Sonntag , 20 Juni 2021
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Bovet 1822 lacht sich Rolls Royce an

Auf einen Blick

Rolls-Royce stellt den „Boat Tail“ vor, eine als Einzelstück konzipierte Karosserie-Spezialanfertigung, in deren Armaturenbrett Uhren von BOVET Platz finden, die zu 100 % maßgefertigt sind

Der Boat Tail stellt eine Auftragsarbeit dar, in deren Rahmen BOVET 1822, Rolls-Royce und die auftraggebenden Kunden gemeinsam Luxus, Design und Kultur neu ausloten

Das Befestigungssystem für die Uhren im Armaturenbrett ist ein absolutes Novum und erforderte jahrelange Forschung sowie umfangreiche Tests (Schwingungen, Temperatur, Feuchtigkeit und sogar Auto-Crashtests)

Die mechanischen Zeitmesser mit Tourbillon und der unglaublichen Gangreserve von fünf Tagen von BOVET eignen sich perfekt zur Integration in das Armaturenbrett, da sie so konstruiert sind, dass sie auch in vertikaler Lage präzise bleiben

Die Abteilung für Spezialanfertigungen von Rolls-Royce und die maßgefertigten Uhren von BOVET stellen eindrucksvoll eine zeitgemäße Zusammenarbeit in ihrer schönsten Form unter Beweis

Maßgefertigte Zeitmesser und ein Befestigungssystem für das Armaturenbrett, das gleichzeitig mit der eigens konzipierten Auto-Spezialanfertigung entwickelt wurde

Seit den Anfängen der Motorisierung sind die Zeit und das Automobil untrennbar miteinander verbunden. In der Welt der Autos hatten die Uhren immer ihren angestammten Platz. Entweder wurde mit ihnen die Geschwindigkeit über eine bestimmte Strecke gemessen oder aber lieferten sie ihrem Besitzer stets die korrekte Zeit.

Doch niemals waren Uhren und Autos so stark miteinander verbunden wie heute. Denn erstmals wurden zwei Tourbillon-Uhren von BOVET 1822 gleichzeitig mit einer Spezialanfertigung von Rolls-Royce konzipiert, gestaltet und entwickelt. Dank des revolutionären und patentierten Amadeo-Systems können diese Zeitmesser von einer Armbanduhr in eine Taschen-/Anhängeruhr und in eine Tischuhr umgewandelt werden … und nun auch … ganz genau … in eine Armaturenbrettuhr.

Das Konzept geht auf einen leidenschaftlichen Sammler von Rolls-Royce und BOVET 1822 zurück. Vorgesehen waren der Entwurf und die Fertigung eines Rolls-Royce Einzelstücks und zweier ebenso passender wie einzigartiger BOVET 1822 Zeitmesser, von denen einer dem Ehemann und der andere der Ehefrau zugedacht ist. In einer dreijährigen Entwicklungszeit erschufen BOVET 1822 und Rolls-Royce etwas, was es in beiden Branchen in dieser Form noch nicht gegeben hat.

Da die mechanischen Tourbillon-Uhren für den Einsatz als Armaturenbrettuhren im Auto vorgesehen waren, mussten auch bei der Entwicklung neue Wege gegangen werden, weil es die Uhren nun als Teil des Autos zu betrachten galt. Infolgedessen mussten sowohl der Halter als auch die Uhr, deren 51 Bauteile von Bovet entwickelt und gefertigt wurden, so wie jedes andere Teil des Fahrzeugs auch unter anderem auf Schwingungen und Sicherheit getestet werden. Noch nie wurde eine Uhr derartigen Prüfungen und Tests – bis hin zu Crash-Tests – unterzogen.

Aufgabe von BOVET 1822 war es, Zeitmesser zum Tragen am Handgelenk zu entwickeln, die sich im Handumdrehen auch in eine Armaturenbrettuhr zur Befestigung in einem speziellen Halter direkt im Auto verwandeln ließen.

„Als langjähriger Rolls-Royce-Besitzer und -Liebhaber ist mir die Mitarbeit an einem so besonderen Projekt der Spezialanfertigung natürlich eine besondere Freude“, erklärt Pascal Raffy, Eigentümer von BOVET 1822. „Die Ingenieure, Designer, Uhrmacher und Kunsthandwerker von BOVET 1822 sind über sich hinausgewachsen, um diese außergewöhnlichen Zeitmesser für die Kunden zu personalisieren. Dabei setzten sie nicht nur deren Wünsche um und integrierten die zentralen Elemente des als Sonderanfertigung gebauten Autos, sondern stellten sogar Uhrwerke in Einzelanfertigung her. Darüber hinaus können beide Uhren in eine eigens hierfür vorgesehene Halterung eingesetzt werden, sodass sie gewissermaßen Teil des Autos sind und daher auch den Normen der Automobilproduktion unterliegen.

