Donnerstag , 26 November 2020
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Chronometer Ferdinand Berthoud FB 2RE: gelungener Spagat zwischen Historie und Moderne

Karl-Friedrich Scheufele, Co-Präsident von Chopard in Genf, hat die Chronométrie Ferdinand Berthoud, eine auf hoch komplizierte Modelle spezialisierte Marke, im Jahre 2015 reanimiert. 2006 erwarb er die Rechte am Namen Ferdinand Berthoud. Nun brilliert er und seine Meister-Uhrmacher mit einem neuen Chronometer FB 2RE. Kann er mit diesem historisch inspirierten Modell in der Liga von Patek Philippe und A. Lange & Söhne mitspielen?

Im Jahr 1770 erlangt Ferdinand Berthoud den Titel « Meisteruhrmacher und -mechaniker des Königs und der Marine ». Die Chronométrie Ferdinand Berthoud feiert diesen 250. Jahrestag und enthüllt eine neue Kollektion, die vom Marinechronometer N°6 inspiriert ist: Das Chronometer FB 2RE.

Das Chronometer FB 2RE mit Gleichmässigkeitsaufzug von Ferdinand Berthoud ist in zwei limitierten und nummerierten Editionen zu 10 Exemplaren erhältlich: 18 Karat Roségold mit Zifferblatt aus schwarzem Email
…….oder 18 Karat Weissgold mit weissem Emailzifferblatt.

Dieser neue Zeitmesser interpretiert die Architektur und das Design dieses Marinechronometers neu. Das runde Gehäuse aus 18 Karat Gold ist an der Seite mit einem grossen Panoramafenster ausgestattet. Oben präsentiert es ein komplexes Zifferblatt aus Grand Feu-Email mit zwei Niveaus.

Karl-Friedrich Scheufel, Co-Präsident bei Chopard und Protagonist von Ferdinand Berthoud überrascht immer wieder

Direkt unter dieser puristischen und traditionellen Zeitanzeige verbirgt sich aussergewöhnliche Mechanik : das neue Chronometer FB 2RE vereint den emblematischen Kette-Schnecke-Mechanismus mit einem sekündlichen Gleichmässigkeitsaufzug (Remontoir d’Égalité). Damit nehmen wir Kurs auf eine neue Welt mechanischer Präzision auf den Spuren des Gesamtwerks von Ferdinand Berthoud.

Der Beginn des 18. Jahrhunderts ist durch die Eroberung der Ozeane geprägt. England und Frankreich liefern sich eine wahrhafte Schlacht, bei der es darum geht, ein Instrument zu entwickeln, mit dessen Hilfe sich der Längengrad auf hoher See errechnen lässt: eine Uhr. Zahlreiche bekannte Uhrmacher probieren neue Techniken aus, um ein zuverlässiges und genaues Messinstrument zu konstruieren, dem weder die Bewegungen eines Schiffs, noch Temperaturschwankungen etwas anhaben können.

Nach erfolgreichen Prüfungen seiner Marinechronometer N°6 und N°8, die von 1768-1769 auf dem Meer getestet werden, erlangt Ferdinand Berthoud 1770 den begehrten Titel «Meisteruhrmacher und -mechaniker des Königs und der Marine» unter Ludwig XV. Ausserdem erhält er eine königliche Bestellung von 20 Marinechronometern, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts auf einer Reihe kartografischer und hydrographischer Seereisen mitgeführt werden.

Um das 250. Jubiläum dieses grossen wissenschaftlichen Fortschritts zu feiern, der Geschichte schrieb, präsentiert die Chronométrie Ferdinand Berthoud eine neue emblematische Kollektion: das Chronometer FB 2RE. Dieses Modell gereicht dem durch das Marinechronometer N°6 bewiesenen Genie Ferdinand Berthouds zur Ehre. Es ist von dessen Design und Architektur inspiriert und führt ein neues Uhrwerk ein, ein Symbol für Exzellenz und chronometrische Präzision: das Kaliber FB-RE.FC mit Gleichmässigkeitsaufzug.

Damit hat die Chronométrie Ferdinand Berthoud erneut einen modernen Zeitmesser der Extraklasse geschaffen, der tief im Erbe Ferdinand Berthouds verankert ist. Dieses neue hochwertige Armbandchronometer profitiert von jüngsten technologischen Fortschritten und ehrt einen Uhrmachermeister, der seiner Zeit weit voraus war.

