Donnerstag , 6 Oktober 2022
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Christophe Claret, der Ausnahme-Uhrmacher

Christophe Claret bringt sich mit einem Unikat erneut ins Gespräch

Laut Christophe Claret wurde das X-Trem-1 Konzept von einem Dritten entwickelt und dann von Christophe Claret übernommen und in das Konzept dieser Uhr im Februar 2012 eingebaut und erstmals lanciert. Verschiedene limitierte Versionen wurden zwischenzeitlich von Christophe Claret erfolgreich auf gelegt, jedoch kein Unikat war bisher dabei. Mit der X-Trem-1 Calavera hat sich Claret diesen Traum erfüllt.

Die X-Trem-1 in verschiedenen Versionen

Die Ur-X-Trem-1 Calavera von Christophe Claret verbindet eine einzigartige Form der Zeitanzeige mit einem polarisierenden Totenkopfdesign.

Wer zum ersten Mal eine x-Trem-1 des Schweizerischen Komplikations-spezialisten Christophe Claret sieht, traut seinen Augen kaum, denn die Zeit scheint von zwei freischwebenden Kugeln angezeigt zu werden.

Tatsächlich sind die beiden Kugeln links und rechts des 40,8 mal 56,8 Millimeter großen Gehäuses nicht mit dem Uhrwerk verbunden, sondern hängen – innerhalb von Saphirglasröhren oder, wie im vorliegenden Fall, Metallkäfigen – freischwebend in der Luft.

Da sie aber zur verlässlichen Zeitanzeige gesteuert werden müssen, gibt es selbstverständlich einen Trick, um sie an der gewünschten Stelle zu halten: Zwei Magnete werden an hauchdünnen Kunstfaserdrähten im Minuten- beziehungsweise Stundenrhythmus am Werkrand entlang gezogen, wobei ihnen die Metallkugeln folgen.

Unikat: Christophe Claret X-Trem-1 Calavera

Es gibt zwei Federhäuser, von denen eines die innovative Stunden- und Minutenanzeige antreibt und das andere das schräg stehende Tourbillon mit Energie versorgt.

Durch die unabhängigen Kraftflüsse wird die Ganggenauigkeit der Hemmung nicht von der energieraubenden Anzeigemechanik beeinflusst.

Nach diversen Kleinserien der X-Trem-1 hat Christophe Claret nun ein Einzelstück mit dem Beinamen „Calavera“ (Spanisch für „Totenkopf“) gefertigt, das der mexikanischen Kultur huldigt: Der Schädel erinnert an den Tag der Toten („día de los muertes“), den die Mexikaner um den 1. November feiern; die in Weißgold gefassten Rubine, Smaragde und Diamanten auf dem schwarz beschichteten Titangehäuse greifen die rote, grüne und weiße Farbe der mexikanischen Flagge auf; und auch die Metallkugeln der Zeitanzeige sind bei dieser Uhr in entsprechenden Farben gehalten.

Das Manufakturkaliber FLY11, dessen Präzision übrigens nicht unter den wohldosierten Magnetfeldern der Zeitanzeige leidet, wird von Hand aufgezogen und läuft dann 50 Stunden.

Die X-Trem-1 Calavera kostet rund 500.000 Euro.

Uns so funktioniert die X-Trem-1 von Christophe Claret.

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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