Donnerstag , 22 April 2021
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Reverso Hybris Mechanica Calibre 185

Jaeger-LeCoultre lanciert die Reverso Hybris Mechanica Calibre 185 mit vier Zifferblätter

Elf Komplikationen in vier Kapiteln.

Die Grande Maison würdigt eine Ikone, die Reverso, mit der Lancierung des komplexesten Zeitmessers, den diese symbolträchtige Kollektion je gesehen hat. Die Reverso Hybris Mechanica Calibre 185 ist das Ergebnis von über sechs Jahren Entwicklung und kombiniert die wichtigsten Bereiche des Savoir-faire von Jaeger-LeCoultre mit innovativen astronomischen Anzeigen. Es handelt sich um die weltweit erste Armbanduhr mit vier funktionalen Zifferblättern. Indem sie auf dem inneren Zifferblatt der ikonischen Bodenplatte der Reverso drei verschiedene Informationen über den Mond anzeigt (den synodischen Zyklus, den drakonitischen Zyklus und den anomalistischen Zyklus), kann die Hybris Mechanica Quadriptyque bevorstehende globale astronomische Ereignisse wie einen Supermond oder eine Sonnen- bzw. Mondfinsternis ankündigen. Damit ist sie die weltweit erste Armbanduhr, die zu derart tiefgreifenden Auskünften über den Kosmos fähig ist.

Die wichtigsten Eigenschaften der Jaeger-LeCoultre Reverso Hybris Mechanica Calibre 185 (Quadriptyque)

Die weltweit erste Uhr mit vier Zifferblättern; die komplexeste Reverso, die je kreiert wurde

Insgesamt 11 Komplikationen, darunter ein Ewiger Kalender, eine Minutenrepetition, die Anzeigen des synodischen, drakonitischen und anomalistischen Mondzyklus (nie zuvor gemeinsam in einer Armbanduhr dargestellt), für die 12 Patente angemeldet wurden

Kombiniert das beispiellose Savoir-faire von Jaeger-LeCoultre im Bereich der Uhren mit Schlagwerk, präzise Mechanismen, astronomische Komplikationen und äußerst kompakte Uhrmacherkunst

Design und Konstruktion sind einfach in der Handhabung; zudem ist die komplexeste Reverso besonders komfortabel zu tragen

Nach 188 Jahren unermüdlicher Innovationskraft und mit dem Savoir-faire, das dieser zugrunde liegt, versetzt Jaeger-LeCoultre in der mechanischen Uhrmacherkunst immer wieder die Grenzen des Möglichen. Die Serie Hybris Mechanica, eine Kollektion an bahnbrechenden, höchst komplexen Zeitmessern, hat am uhrmacherischen Nachthimmel eine Sternenkonstellation von unvergleichlicher Strahlkraft hervorgebracht. 2021 erscheint der jüngste Neuzugang zu dieser überirdischen Kollektion, ein Meisterwerk, dessen Entwicklung sechs Jahre in Anspruch genommen hat – die Jaeger-LeCoultre Reverso Hybris Mechanica Calibre 185 Quadriptyque, die erste Uhr der Welt mit vier Zifferblättern, auf denen chronometrische Anzeigen zu sehen sind.

Seit dem Aufkommen von Zeitmessern für den persönlichen Gebrauch war der Wunsch des Uhrmachers, immer komplexere Uhren anzufertigen, durch das Volumen des verfügbaren Platzes eingeschränkt. Eine Vielzahl an Komplikationen in einer Uhr macht keinen Sinn, wenn diese nicht abgelesen und verständlich angezeigt werden können oder die Uhr kaum noch getragen werden kann.

Dank der gestalterischen Freiheit, die das einzigartige Design der ikonischen Reverso bietet, hat Jaeger-LeCoultre eine Weltpremiere geschaffen: ein doppelseitiges Gehäuse, das von dem hauseigenen Kaliber 185 angetrieben wird, und eine doppelseitige Bodenplatte, deren Anzeigen jeden Tag um Mitternacht dank eines genialen mechanischen, von Jaeger-LeCoultre patentierten Systems mit dem Uhrwerk synchronisiert und aktualisiert werden.

