Sonntag , 20 Juni 2021
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Ermittlungen gegen Luxuskonzern Kering in Frankreich

Gegen das Unternehmen mit Schweizer Traditions-Luxus-Uhren-Marken wie Ulysse Nardin und Girard Perregaux wird in Frankreich wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung ermittelt.

Das Wichtigste in Kürze

Der Luxuskonzern Kering soll 2,5 Milliarden Euro hinterzogen haben.

Deswegen ermittelt nun die französische Justiz.

Die Vorgänge beziehen sich auf die Jahre 2010 bis 2017.

Mediapart

Die französische Justiz ermittelt gegen den Luxuskonzern Kering wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung. Das Unternehmen mit Marken wie Balenciaga und Yves Saint Laurent soll Aktivitäten in Italien und Frankreich in der Schweiz deklariert und so insgesamt 2,5 Milliarden Euro hinterzogen haben, wie das französische Enthüllungsportal «Mediapart» am Mittwoch berichtete.

Der Schaden in Frankreich beläuft sich demnach auf «mindestens 180 Millionen Euro». Die Pariser Finanz-Staatsanwaltschaft bestätigte auf Anfrage die Ermittlungen. Die Vorgänge beziehen sich auf die Jahre 2010 bis 2017.

Kering wies die Vorwürfe «mit grösster Entschiedenheit zurück». Die Gruppe erklärte, sie habe «keine Kenntnis» von den Untersuchungen in Frankreich. Sie werde aber mit der Justiz zusammenarbeiten.

In Italien hatte die Mailänder Staatsanwaltschaft seit Ende 2017 wegen ähnlicher Vorwürfe gegen Kering ermittelt. Dabei ging es um die Marke Gucci.

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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