„Ich bin so stolz auf das Team von BOVET 1822, das in Zusammenarbeit mit den Spitzenkonstrukteuren von Rolls-Royce etwas wahrhaft Spektakuläres geschaffen hat“, so Raffy weiter. „Die Besitzer dieser Auto-Spezialanfertigung und dieser maßgeschneiderten Zeitmesser sind liebe Freunde von mir und geschätzte Sammler von BOVET 1822. Daher war höchste Qualität das Maß der Dinge für die Entwicklung von zwei absoluten Einzelstücken, die nichts anderem gleichen, was wir je zuvor gemacht haben.“

Für Rolls-Royce stellt diese Einführung eine Rückkehr zur illustren Vergangenheit der Marke dar. „Für das Haus Rolls-Royce markiert dies einen wahrlich bedeutsamen Moment. Wir sind stolz darauf, der Welt den Rolls-Royce Boat Tail zu präsentieren. Damit unterstreichen wir, dass Spezialanfertigungen mit Karosseriebau auch künftig ein fester Bestandteil unseres Portfolios bleiben werden“, erklärt Torsten Müller-Ötvös, Chief Executive von Rolls-Royce. „Aus historischer Sicht war der Karosseriebau immer ein integraler Bestandteil der Geschichte von Rolls-Royce. In der heutigen Zeit prägt er bei Rolls-Royce das Leitbild unserer Bespoke-Modelle. Dabei ist er so viel mehr. Der Bau von Sonderkarosserien durch Rolls-Royce kommt einer Rückkehr zu den eigentlichen Wurzeln der Marke gleich. Er bietet auserwählten Personen die Möglichkeit, an der Schaffung absolut einzigartiger und persönlicher Projekte von zukünftiger historischer Bedeutung mitzuwirken.

„Rolls-Royce hat seinen treuesten Kunden ganz genau zugehört. Sie möchten ihre Beziehung zur Marke durch ehrgeizige und persönliche Statements von wahrem Luxus vertiefen“, fährt er fort. „Das Konzept von Rolls-Royce Boat Tail soll keineswegs nachträglich an Kunden verkauft werden. Ganz im Gegenteil. Denn Rolls-Royce glaubt an absolute Authentizität und der Boat Tail bildet den Abschluss einer vierjährigen Zusammenarbeit mit überaus besonderen Kunden von uns.“

ZEITLOSE LEIDENSCHAFT – EINE ECHTE ZUSAMMENARBEIT MIT BOVET 1822

Auf Geheiß der Kunden und entsprechend ihrer visionären Vorstellung von der Zusammenarbeit mit den treuesten Kunden fanden im Zuge dieses Vorhabens zwei große Luxushäuser zusammen. Beide eint das gemeinsame Streben nach Perfektion. So kam es, dass die Weltklasse-Handwerker aus dem Hause Bovet 1822, das seit seiner Gründung den Fokus auf Erfindungsgabe und Technik legt, erfolgreich mit den Meistern ihres Fachs, die Rolls-Royce in seinen Reihen weiß, zusammenarbeiteten.

Unsere Kunden mit einem Sinn für Mechanik wollten in der Uhrmacherei neue Wege gehen. Als geschätzte Sammler sowohl des in der Schweiz ansässigen Hauses BOVET als auch von Rolls-Royce entwickelten sie die Vision von erlesenen und bahnbrechenden Zeitmessern, die eigens für ihren Boat Tail angefertigt wurden. Beide Häuser bewiesen unermüdlichen Einsatz und eine echte Zusammenarbeit, um gemeinsam das ikonische Herzstück von Rolls-Royce, die Armaturenbrettuhr, neu zu gestalten.

Das Ergebnis ist eine Leistung, die in beiden Branchen ihresgleichen sucht. Zwei edle, umwandelbare Uhren für die Dame und für den Herrn wurden so konzipiert, dass sie am Handgelenk getragen werden können, als Tischuhr, Anhänger oder Taschenuhr verwendet werden können oder aber vorne und in der Mitte des Armaturenbretts des Boat Tail als Uhr des Autos platziert werden können.