Wären die elf Komplikationen der Jaeger-LeCoultre Reverso Hybris Mechanica Calibre 185 Quadriptyque auf konventionelle mechanische Weise konzipiert, hätte dies einen Zeitmesser ergeben, der sich eher für einen Schreibtisch als für ein Handgelenk eignet. Dank beinahe zwei Jahrhunderten Expertise und einem durch und durch modernen Innovationsansatz erzählt Jaeger-LeCoultre in einem Gehäuse von 51 x 31 x 15 mm die Geschichte der kosmischen und der irdischen Zeit – eine Geschichte uhrmacherischer Virtuosität in vier Kapiteln.

KAPITEL EINS: DIE EINSTELLUNG DES UNIVERSUMS

Reverso Hybris Mechanica Calibre 185

Die Geschichte von Jaeger-LeCoultre ist tief im Streben nach Präzision und dem Erreichen dieses Ziels verwurzelt. Eine der frühesten Erfindungen des Gründers Antoine LeCoultre war das Millionometer, das erste Instrument, das eine Messung auf den Mikrometer genau ermöglichte. Heute ist Jaeger-LeCoultre unbestrittener Pionier und Marktführer in der Entwicklung außergewöhnlicher Varianten des Tourbillons, eines Mechanismus zur Steigerung der chronometrischen Leistung eines Zeitmessers. Die Reverso Hybris Mechanica Gyrotourbillon 2 (2008) verblüffte mit ihrer mehrachsigen rotierenden Unruh die Öffentlichkeit und gewann mehrere Auszeichnungen, und die Reverso Hybris Mechanica à Triptyque (2006) ist mit ihrer Kombination eines Tourbillons und einer hoch präzisen elliptischen Isometer[1]Hemmung bis heute ein Unikat. Natürlich ist das Tourbillon einer der Protagonisten der neuen Jaeger-LeCoultre Reverso Hybris Mechanica Calibre 185 (Quadriptyque). Auf der 7-Uhr-Position des Zifferblatts auf der Vorderseite des Gehäuses vollführt ein fliegendes Tourbillon (so genannt, da es aufgrund der fehlenden oberen Brücke zu schweben scheint) eine Umdrehung pro Minute und verändert dabei kontinuierlich die Position der Unruh, um eine einzige korrigierte durchschnittliche Zeitmessung zu erzeugen.

Die Unruh bildet den Kern jedes Uhrwerks und ist auch die wichtigste Komponente für unsere Zeitmessung. Da sie mit einer regelmäßigen Frequenz von 4 Hz (28.800 Halbschwingungen pro Stunde) schlägt, ist nach acht Schlägen eine Sekunde vergangen. Die Sekunden summieren sich zu Minuten, Stunden, Tagen, Wochen, Monaten und Jahren. Das vordere Zifferblatt des Gehäuses der Quadriptyque, ein Beispiel der höchsten Fähigkeiten der mechanischen Uhrmacherkunst, weist einen Ewigen Kalender auf, einen jahrhundertealten Mechanismus, der trotz der unregelmäßigen Monatslängen immer das korrekte Datum anzeigt. Er berücksichtigt sogar die Schaltjahre und zeigt alle vier Jahre den 29. Februar an. Die Präzision des Jaeger-LeCoultre Kalibers 185 kommt darin zum Ausdruck, dass die Anzeigen des Ewigen Kalenders um Mitternacht augenblicklich umspringen.

Darüber hinaus erforderte die Komplexität des Kalibers, das Datum bei 5 Uhr auf dem Zifferblatt zu positionieren. Bei Jaeger-LeCoultre kam für eine derart prestigeträchtige Uhr nur die ausgezeichnete Ablesbarkeit eines Großdatums in Frage, wodurch für die Scheiben der Datumsanzeige ein neues System entwickelt werden musste, um mit den Maßen des fliegenden Tourbillons bei 7 Uhr vereinbar zu sein. Das erste Kapitel der Jaeger-LeCoultre Reverso Hybris Mechanica Calibre 185 (Quadriptyque) ist nicht weniger als ein kraftvolles Statement der Art und Weise, wie die Grande Maison den Ausdruck der bürgerlichen Zeit beherrscht.

