Montag , 17 Mai 2021
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MB&F: 10 Jahre Legacy Machines

MB&F feiert 10 Jahre Legacy Machines mit der neuen LMX. Das X steht hier für mehr als nur die Ziffer 10: Die LMX ist der Scheideweg zwischen dem ersten und dem zweiten Jahrzehnt der Legacy Machine Kollektion.

Im Oktober 2011 hatte MB&F gerade die Legacy Machine N°1 lanciert, die erste Kreation einer neuen Kollektion, neben den bereits vorhandenen Horological Machines; ein Kreativlabor, zwei Interpretationen von Zeitmessung.

Die LMX kehrt zurück zu diesem ersten Berührungspunkt mit der Legacy-Machine-Kollektion und präsentiert sich mit der ins Zentrum gerückten fliegenden Unruh und zwei Zifferblättern zunächst sehr ähnlich, obwohl der Rest ganz anders ist.

Die MB&F X: Das Erbe eines Jahrzehntes

Im Universum von MB&F hat X eine besondere Bedeutung, ausgehend von der römischen Ziffer für 10. X steht für einen zehnten Jahrestag, wie bei der HM3 FrogX (2020), die genau ein Jahrzehnt nach der totemistischen HM3 entstand, oder bei der HMX (2015), der Hauptakteurin im zehnten Jahr des Bestehens von MB&F.

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Das X steht hier für mehr als nur die Ziffer 10: Die LMX ist der Scheideweg zwischen dem ersten und dem zweiten Jahrzehnt der Legacy Machine Kollektion. Wem die allererste Legacy Machine von MB&F vertraut ist, der wird die Funktionsweise der LMX instinktiv verstehen

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Zwei unabhängige Zeiteinstellungen auf geneigten Zifferblättern

Zwei mit Dehnlack veredelte, weiße Zifferblätter, jedes mit eigener Stunden- und Minutenanzeige. Die Zeit auf dem rechten Zifferblatt wird mithilfe der Krone bei 2 Uhr eingestellt, in die die Streitaxt von MB&F-Axt eingraviert ist und die auch zum Aufzug des Uhrwerks dient.

Auf der Krone bei 10 Uhr, mit der die Zeit auf dem linken Zifferblatt eingestellt wird, symbolisiert eine eingravierte Weltkugel die Möglichkeit, eine zweite Zeitzone zu verwenden.

Im Unterschied zur ersten Legacy Machine sind jedoch beide Zifferblätter geneigt – eine komplexere Funktion, mit der die neuesten Legacy Machines ausgestattet sind und die eine Energieübertragung aus horizontalen in vertikale Ebenen über konische Zahnräder erforderlich macht.

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Offengelegte Mechanik unter einer Saphirglas-Kuppel

Während bei den ersten Legacy Machines zwischen Zifferblatt und Saphirglaskuppel nur ausgewählte Details zur Schau gestellt wurden, zeigten sich spätere Modelle wie die LM Perpetual, die LM FlyingT und die LM Thunderdome offener und präsentierten voller Stolz ihre Mechanik. Die LMX schließt sich diesem Ansatz an und offenbart Funktionselemente wie die streitaxtförmige Hemmungsbrücke und Komponenten des Zahnradgetriebes. Drei große Räder sind besonders gut sichtbar: Zwei befinden sich jeweils neben den Aufzugskronen und werden beim Einstellen der Uhrzeit auf der entsprechenden Zeitanzeige in Bewegung gesetzt und bei dem Rad bei sechs Uhr handelt es sich um das gängige Sekundenrad.

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Besonders hervorzuheben ist die neue, speziell gefertigte Unruh, ein 13,4-mm-Koloss mit Gewichtchen, die eine Abkehr von den traditionelleren geschraubten Unruhen darstellt und dem Uhrmacher bei der Regulierung des Herzens der LMX höhere Präzision ermöglicht. Eine weitere Raffinesse sind die polierten Arme der auf dem Zifferblatt deutlich sichtbaren geraden Brücken, die von Hand finissiert wurden, um den Oberseiten ein geschwungenes bercé-Profil zu verleihen.

Halbkugelförmige 7-Tages Gangreserve-Anzeige

Die Legacy Machine No1 schrieb mit der weltweit ersten vertikalen Gangreserveanzeige Geschichte – und die LMX ehrt dieses Stück Geschichte mit einer völlig neuen dreidimensionalen Anzeige, die die beeindruckende Gangreserve der Maschine von sieben Tagen (168 Stunden) hervorhebt. Die weiterentwickelte Anzeige bietet zwei Modi, wie die verbleibende Gangreserve heruntergezählt wird: auf den gegenüberliegenden Seiten einer Halbkugel bewegt sich jeweils ein Markierungskopf in einem gewölbten Rahmen. Auf dem einen Rahmen sind die Zahlen 1 bis 7 zu sehen, auf dem anderen die Wochentage.