VOM MARINECHRONOMETER N°6 ZUM CHRONOMETER FB 2RE

Ein neues modulares Gehäuse

Ferdinand Berthoud beschreibt Marinechronometer in seiner 1773 in Paris publizierten Abhandlung über diese Uhren: ihre Mechanismen sind durch ein zylindrisches Gehäuse aus Kupfer geschützt, das durch eine ebenfalls von ihm erfundene kardanische Aufhängung in horizontaler Lage gehalten wird.

Das Gehäuse des Chronometers FB 2RE adaptiert die Form dieser Marinechronometer und ihre modulare Bauweise. So ist das Werk durch ein bis 30 Meter wasserdichtes zylindrisches Gehäuse aus 18 Karat Gold geschützt. Die Bandanstösse sind aus einem einzigen Stück gefertigt. Sie sind kurz und nach unten geneigt und werden mit stilisierten Bolzen am Gehäuse fixiert. Sie erlauben dem Chronometer FB2 RE, sich an die Form des Handgelenks zu schmiegen. Bei 10 Uhr ist im Umfang des Gehäuses ein grosses Panoramafenster eingelassen, das von einem aufgeschraubten Rahmen gehalten wird und den Blick auf die Architektur des mit Pfeilern aufgebauten Werks, das Federhaus und dessen Kette freigibt. Das 44 mm grosse und 14 mm dicke Gehäuse findet seinen Abschluss in einer abgerundeten Lünette, in die ein entspiegeltes, überstehendes und gewölbtes Saphirglas eingelassen ist. Auch der Gehäuseboden ist mit einem Saphirglas versehen, das die Sicht auf die unvergleichliche Schönheit des Uhrwerks freigibt. Der grosse Durchmesser der gerändelten Krone erleichtert die Handhabung und den Aufzug des Werks. Sie ist durch einen aufgesetzten und verschraubten Kronenschutz in das Gehäuseband integriert und verfügt über ein dynamometrisches System, das sich ausklinkt, sobald das Federhaus komplett aufgezogen ist. Das zur Herstellung der Chronometer FB 2RE verwendete Gold stammt aus ethisch verantwortbaren Lieferketten, die von Karl-Friedrich Scheufele, Präsident und Gründer der Chronométrie Ferdinand Berthoud, bei Chopard eingeführt wurden, wo er auch Co-Präsident ist. Das Chronometer FB 2RE mit Gleichmässigkeitsaufzug von Ferdinand Berthoud ist in zwei limitierten und nummerierten Editionen zu 10 Exemplaren erhältlich: 18 Karat Roségold mit Zifferblatt aus schwarzem Email oder 18 Karat Weissgold mit weissem Emailzifferblatt.

Ein Zifferblatt aus traditionellem Email

Um das Ablesen der Stunden und Minuten auf hoher See zu erleichtern, hatte sich Ferdinand Berthoud für sein Marinechronometer N°6 ein Zifferblatt auf zwei Niveaus mit zwei separaten Graduierungen ausgedacht: im Zentrum befanden sich römische Ziffern für die Stunden, während aussen arabische Ziffern die Minuten wiedergeben.

Der Chronometer FB2 RE besticht durch eine klares zurückhaltendes Zifferblatt, das die darunterliegenden Komplikationen nicht einmal ansatzweise vermuten lässt.

Die Konstruktion des Zifferblatts des Chronometers FB2 RE folgt dem gleichen Prinzip, verfügt aber über eine zusätzliche Komplexität: den Willen, das Blatt aus Email Grand Feu zu fertigen. So besteht das Zifferblatt aus zwei Elementen: das grössere ist bombiert und aussen angeordnet, um die Skalen und Ziffern zu präsentieren; das zweite, tiefergelegene im Zentrum ist ein flaches Medaillon. Alle beide sind aus Email gefertigt, das in einem Spezialofen bei einer Temperatur um 800° mehrmals gebrannt werden muss. Ihre Basis besteht aus amagnetischem Stahl, was eine genaue Einhaltung der Temperaturen und der Zeiten im Ofen bedingt, um jegliche Verformung zu vermeiden, gleichzeitig aber, dank dem Weglassen des überflüssigen traditionellen Contre-Emails, Höhe einspart.