KAPITEL ZWEI: DER KLANG DES HIMMELS

Reverso Hybris Mechanica Calibre 185

Es gibt nur sehr wenige Uhrenmanufakturen, die über eine hauseigene Expertise für Armbanduhren mit Schlagwerk verfügen. Noch seltener sind solche unter ihnen, die dies seit 1870 praktizieren und sich somit auf anderthalb Jahrhunderte Erfahrung und Savoir-faire stützen. Es gibt nur eine Uhrenmanufaktur, die über 200 Uhrenkaliber mit Schlagwerk zu ihrem historischen und modernen Inventar zählt – die Grande Maison aus Le Sentier. Die Rückseite des Quadriptyque-Gehäuses ist eine Meisterleistung des Vermächtnisses von Jaeger-LeCoultre als innovativer Pionier der Uhren mit Schlagwerk.

Über einen Schieber gleich über der Krone wird die Melodie der Quadriptyque aktiviert. Zunächst erklingt eine Reihe tiefer Töne, die der Anzahl der Stunden entsprechen. Anschließend folgt ein Wechsel aus hohen und tiefen Tönen für die Viertelstunden. Und zuletzt ertönt eine Reihe hoher Klänge für die Anzahl der Minuten, die zu den verstrichenen Viertelstunden hinzugezählt werden müssen. Insgesamt ergibt der Klang aus Stunden, Viertelstunden und Minuten die musikalische Darstellung der aktuellen Uhrzeit. Neben einer zweiten Zeitanzeige, welche die gleiche Uhrzeit anzeigt wie das vordere Zifferblatt, allerdings mit einer springenden Stunde und einer peripheren Minute, ist das Schlagwerk der Reverso Quadriptyque vollständig zu sehen. Wenn das Schlagwerk der Quadriptyque die Zeit anzeigt, setzt sich ein Orchester aus Federn, Nocken, Hämmerchen und Tonfedern in Gang, dessen Akustik sich in der visuellen Anzeige des zweiten Zifferblatts widerspiegelt.

Durch Öffnungen in der Platine des Uhrwerks, die von Hand mit dem als „Clous de Paris“ bekannten Muster guillochiert wurden, sind Elemente des Klangmechanismus sichtbar, die auf einzigartige Weise mit der Expertise von Jaeger-LeCoultre verbunden sind. Dazu zählt der Stillklangregler, der 1895 von der Manufaktur patentiert wurde, um das Summen des älteren Ankersystems zu eliminieren. Zu den jüngeren hauseigenen Innovationen der Quadriptyque gehören die Kristalltonfedern, das quadratische Querschnittsprofil der Tonfedern selbst und die artikulierten Trébuchet-Hämmerchen. Während die Kristalltonfedern (erstmals in der Master Minute Repeater Antoine LeCoultre von 2005) die Tonfedern der Repetition direkt mit dem Saphirglas verbinden, um die akustischen Eigenschaften des Materials optimal zu nutzen, maximiert das quadratische Querschnittsprofil der Tonfedern den Kontakt und die Energieübertragung zwischen Hämmerchen und Tonfeder (seit 2006 Standard in den Repetitionsuhren von Jaeger-LeCoultre). Die artikulierten Trébuchet-Hämmerchen (entwickelt für die Hybris Mechanica Duomètre à Grande Sonnerie von 2009) erzeugen einen klaren, festen Schlag. Dank dieser Innovationen ist Jaeger-LeCoultre in der Lage, Uhren mit Minutenrepetition anzufertigen, die gegenwärtig zu den Uhren mit dem lautesten und klarsten Klang gehören.

Die Reverso Hybris Mechanica Calibre 185 enthält außerdem erstmals einen völlig neuen Mechanismus für die Klangkomponenten, um eine nahtlose Melodie ohne Pausen zwischen den Stunden, Viertelstunden und Minuten zu erzeugen. Der konventionelle Mechanismus der Minutenrepetition verwendet spezielle Drehgestelle, welche die Uhrzeit an einer Reihe von Nocken ablesen und dann die entsprechenden Klänge aktivieren. Dies führt häufig zu Pausenintervallen zwischen den Klanggruppen, insbesondere wenn nur Stunden und Minuten und keine Viertelstunden erklingen. Mit der Hybris Mechanica Master Ultra Thin Minute Repeater Flying Tourbillon (2014) und der Master Grande Tradition Gyrotourbillon Westminster Perpétuel (2019) konnten außergewöhnliche Fortschritte erzielt werden, indem diese Pausenintervalle reduziert wurden, doch die Reverso Quadriptyque hat in diesem Bereich die höchste Stufe erreicht. Indem bestimmte Schritte in der mechanischen Sequenz verfeinert und invertiert wurden, ist es mit der Quadriptyque gelungen, diese Lücken vollständig zu beseitigen.

