzeit auf dem Smartwatch-Markt ist. Ob das genügt, um sich durchzusetzen, werden die nächsten Monate zeigen.

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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