Donnerstag , 22 April 2021
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Louis Vuitton brilliert mit der Tambour Carpe Diem

Die neue Tambour Carpe Diem von Louis Vuitton ist die Jacquemart-Uhr des 21. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt dieser Kreation steht ein subversives Vanitasmotiv mit Totenkopf und Schlange, das in einer schillernden Show inszeniert wird.

Die neue Tambour Carpe Diem von Louis Vuitton ist die Jacquemart-Uhr des 21. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt dieser Kreation steht ein subversives Vanitasmotiv mit Totenkopf und Schlange, das in einer schillernden Show inszeniert wird.

Die Louis Vuitton Tambour Carpe Diem

Jacquemart-Uhr der Moderne

Die Entwicklung dieser Automatenuhr dauerte ganze zwei Jahre. Louis Vuitton konnte sich dabei auf die Erfahrungen stützen, die es bei Spezialaufträgen für Uhren dieser Art bereits gesammelt hatte. Michel Navas, Uhrmachermeister bei Louis Vuitton erklärt, dass es das Ziel war, die Vision einer modernen Jacquemart-Uhr des 21. Jahrhunderts zu schaffen.

Bei der Louis Vuitton Tambour Carpe Diem steht das Vanitasmotiv im Mittelpunkt.

Ursprünglich fanden sich Jacquemart-Automaten auf Kirchtürmen, die zur vollen Stunde schlugen. Später wurden diese für Zeitmesser miniaturisiert und ihre Funktionen im Wesentlichen dekorativ. Mit diesem Modell will Louis Vuitton den Jacquemart-Uhren ihre ursprüngliche Bedeutung zurückgeben. Bei diesem Modell wurde das Gerüst der Tambour Carpe Diem um zwei Hauptachsen herum gebaut. Der Automat ist hier rein funktional eingesetzt, da er die Zeit ganz ohne Zeiger anzeigt. Wenn man einen Drücker betätigt, erwacht am Handgelenk die Miniaturszene auf dem Zifferblatt zum Leben. Die Schlange und der Totenkopf nehmen die Rolle des Jacquemarts ein und zeigen die Uhrzeit an. Gleichzeitig ist das Vanitasmotiv, das die Schlange und der Totenkopf darstellen, auf positive und zugleich auch subversive Art und Weise umgesetzt.

„Carpe Diem“, so lautet das Motto.

Vier Komplikationen

Ausgestattet ist die Uhr mit vier Komplikationen. Eine springende Stunde, eine retrograde Minute, eine Gangreserveanzeige und der Mechanismus des Automaten. Auf der Tambour Carpe Diem kann die Uhrzeit vom Träger bei Bedarf abgelesen werden. Will dieser die Zeit ablesen, drückt er auf der rechten Seite den reptilienförmigen Drücker. Der Schlangenkopf hebt sich, um die auf der Stirn des Totenkopfs verborgene Zeitanzeige sichtbar zu machen. Der Schwanz der Schlange schwingt in Richtung der Minutenanzeige, die sich unter dem Stundenglas für die Gangreserve befindet. Gleichzeitig erscheinen Monogrammblumen anstelle des Auges und der Mund des Totenkopfes verzieht sich zu einem spöttischen Lachen und die Worte “Carpe Diem” – “Nutze den Tag” werden sichtbar.  Dieses erstaunliche Spektakel dauert ganze 16 Sekunden.

In der Tambour Carpe Diem ist das Kaliber LV 525 verbaut, das für mehrere Patente angemeldet ist und über 100 Stunden Gangreserve verfügt. Das Uhrwerk ist so konstruiert, dass auf der Rückseite eine Totenkopfform sichtbar ist. Eingebaut ist das Uhrwerk in ein Gehäuse mit einem Durchmesser von 46,8 mm und aus 18 Kt. Roségold.

Das Uhrwerk der Tambour Carpe Diem ist wie ein Totenkopf gestaltet.

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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