Der Klang der Jaeger-LeCoultre Reverso Hybris Mechanica Calibre 185 ist ein ununterbrochenes Werk akustischer Exzellenz. Der Klang von Innovation auf ihrem Höhepunkt.

KAPITEL DREI: DIE ENTDECKUNG DER UMLAUFBAHN

Reverso Hybris Mechanica Calibre 185

Vor der formalen Entwicklung von Zeitmessgeräten beobachteten frühe Völker die Geschehnisse am Himmel und erfanden mächtige Mythen und Geschichten rund um den Tanz der Himmelskörper über ihnen. Die frühesten Astronomen waren auch Mathematiker, und die Instrumente, die sie basierend auf ihren Formeln konstruierten, waren in der Lage, die Position verschiedener Himmelskörper zu berechnen. Die Interaktion zwischen den Umlaufbahnen von Sonne, Erde und Mond bestimmen den Rhythmus des Lebens, und die Uhrmacherkunst entwickelte sich ursprünglich mit der Intention, Ordnung in die Welt um uns herum zu bringen. Als Uhrenmanufaktur mit fast zwei Jahrhunderten Expertise beherrscht Jaeger-LeCoultre alle Aspekte der Zeitdarstellung, von der alltäglichen Uhrzeit bis hin zu esoterischen Konstellationen. Eine der wichtigsten Komplikationen von Jaeger-LeCoultre ist die Anzeige der Sternzeit, einer Zeit, der anstatt der Sonne die Sterne zugrunde liegen und die erstmals in die Master Grande Tradition Grande Complication (2010) integriert wurde.

In diesem Jahr kombiniert Jaeger-LeCoultre zum ersten Mal in der Geschichte der mechanischen Uhrmacherkunst drei Anzeigen mit Informationen über den Mond in einer einzigen Armbanduhr – den synodischen Zyklus, den drakonitischen Zyklus und den anomalistischen Zyklus. Diese einzigartige, mikromechanische Kombination aus Anzeigen, die sich auf der Innenseite der Bodenplatte der Reverso Hybris Mechanica Calibre 185 befindet, ermöglicht die Berechnung einer Sonnen- oder Mondfinsternis und selbst die Vorhersage seltener Phänomene wie dem Supermond.

Auf der oberen Hälfte der Innenseite der Bodenplatte befindet sich eine große Darstellung der Mondphasen auf der nördlichen Hemisphäre. Ein per Laser eingravierter Mond wird entsprechend dem Mondalter im synodischen Zyklus nach und nach von einer beweglichen, blau lackierten Scheibe mit golden glitzerndem Dekor verdeckt und freigelegt. Während konventionelle Mondphasenanzeigen in 32,5 Monaten eine Abweichung von einem Tag erzeugen, braucht die Mondphasenanzeige der Quadriptyque nur alle 1.111 Jahre korrigiert zu werden.

Gleich unter der Mondphasenanzeige ist links ein Zähler mit einer dreidimensionalen Sonne aus Rotgold zu sehen, die von einem winzigen Halbmond umkreist wird. Dieser Zähler zeigt den drakonitischen Zyklus, sprich die Zeitpunkte, an denen sich die Mondbahn und die Umlaufbahn der Erde um die Sonne (ekliptische Ebene) schneiden. Ein solcher Schnittpunkt erfolgt zweimal pro Zyklus und wird in dem Zähler durch die horizontale Ausrichtung von Mond und Sonne angezeigt. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich Mond, Erde und Sonne auf der gleichen Ebene, was aber nicht bedeutet, dass sie in einer Linie ausgerichtet sind. Für dieses Phänomen, auch Syzygie genannt, ist eine zusätzliche Bedingung erforderlich – der Mond muss sich in seiner Neumond- oder Vollmondphase befinden. Wenn das geschieht, ist auf der Erde bei Vollmond eine Mondfinsternis zu sehen und bei Neumond eine Sonnenfinsternis. Die tatsächliche Sichtbarkeit der Finsternis hängt allerdings von zahlreichen Faktoren wie unter anderem dem geografischen Standort des Betrachters ab.Rechts von dem Zähler des drakonitischen Zyklus ist eine gewölbte Mikromalerei der Erde aus Email zu sehen, die von einem Halbmond auf einer exzentrischen Umlaufbahn umkreist wird. Dieser Zähler repräsentiert den anomalistischen Zyklus und zeigt die variierende Distanz zwischen Erde und Mond an. Im sogenannten Apogäum (Erdferne) ist der Mond am weitesten von der Erde entfernt, während er sich im Perigäum (Erdnähe) in kürzester Distanz zur Erde befindet. Wenn sich der Mond in einer Vollmondphase im oder nahe dem Perigäum befindet, bezeichnet man dieses Ereignis als Supermond, da der Mond am Himmel dann bis zu 14 Prozent größer wirken kann als üblich.