DER BEFESTIGUNGSMECHANISMUS

Der vollständig von BOVET entworfene Halterungsmechanismus entstand zunächst auf einem leeren Blatt Papier. Denn nie zuvor war etwas dieser Art produziert worden. Als Basis des Systems bestimmten die Konstrukteure und Ingenieure von BOVET das patentierte und bewährte wandelbare Gehäusesystem Amadeo, das im Jahr 2010 eingeführt worden war und auf dessen Anpassung sie sich fortan konzentrierten.

Uhren, Halterung und das Boat Tail-Auto selbst wurden zur gleichen Zeit entworfen. Es gab also einige Variablen zu berücksichtigen, die noch nicht in Stein gemeißelt waren. Hinzu kam die Vorgabe von Rolls-Royce, das System genau dann zu entwickeln und in das Armaturenbrett einzubauen, wenn der Innenraum des Wagens fertig sein würde, um ein erneutes Öffnen des Armaturenbretts zu einem späteren Zeitpunkt zu vermeiden.

Die anfallende Kommunikation zwischen BOVET und Rolls-Royce war enorm. Immerhin galt es zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen – jegliche Schwingung des Fahrzeugs musste von den Uhren isoliert oder durch sie kompensiert werden. Auch durften keine Geräusche von den Uhren ausgehen und das System musste einfach, leicht zu bedienen und vor allem rundum sicher sein.

BOVET war von Anfang an zu einer rein mechanischen Umsetzung dieses Projekts entschlossen, ganz im Sinne der hauseigenen, handwerklichen Schweizer Handarbeit. Infolgedessen mussten die Ingenieure und Konstrukteure neue Lösungen entwickeln, da sie sich Problemen gegenüber sahen, denen sie in der Uhrmacherei zuvor noch nie begegnet waren. Ihre Lösung bestand darin, alle mechanischen Teile des Systems an der Außenseite des Armaturenbretts unterzubringen. Normalerweise bewegt sich bei ähnlichen Konstruktionen niemals das Befestigungssystem und das bewegliche Teil wird einfach eingeschoben, so wie eine CD in einen CD-Player. Hier ist es genau umgekehrt. Im Armaturenbrett ist schlicht der Halter untergebracht, die mit allen mechanischen Teilen ausgestattet ist.

Zusätzlich wurde eine spezielle Schublade entworfen, die aus demselben Leder wie die Sitze des Boat Tail gefertigt wurde. Darin finden die Uhren, die Armbänder, die Kette und der Anhänger Platz, wenn sie gerade nicht benutzt werden. Auch diese Schublade verschließt nahtlos mit dem Armaturenbrett, sodass alles nicht nur sicher sondern auch ordentlich verstaut ist. Sollte die Uhr nicht in der Halterung befestigt und im Armaturenbrett verankert sein, wird die Stelle durch eine spezielle lasergravierte und lackierte Blende abgedeckt, sodass die vollendete Ästhetik des Armaturenbretts stets erhalten bleibt.

DIE ABSOLUT EINZIGARTIGEN UHREN VON BOVET 1822

Schon lange produziert BOVET Paaruhren für Sammler auf der ganzen Welt. Die beiden Tourbillon-Uhren für den Mann und die Frau wurden völlig neu konzipiert und verfügen über frisch gestaltete 44-mm-Gehäuse aus 18-karätigem Weißgold, brandneue und einzigartige Tourbillon-Uhrwerke sowie spezielle Zifferblätter auf beiden Seiten. Dank des bereits erwähnten, exklusiven Amadeo-Systems, das von Pascal Raffy erfunden und von Bovet 1822 patentrechtlich geschützt wurde, können die Uhren ohne jegliches Werkzeug umgewandelt werden. Der Herren-Zeitmesser ist hochglanzpoliert. Der Damen-Zeitmesser hingegen zeigt kunstvolle Gravuren, die mit blauem Lack aufgefüllt wurden. Diese Arbeiten wurden in der hauseigenen Werkstatt von BOVET 1822 ausgeführt.

