Donnerstag , 2 Juli 2020
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Ein „Omega De Ville Zentral-Tourbillon“ für 164’100.00 Euro – ist dieser Preis gerechtfertigt?

Die zur Swatch-Group gehörende erfolgreiche Luxusuhrenmarke Omega lanciert ein neues Omega Zentral-Tourbillon, dies obwohl die Preise für „Preowned watches“ gemäss Collector Square, Index für Omega Luxusuhren, seit 2007 am sinken respektive im Keller sind. Für einen Omega Zentral-Tourbillon erhält man noch schlichtweg 1/5 des heutigen Kaufpreises. Von einer wertstabilen Anlage weit entfernt!

Die Omega De Ville Tourbillon Numbered Edition ist das erste Zentraltourbillon mit Handaufzug, das als Master Chronometer zertifiziert ist. Das Tourbillon dreht sich einmal pro Minute um sich selbst, wodurch es möglich wird, die Sekunden anzuzeigen – eine essenzielle Voraussetzung, um als Chronometer zertifiziert zu werden. Andererseits hat Omega ein Tourbillon entwickelt, das einwandfrei unter einem Magnetfeld von 15.000 Gauß läuft, womit die De Ville Tourbillon Numbered Edition zum Master Chronometer avanciert.

1994 stellte Omega die erste Armbanduhr mit Zentraltourbillon vor. Zehn Jahre später lancierte die Marke die erste chronometerzertifizierte Armbanduhr mit Tourbillon. Seit 2007 sind die Preise der Omega Zentraltourbillons im secondhand-market ständig am fallen. Das Modell kann also keinesfalls eine Wertanlage sein.

2013 kam das erste vollkommen antimagnetische Kaliber 8508 mit einer Magnetfeldresistenz von mehr als 15.000 Gauß, also das erste Master Chronometer.

Das besondere Zentraltourbillon des Co-Axial Master Chronometer Kalibers 2640 rotiert auf der Zifferblattseite der Uhr. Durch den Saphirglasboden lässt sich die Gangreserve ablesen, die sich auf beachtliche drei Tagen beläuft. Zudem kann ein luxuriöses Finish der aus 18 Karat Sedna-Gold gefertigten und von Hand verzierten Brücken bewundert werden.

Für die De Ville Tourbillon Numbered Edition wurden zahlreiche bahnbrechende Materialien verwendet, darunter zwei Omega-eigene Legierungen. Das 43 Millimeter messende Gehäuse sowie die Logos auf Schließe und Krone sind aus 18 Karat Canopus-Gold gefertigt – eine exklusive Weißgoldlegierung, die für Strahlkraft, einen hellen Farbton und Langlebigkeit bekannt ist Bei den Bandanstößen, der Lünette und der Gehäuserückseite wurde wiederum auf 18 Karat Sedna-Gold, die Rosegoldlegierung der Marke, gesetzt.

Auch das Zifferblatt mit Sonnenschliff besteht aus 18 Karat Sedna-Gold, hat jedoch durch die PVD-Beschichtung einen dunkleren Ton. Im Zentrum sitzt der Tourbillonkäfig mit von Hand polierten Kanten aus schwarzem keramisierten Titan. Dieser einzigartige Apparat bringt die mysteriös anmutenden Zeiger zum Laufen. Jeder dieser Zeitmesser wird im Omega Tourbillon-Atelier von einer ausgewählten Gruppe an Uhrmachern in Handarbeit gefertigt, was etwa einen Monat dauert. Die neue De Ville Tourbillon Numbered Edition bietet fünf Jahre Garantie und wird mit Reiseetui und einem Werkzeug zum Aufziehen über die Krone ausgeliefert – zum Preis von 164.100 Euro.

About Karl Heinz Nuber

Jahrgang 1951, war einer der ersten Journalisten, der sich dem Thema Zeitmesser hauptberuflich annahm. 2005 lancierte er das TOURBILLON - Das Schweizer Magazin für Uhren, Menschen, Life & Style. Heute ist er ein international gefragter Berater, Autor, Dozent, Talk-Gast und ausgewiesener Experte für Uhrensammlungen und Sammleruhren.

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