Die kombinierte Anzeige des synodischen, drakonitischen und anomalistischen Zyklus in einer Armbanduhr ist in der Uhrmacherkunst eine Premiere. Die letzten beiden Anzeigen sind sogar durch ein Patent geschützt, wodurch die Reverso Hybris Mechanica Calibre 185 die einzige Uhr ist, die derart tiefgreifende Informationen über astronomische Phänomene liefert.

Die Hybris Mechanica Kollektion von Jaeger-LeCoultre nahm 2003 mit der Atmos Mystérieuse ihren Anfang und umfasst inzwischen nahezu 20 bahnbrechende uhrmacherische Kreationen. Dazu zählen die Master Hybris Mechanica Gyrotourbillon 1 (2004), die Reverso Hybris Mechanica Grande Complication à Triptyque (2006), die Master Ultra Thin Minute Repeater Flying Tourbillon (2014) und die Master Grande Tradition Gyrotourbillon Westminster Perpétuel (2019). Das Wort „Hybris“ stammt aus dem Griechischen und bezeichnet den Übermut der legendären Helden des Altertums. Es handelt sich um ein Versprechen von Jaeger-LeCoultre, die Horizonte der Uhrmacherkunst stetig zu erweitern. Ein Versprechen, das diese Kollektion seit 18 Jahren pflichtbewusst hält.

KAPITEL VIER: DIE RÜCKSEITE DES UNIVERSUMS

Die Jaeger-LeCoultre Reverso entstand im Jahr 1931 aus dem Wunsch, die filigranen uhrmacherischen Mechanismen vor dem tänzelnden Gefecht aus Schlägern und Hufen beim Polospiel zu schützen.

Heute, 90 Jahre später, spiegelt sich in der Reverso Hybris Mechanica Quadriptyque ein weit älterer Tanz wider, einer, der den Rhythmus unseres Kalenders nach Regeln bestimmt, die ebenso präzise und strukturiert sind wie die des Polosports.

Die originale Reverso besaß ein einziges Zifferblatt zur Anzeige der Uhrzeit sowie ein Gehäuse, das sich in seiner Schale wenden und einen soliden Gehäuseboden zum Vorschein kommen ließ. Die nächste Generation der Reverso wies ein zweites Zifferblatt auf dem Gehäuseboden auf, entweder mit einem unterschiedlichen Design, um sich der ästhetischen Präferenz des Trägers anzupassen (Duetto), oder mit einer zweiten Zeitzone (Duoface), um auf Reisen eine zusätzliche Funktion zu bieten. Die Reverso Hybris Mechanica à Triptyque (2006) verkörperte in der uhrmacherischen Innovation einen enormen Fortschritt und enthielt eine dritte Anzeige, die sich auf der Innenseite der Bodenplatte befand. Dieses Jahr erscheint mit der Reverso Hybris Mechanica Calibre 185 (Quadriptyque) die weltweit erste Armbanduhr mit vier Zifferblättern, der ultimative Ausdruck des Reverso Konzepts. Auf dem vierten Zifferblatt der Quadriptyque, das sich auf der Außenseite der Bodenplatte befindet, sind die Mondphasen auf der südlichen Hemisphäre zu sehen. Meistens werden die Mondphasen aus der Perspektive der nördlichen Hemisphäre angezeigt. Die Anzeige der Mondphasen auf der südlichen Hemisphäre auf dem vierten Zifferblatt der Quadriptyque ist die Vollendung des dualistischen Charakters der Reverso. Eine mit Sternen bedeckte Himmelskarte, die eingraviert und in abgestuften Blautönen lackiert wurde, bildet den Hintergrund für einen Mond aus Rotgold, der wie die Karte im Atelier der Métiers Rares von Jaeger-LeCoultre angefertigt wurde.