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Die Vielschichtigkeit dieses komplexen und völlig neuen Zusammenspiels von Komponenten wird durch die Rotation der gesamten Gangreserveanzeige gekrönt. Träger der LMX können so ihre bevorzugte Gangreserveanzeige auswählen: Wenn sie die Streitaxtkrone nach dem vollständigen Aufladen der Gangreserve noch weiterdrehen, können sie die Ausrichtung der Anzeige justieren, um dann beim Tragen der LMX am Handgelenk entweder die Skala mit den Wochentagen oder die Skala mit den Ziffern im Blick zu haben.

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Symmetrische Konstruktion des Uhrwerkes

Wie ein perfekt ausbalanciertes X ist auch die Maschine der LMX völlig symmetrisch – nicht nur auf der Zifferblattseite, sondern auch beim Blick durch die Gehäuserückseite aus Saphir: Dieser gibt den Blick auf die drei Federhäuser frei, die gleichmäßig um das Zentrum positioniert sind und durch das Sonnenstrahlmuster des Genfer Wellenschliffs akzentuiert werden. Ein Augenschmaus für all diejenigen, die der Sprache der Uhrwerke mächtig sind und sogleich erkennen, dass die Platzierung jeder einzelnen Komponente von meisterhafter Konzeption und ausgeklügelter Planung zeugt.

Das X in LMX ist mehr als ein Symbol für Symmetrie oder eine Alternative für die Ziffer 10. Die LMX ist die Kreuzung, an der das erste und das zweite Jahrzehnt der Legacy-Machine-Kollektion aufeinandertreffen.

Die LMX ist in zwei limitierten Launch Editionen erhältlich:

– 18 Exemplare in 18-Karat-Rotgold mit schwarzer NAC-Beschichtung auf Platinen und Brücken;

– 33 Exemplare in Titan Grade 5 mit grüner CVD-Beschichtung auf Platinen und Brücken.

Die LMX und ihre technischen Features:

Gehäuse: Abmessungen: Durchmesser 44 mm, Höhe 21,4 mm, 27 Bauteile

aus 18-Karat-5N+Rotgold, limitiert auf 18 Exemplare oder aus Titan Grade 5, limitiert auf 33 Exemplare

Die Maschine (konventionell: Das Werk): Dreidimensionales mechanisches Uhrwerk aus 367 Bauteilen, exklusiv von MB&F entwickelt. Handaufzug mit drei Federhäusern, Spiralfeder: mit Breguet-Endkurve und beweglichem Spiralklötzchenhalter, Schwingfrequenz: 18 000 A/h (Halbschwingungen pro Stunde) / 2,5 Hz

41 Lagersteine. Futter: Goldchatons mit Diamant-Ansenkungen. Gangreserve: 7 Tage (168 Stunden). Unruh: neue, speziell gefertigte 13,4-mm-Unruh mit Gewichtchen, über dem Uhrwerk schwebend

Zeitanzeige auf zwei geneigten Zifferblättern mit Veredelung durch Dehnlack-Technik

Finissierung: Finissierung der Uhrwerkskomponenten von Hand im Stil des 19. Jahrhunderts; in höchster Handwerkskunst ausgeführte Fasenwinkel; polierte Fasen; Genfer Wellenschliff; Handgravuren; polierte Arme der auf dem Zifferblatt deutlich sichtbaren geraden Brücken, von Hand finissiert für ein geschwungenes „bercé”-Profil auf den Oberseiten.

Funktionen: Stunden und Minuten: zwei Zifferblätter mit unabhängiger, frei wählbarer Zeiteinstellung.

Einzigartige halbkugelförmige Gangreserve mit Anzeige der verbleibenden Gangreserve in Wochentagen oder im 7-Tages-Format; die bevorzugte Anzeige kann durch Rotation justiert werden.

Mit der linken Krone bei 10 Uhr wird die Zeit auf dem linken Zifferblatt eingestellt, die rechte Krone bei 2 Uhr reguliert die Zeit auf dem rechten Zifferblatt und dient zum Aufzug des Uhrwerks.

Glas: Gewölbtes Saphirglas und Sichtboden beidseitig entspiegelt.

Armband und Schließe: Handgenähtes Armband aus schwarzem Alligatorleder mit Faltschließe aus 5N+-Gold für die Rotgold-Version und handgenähtes Armband aus grauem Alligatorleder mit Faltschließe aus Titan für die Titan-Edition.

Die unverbindlichen Preisempfehlungen:

Version 18-Karat-5N+Rotgold (limitiert auf 18 Exemplare, Warteliste)  CHF 121.000/ ≃ € 109.107

Version aus Titan Grade 5 (limitiert auf 33 Exemplare, Warteliste) CHF 106.000 / ≃ € 95.582

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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