Die Markierungen auf dem Zifferblatt bestehen ebenfalls aus aufgetragenem Email, das einen zusätzlichen Brand im Ofen benötigt. Römische Ziffern für die Stunden, arabische für die Minuten sowie eine Chemin-de-Fer-Minüterie umrahmen den Markennamen und die Herkunftsbezeichnung «Chronomètre Val-de-Travers Suisse». Das Zifferblatt der Referenz FB 2RE.1 ist in weissem Email mit schwarzer Beschriftung gehalten, während dasjenige der Referenz FB 2RE.2 aus tiefschwarzem Email mit weisser Beschriftung gefertigt ist.

Unverkennbare Zeiger

Die Stunden und Minuten des Chronometers FB 2RE werden von schwertförmigen, skelettierten Zeigern aus 18 Karat Gold angezeigt, welche an die Zeiger des Chronometers FB 1 erinnern. Der kürzere Stundenzeiger schwebt knapp über dem zentralen Medaillon des Zifferblatts. Den Minutenzeiger kennzeichnet eine Verbreiterung in der Mitte. Er reicht bis an die Basis der Minutenskala. Der aus Titan gefertigte, sehr dünne Sekundenzeiger wiegt nur 0,01 Gramm. Diese Leichtigkeit entlastet den Mechanismus des Gleichmässigkeitsaufzugs. Auf der Rückseite des Werks ist schliesslich durch den Saphirglasboden der pfeilförmige, blau CVD-beschichtete Gangreservezeiger aus 18 Karat Gold zu sehen.

Brücken und Pfeiler

Das Kaliber FB-RE.FC ist nach einer Architektur aufgebaut, die in der heutigen Uhrmacherei einzigartig und typisch für die Chronométrie Ferdinand Berthoud ist. Seine Bestandteile sind symmetrisch, gut lesbar und klar angeordnet, als ob die über die Funktion bestimmende Ordnung sich in der Eleganz ihres optischen Gleichgewichts ausdrückte. Das Uhrwerk mit Handaufzug besteht aus 26 Brücken, die durch 10 Pfeiler aus Stahl verbunden sind und die beweglichen Komponenten einschliessen. Diese Konstruktion ist charakteristisch für die Marinechronometer von Ferdinand Berthoud aus dem 18. Jahrhundert.

Aus diesem für Innovationen so wichtigen Jahrhundert hat die Chronométrie Ferdinand Berthoud auch die besondere Form der Brücken übernommen. Sie setzen sich zusammen aus einer flachen, festgeschraubten Partie, die durch einen erhöhten, freitragenden Hals verlängert wird, der ihnen die Treppenform gibt, die für uhrmacherische Konstruktionen aus jener Zeit typisch sind.

EINE NEUE CHRONOMETRISCHE HERANGEHENSWEISE

Kette und Schnecke

Das Kaliber FB-RE.FC gehört zu den seltenen Exemplaren mit Kraftübertragung via Kette und Schnecke, welche die Hemmung mit konstanter Kraft versorgt. Sie funktioniert wie ein automatisches Getriebe. Bei jedem Federhaus variiert die Kraft der Feder je nachdem wie stark sie aufgezogen ist. Bei Vollaufzug ist die Kette komplett auf der Schnecke aufgewickelt und läuft vom geringsten Durchmesser zum Federhaus. Bei dieser Stellung hat das Federhaus die grösste Kraft. Während des Ablaufens nimmt auch die Federkraft ab. Doch während die Kette sich um das Federhaus wickelt, wandert sie auf der Schnecke zu den grösseren Durchmessern.

Der grösser werdende Durchmesser der Schnecke kompensiert das abnehmende Drehmoment der Aufzugsfeder. So wird das Räderwerk von einer konstant bleibenden Kraft angetrieben, die Energie für den Gleichmässigkeitsaufzug bereits aufbereitet. Zu den Besonderheiten des Kalibers FB-RE.FC gehören die umgekehrte Anordnung der Schnecke und die Tatsache, dass sowohl Schnecke als auch Federhaus fliegend gelagert sind. Das bedeutet, dass sie nur von einer Seite auf der Platine befestigt sind. Diese spektakuläre Konstruktion ist patentiert und hilft, einige wertvolle Millimeter einzusparen.