Reverso Hybris Mechanica Calibre 185

Das Geheimnis der vier funktionalen Zifferblätter der Reverso Hybris Mechanica Quadriptyque beruht auf einer Lösung, die erstmals für die Reverso Hybris Mechanica Grande Complication à Triptyque (2006) verwendet wurde. Jede Nacht um Mitternacht fährt ein Stift aus dem Uhrwerk im Gehäuse aus und aktiviert einen mechanischen Korrektor in der Bodenplatte, der die dortigen Anzeigen aktualisiert.

Der Antriebsmechanismus dieser Anzeigen ist direkt in die Bodenplatte selbst integriert, ohne zusätzliche Uhrwerksplatinen, die eine größere Höhe der Uhr erfordern würden. Dank der Expertise von Jaeger-LeCoultre im Bereich der extrem kompakten Uhrmacherkunst ist die Quadriptyque trotz ihrer zahlreichen Anzeigen und Komplikationen eine der am komfortabelsten zu tragenden Uhren unserer Zeit.

EINE DARSTELLUNG DER EWIGKEIT

Die Jaeger-LeCoultre Reverso Hybris Mechanica Calibre 185 wird in einem außergewöhnlichen Uhrenetui mit einem eingebauten Mechanismus geliefert, der dem Träger ermöglicht, alle kalendarischen und astronomischen Anzeigen schnell und intuitiv einzustellen, wenn die Uhr längere Zeit nicht getragen wurde.

Zunächst wird über eine Krone mit zwei Positionen an der Seite des Etuis die Anzahl der verstrichenen Tage eingestellt, seit die Uhr zuletzt getragen wurde. Wenn sich die Quadriptyque in dem Korrekturrahmen befindet, kann sie über die Krone des Etuis, wenn sie in die zweite Position gebracht wurde, aufgezogen werden, um in kurzer Zeit das aktuelle Datum für alle kalendarischen und astronomischen Anzeigen der Uhr einzustellen. Es besteht kein Risiko, die Uhr zu weit vorzustellen oder das Uhrwerk zu beschädigen, da der gesamte Vorgang über den Korrekturmechanismus des Etuiskontrolliert wird.

Der neueste Zeitmesser der Hybris Mechanica Kollektion erforderte sechs Jahre Forschung und Entwicklung. Möglich war dies nur dank der 188 Jahre Innovation und Expertise, die sich in den Werkstätten der Grande Maison angesammelt haben. Mit der Reverso Hybris Mechanica Calibre 185 Quadriptyque bestätigt die Maison Jaeger-LeCoultre ihre Position auf dem Gipfel der mechanischen Uhrmacherkunst und ihr Engagement für die Erweiterung des uhrmacherischen Savoir-faire.

Reverso Hybris Mechanica Calibre 185

TECHNISCHE DATEN

REVERSO HYBRIS MECHANICA CALIBRE 185

Gehäusematerial: Weißgold
Abmessungen des Gehäuses: 51,2 x 31 mm, Höhe: 15,15 mm
Uhrwerk: Mechanisches Werk mit Handaufzug, Kaliber Jaeger-LeCoultre 185

Funktionen:
Zifferblatt 1: Stunde und Minute, Tourbillon (Sekundenanzeige), springender Ewiger Kalender, Großdatum, Wochentag, Monat, Schaltjahr, Tag-/Nachtanzeige

Zifferblatt 2: Springende digitale Stunde, Minute, Minutenrepetition (mit System zur Eliminierung derPausenintervalle)

Zifferblatt 3: synodischer Mondzyklus (Mondphasen auf der nördlichen Hemisphäre), drakonitischer Mondzyklus (Höhe des Mondes), anomalistischer Mondzyklus (Erdferne und Erdnähe), Monat, Jahr

Zifferblatt 4: Mondphasen auf der südlichen Hemisphäre

Gangreserve: 50 Stunden
Wasserdichtigkeit: 30 Meter
Armband: Blaues Alligatorleder
Referenz: Q7103420
Auf 10 Exemplare limitierte Auflage
Preis auf Anfrage

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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