Donnerstag , 6 Oktober 2022
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Bvlgari Octo Finissimo Perpetual Calendar: ein neuer Weltrekord

Der “Octo Finissimo Perpetual Calendar”, der dünnste Zeitmesser seiner Art, gibt sein Debüt.

Mit der neuen Octo Finissimo Perpetual Calendar stellt Bvlgari wieder einmal einen Weltrekord auf. Dieses neueste aller Bvlgari-Modelle führt eine seit 2014 bestehende Tradition fort. Bis jetzt entwickelte die Marke sieben verschiedene Octo Finissimo-Modelle. Damit hat sich das italienische Unternehmen seinen Platz unter den renommiertesten Uhrenmarken der Welt wahrlich verdient. Das Beste daran: Hier geht es nicht nur um ein Wunder der Technik. Auch in Sachen Design gilt die Octo Finissimo als eine der potenziellen Ikonen der Uhrenwelt. 

Bvlgari Ocoto Finissimo Perpetual Calender

Bei Bvlgari ist es inzwischen fast Tradition, jedes Jahr eine neue technische Sensation zu präsentieren, die alle bisherigen Rekorde in den Schatten stellt. Insbesondere hat dieser Hersteller es sich zum Ziel gesetzt, möglichst dünne und flache Uhrwerke zu entwickeln. Alles begann 2014 mit dem weltweit flachsten Tourbillon-Werk mit Handaufzug. Im Jahr 2015 gab es leider kein neues Meisterwerk. Seitdem hat Bvlgari jedoch sechs Jahre in Folge aufregende Rekorde aufgestellt: 2016 erschien das flachste Kaliber mit Minutenrepetition, 2017 die flachste Automatikuhr, 2018 das flachste automatische Tourbillon-Werk, 2019 der flachste Chronograph mit GMT-Funktion sowie 2020 der flachste skelettierte Tourbillon-Chronograph. 

Dieses Jahr dreht sich alles um die Octo Finissimo Perpetual Calendar. Diese Uhr verfügt über das weltweit flachste Uhrwerk mit ewigem Kalender. Ihr Kalender muss nicht vor Februar 2100 korrigiert werden. Ja, Sie haben richtig gelesen. Die nächsten 79 Jahre müssen Sie sich keine Gedanken darüber machen, ob Uhrzeit, Datum und Jahr stimmen. All das sehen Sie bei einem Blick auf Ihr Handgelenk. 

Bulgari Octo Finissimo

Die Basis für dieses brillante Meisterwerk bildet die bekannte 40 mm große Octo Finissimo mit sandgestrahltem Titangehäuse und integriertem sandgestrahltem Titanarmband. Auf dem Zifferblatt zeigen Stundenindizes und zentrale Zeiger die Zeit an. Der eigentliche Blickfang sind jedoch die retrograden Datums- und Schaltjahresanzeigen des ewigen Kalenders sowie die Tages- und Monatszifferblätter. Sie alle können über die drei Drücker an der Gehäuseseite eingestellt werden. Der Drücker für das Datum befindet sich bei 2 Uhr, der für den Monat bei 4 Uhr, und ein dritter Drücker für den Tag sitzt zwischen 8 und 9 Uhr. 

Das Beeindruckendste an dieser Uhr ist, dass ihr vom Hersteller entwickeltes Kaliber namens BVL 305 all dies bei einer Bauhöhe von nur 2,75 mm leistet. Dieses atemberaubende Stück Uhrmacherkunst besteht aus 408 Einzelkomponenten, hat eine Gangreserve von 60 Stunden und ist durch einen Saphirglasboden sichtbar. Dank ihres ultradünnen Kalibers stellt diese Octo Finissimo mit ihrem schlanken Profil von nur 5,80 mm Stärke einen neuen Rekord auf. 

Bvlgari Octo Finissimo

Zum Beweis, dass sie dieses Modell nicht nur aus Titan herstellen können, bietet Bvlgari die gleiche Uhr auch in Platin an. Die Auflage dieser Sonderedition ist jedoch auf nur 30 Exemplare beschränkt. Sie verfügt über das gleiche Uhrwerk und das gleiche schlanke Gehäusedesign – jedoch ausgeführt in Platin. Darüber hinaus ist die Platinversion mit einem atemberaubenden blauen Zifferblatt und einem blauen Lederarmband ausgestattet. Damit wirkt die limitierte Auflage wesentlich edler und weniger futuristisch als das Standardmodell.

Bvlgari Octo Finissimo Tadao Ando Limited Edition

Bei Bvlgari gibt es allerdings noch mehr spannende Neuigkeiten im Hinblick auf die Octo Finissimo. Der Hersteller präsentierte auch ein besonderes Modell, das in Zusammenarbeit mit dem japanischen Architekten Tadao Ando entstand. Dieses Modell ist bereits die zweite Uhr, die Bvlgari gemeinsam mit Ando entwickelte, dessen Arbeit sich auf Schlichtheit und das Wesentliche der Dinge konzentriert. Beim ersten Mal stellte Ando die Zeit mittels konzentrisch gravierter Kreise auf dem Zifferblatt dar. Dieses Design steht für das schwarze Loch, in dessen Tiefen die Zeit geboren wird. Diese sehr konzeptionelle Uhr erntete viel Lob und gute Kritiken.

Bvlgari octo finissimo Tadao Ando

Das neue Modell ist ebenfalls ein ziemlich konzeptionelles Kunstwerk. Es stützt sich ebenfalls auf das Konzept des Mikazuki, das Ando bereits für sein erstes Modell verwendet hat. Das japanische Wort Mikazuki bezeichnet die Mondsichel, genauer gesagt den zunehmenden Mond am dritten Tag des Mondzyklus. Er symbolisiert die natürliche Bewegung der Zeit, wobei der Schatten der Erde den Mond teilweise verdeckt, sodass wir nur eine dünne Sichel sehen.

Bvlgari Octo Finissimo Tadao Ando Limited Edition

Der Mond war schon immer von großer Bedeutung für die Bestimmung der Zeit und fungiert heute genauso wie vor Tausenden von Jahren als Uhr und Kalender für Mensch und Natur. Die japanische Kultur drückt diesen Zusammenhang zwischen Mond und Zeit in dem Zeichen 月 (tsuki) aus. Es bedeutet „Monat“ oder auch „Mond“. Die Mondsichel am nächtlichen Himmel steht für Hoffnung in der Dunkelheit und eine glückliche Zukunft.

Bvlgari Octo Limited Edition

Die zweite limitierte Edition von Tadao Ando ist minimalistisch gehalten und besitzt ein tiefblau lackiertes Zifferblatt. Die Zeitspirale beginnt an der Basis des Sekundenzeigers. Bei 5 Uhr liegt eine goldene Mondsichel. Indem Ando das Zifferblatt auf diese beiden Elemente beschränkt, stellt er sein Verständnis der Zeit auf einer Uhr dar. Das Zifferblatt wird von einem schwarzen Keramikgehäuse mit einem transparenten Gehäuseboden umschlossen, der die Signatur des Architekten trägt. Es wird lediglich 160 Exemplare dieses einmalig verarbeiteten Modells geben. Das demonstriert, wie sehr die Octo Finissimo über ihre ursprüngliche Form hinauswachsen kann. Sie ist sogar in der Lage, als perfekte Leinwand für konzeptionelle Uhren wie die Tadao Ando Limited Edition zu fungieren. So werden die geradezu unbegrenzten Möglichkeiten der spektakulären Bvlgari Octo Finissimo deutlich.

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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