Remontoir d’Égalité

Das Kaliber FB-RE.FC ist nicht nur mit einem Antrieb mit konstanter Kraft ausgerüstet, sondern darüber hinaus noch mit einem von unten sichtbaren Gleichmässigkeitsaufzug mit Sekundentakt. Es handelt sich bei diesem Zwischenaufzug um eine der komplexesten Lösungen zur Regulierung und Dosierung des Drehmoments in der Geschichte der Zeitmessung.

Dieser Mechanismus macht nicht etwa die Arbeit von Kette und Schnecke ein zweites Mal, er wirkt an ganz anderer Stelle. Die Schnecke glättet zwar das ans Räderwerk übertragene Drehmoment, doch beim Ineinandergreifen der Zähne entstehen neue Unregelmässigkeiten. Diese im Vergleich zur nachlassenden Federkraft weitaus geringeren Variationen spielen dennoch eine Rolle, wenn man die Ansprüche der Chronométrie Ferdinand Berthoud an die Präzision bedenkt.

Springende Sekunde

Der Zwischenaufzug des Chronometers FB 2RE ist spezieller Bauart, da er konzentrisch zum Hemmungsrad eingebaut ist. Er ist deshalb direkt mit der Hemmung verbunden, was die Konstruktion zu einer echten konstanten Hemmung macht. Diese Einrichtung speichert eine kleine Energiemenge in einer sekundären Spiralfeder. Letztere dient nicht als Regulator, sondern als Antrieb. Sie überträgt ihre Energie über die Hemmung auf die Unruh. Dies tut sie in so kleinen Abständen, dass etwaige Variationen der in ihr gespeicherten Kraft nicht ins Gewicht fallen. Das von der Chronométrie Ferdinand Berthoud gewählte Intervall beträgt eine Sekunde.

Die Übertragung der Energie vom Räderwerk auf die Spiralfeder des Zwischenaufzugs wird durch eine dreikantige Nocke aus Rubin geregelt. Jedes Mal, wenn sich das Hemmungsrad um 2,5 Zähne weiterdreht, befreit die Rubinnocke den zweiten Anker, der den Zwischenaufzug blockiert und lässt die Energie ins Remontoir einfliessen. Es ist damit für die nächste Sekunde aufgezogen.

Das Hemmungstrieb ist mit dem Rad des Zwischenaufzugs verbunden und dreht sich im Sekundentakt. Der zentrale Sekundenzeiger erhält seine Impulse vom Remontoir und erlaubt es dem Chronometer FB 2RE, die springende Sekunde oder ‘Seconde Morte’ anzuzeigen, wie einst die Marinechronometer oder die stehenden Regulatoren. Für eine noch präzisere Anzeige der Sekunde verläuft die Verbindung zwischen dem Hemmungstrieb und dem Sekundenrad über einen speziellen Mechanismus für springende Sekunden.

Extraleichtes System

Ein Gleichmässigkeitsaufzug verbraucht normalerweise wegen der Reibung der zusätzlichen Elemente viel Energie. Die Chronométrie Ferdinand Berthoud hat diese Reibungen minimiert, indem man den Mechanismus dort positionierte, wo die Kräfte am geringsten sind. Das Hemmungsrad erhält die geringste Kraft im gesamten Räderwerk und ist somit der ideale Kandidat für den Posten. Die Verwendung eines Nockens aus Rubin und eines dank Titan und seines sehr schlanken Profils extrem leichten Sekundenzeigers (0,01 Gramm) reduziert die Masse, die der Zwischenaufzug bewegen muss.

Die Gesamtheit dieser Entscheide erlaubt es dem Kaliber FB-RE.FC, mit einer Gangautonomie von 50 Stunden aufzuwarten. Deren Stand lässt sich auf der Rückseite des Uhrwerks dank eines gebläuten Zeigers über einem in die Platine gravierten Sektor ablesen. Das Federhaus kann sogar noch ein paar zusätzliche Stunden speichern, doch ein Arretiersystem stoppt die Uhr, wenn zu wenig Kraft für die garantierte chronometrische Ganggenauigkeit vorhanden ist.

UHRMACHERISCHE QUINTESSENZ

Optimierung der Präzision

In ihrer Entstehungsgeschichte basiert die Verbesserung der Präzisionszeitmesser auf einer fortschreitenden Optimierung des Regulierorgans, zu der Ferdinand Berthoud im Verlauf seiner Karriere einige interessante Entwicklungen beigesteuert hat. Die Chronométrie Ferdinand Berthoud führt diese Tradition mit der Einführung einer neuen zweiarmigen Unruh mit variablem Drehmoment, aerodynamischer Form und vier Regulierschrauben fort. Ihr grosser Durchmesser steht für hohes Drehmoment bei grosser Stabilität, während ihre tiefe Frequenz von 18’000 Halbschwingungen die Gangautonomie positiv beeinflusst. Ihre ruhige Schwingbewegung ist schön anzusehen und ist nahe bei derjenigen der historischen Chronometer.

Das Remontoir d’Égalité, ein Zwischenaufzug, ist ein empfindliches System, das die Reglage nicht gerade vereinfacht. Dasjenige des Chronometers FB 2RE verlangt nach einem deutlich höheren Aufwand an Sorgfalt und Zeit als jedes andere Modell. Dank der Rückkehr zu den Anfängen der reinen Chronometrie konnte die Maison einen solch aussergewöhnlichen Zeitmesser entwickeln, dessen Ausführung ebenso raffiniert ist wie dessen Entwurf. Um absolute Präzision, auch beim Stellen zu garantieren, ist das Chronometer FB 2RE mit einer Stoppsekunde ausgerüstet, einer Vorrichtung, welche die Unruh beim Ziehen der Krone stoppt. Der Träger kann mit dieser Hilfe seine Uhr sekundengenau mit einer Referenzuhr synchronisieren, genauso, wie man früher auf Entdeckungsreisen die Observationsuhren mit den Marinechronometern an Deck synchronisierte.

Herausragende Oberflächenbearbeitung

Zumal die Exzellenz des Uhrwerks sich auf demselben Niveau bewegt wie die Sorgfalt, die seiner Verzierung gewidmet wird, sind die Finissionen des Kalibers FB-RE.FC von höchster Güte. Die Oberflächen der aus Neusilber gefertigten Brücken präsentieren sich mattiert. Der samtige Glanz wird von Hand mit den Borsten einer feinen Bürste aufgebracht, noch bevor die Öffnungen gebohrt und gefräst werden. Diese überlieferte Technik verleiht den Komponenten einen einmaligen Schimmer. Da Neusilber jedoch äusserst empfindlich ist, führt jeglicher Fehler, jeglicher Kratzer und jedes Missgeschick während des Mattierens dazu, dass das Werkstück weggeworfen werden muss.

Der pfeilförmige Unruhkloben ist, genauso wie die obere Partie der treppenförmigen Hemmungsbrücke schwarzpoliert. Das Federhaus und die Schnecke sind satiniert. Dasselbe gilt für alle 790 Einzelteile der Kette. Sämtliche übrigen Komponenten werden von den Kunsthandwerkern der Chronométrie Ferdinand Berthoud mit traditionellen Werkzeugen von Hand angefasst und angliert. Die Qualitätskontrolle wird unter einer viel stärkeren Vergrösserung durchgeführt als in der Uhrmacherei üblich, nämlich mit einer Lupe mit 6,7 facher Vergrösserung. Auf diesem Niveau entgeht kein noch so kleines Detail dem Blick der Kontrolle. Dies alles steht für die Exzellenz, welche die Chronométrie Ferdinand Berthoud ausmacht. Der Respekt vor der uhrmacherischen Tradition, der sich im Chronometer FB 2RE auf moderne Weise ausdrückt, wird auch in Zukunft stets im Zentrum kommender Entwicklungen der Maison stehen.

Das Chronometer FB 2RE mit von Ferdinand Berthoud ist in zwei limitierten und nummerierten Editionen zu 10 Exemplaren erhältlich: 18 Karat Roségold mit Zifferblatt aus schwarzem Email oder 18 Karat Weissgold mit weissem Emailzifferblatt. Der Preis von 210,000.00 ist für die Art von einzigartiger Komplikation ein „Schnäppchen“.

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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