Beide Uhren besitzen ein Zifferblatt mit von Hand applizierten Intarsien aus Obsidian-Ayous-Ebenholz, dem exakt gleichen Holz wie beim Boat Tail. Auf dem Zifferblatt ist der Name des jeweiligen Besitzers vermerkt, während die Tourbillonbrücke eine von Hand geformte und gravierte „Spirit of Ecstasy“-Statue von Rolls-Royce ziert. Diese Figur entstand in mehreren Wochen Arbeit der Kunsthandwerker von BOVET, die das 18-karätige Gold Tag für Tag von Hand bearbeiten. Die Holzintarsien wurden von einem erfahrenen Kunsthandwerker ausgeführt, der schon sein ganzes Leben lang mit Holz arbeitet.

Auf der Rückseite sind die Zifferblätter noch persönlicher gestaltet. Die Herrenuhr verfügt über ein Aventurin-Zifferblatt, das mit der Himmelskarte des Besitzers versehen ist. Die Damenuhr hingegen besticht mit der Miniaturmalerei eines Blumenbouquets auf einem Perlmutt-Zifferblatt, das von einem Kunsthandwerker angefertigt wurde, der auf dieses Métier d’art spezialisiert ist. Bei dem Blumenbouquet handelt es sich bei BOVET 1822 um ein Thema von historischer Bedeutung, da die Maison bereits seit vielen Jahren kunstvolle und edel verzierte Paaruhren herstellt. Dieses Konzept wurde vom Besitzer ausgewählt und durch BOVET 1822 personalisiert.

Darüber hinaus zieren beide Zifferblattrückseiten handgravierte und maßgefertigte Skulpturen des Boat Tail, die in derselben Farbe wie das Auto lackiert wurden und deren Details durch Miniaturmalerei herausgearbeitet wurden (Räder, Türgriff, Spiegel usw.). Es war gar nicht so leicht, die Farbe genau zu treffen. Doch BOVET gelang dies nicht zuletzt dank der Verbundenheit von Rolls-Royce und BOVET. Die Skulptur des Wagens ist erstaunlich detailgetreu und eine realitätsnahe Darstellung des maßgefertigten Wagens – ein wahres Kunstwerk, erschaffen von den Kunsthandwerkern von Bovet. Vollendet wird diese Zifferblattseite durch die Gravur des Namens der „besseren Hälfte“ des Besitzers auf der Tourbillonbrücke.

Eine ganz besondere Herausforderung bei diesem Projekt war das Gewicht. Hier gab es von Anfang an strikte Vorgaben durch Rolls-Royce. So musste BOVET ein maximales Gewicht für die Uhren und den Halter einhalten, das nicht überschritten werden durfte. Bei der Herstellung von Uhren ist das Gewicht bei einem komplizierten Zeitmesser selten von Bedeutung. Daher wurde die Entscheidung getroffen, die Gehäusegröße so weit wie möglich auf 44 mm zu reduzieren, was die Entwicklung eines völlig neuen Gehäuses erforderte.

PERFEKT FÜR EINE TOURBILLON-UHR

Das Tourbillon wurde Ende des 18. Jahrhunderts als Lösung für ein konkretes Problem entwickelt. Denn befindet sich eine Taschenuhr längere Zeit in einer Position, beeinträchtigt die Schwerkraft die Präzision des Uhrwerks. Das Tourbillon wurde demnach erfunden, um den Auswirkungen der Schwerkraft auf die Präzision des Zeitmessers entgegenzuwirken.

Heutige Uhren werden jedoch größtenteils am Handgelenk getragen. Ein Tourbillon ist daher nicht zwingend erforderlich, da die Uhr den ganzen Tag über gedreht und bewegt wird.

Da diese einzigartigen Uhren jedoch in vertikaler Position in das Armaturenbrett eingesetzt werden, war das Tourbillon hier unabdingbar, um die von BOVET 1822 gepflegte Präzision zu erreichen. BOVET 1822 ist ein Meister des Tourbillons und stellt Kaliber mit patentierten Funktionen her, die keine andere Marke realisieren kann. Im Laufe der Jahre wurde die Maison bereits mit vielen Preisen bedacht, darunter die höchste Auszeichnung der Uhrmacherei, die Aiguille d‘Or beim Grand Prix d’Horlogerie de Genève 2018, der in der Welt der Uhrmacherkunst der Oscar-Verleihung gleichkommt. Im Jahr 2020 erhielt Bovet hier zudem den Preis der außergewöhnlichen mechanischen Uhr.

Weiterhin ist BOVET 1822 eines der wenigen Uhrenunternehmen, das seine eigenen Spiralfedern und Regulierorgane herstellt. Die Uhren verfügen außerdem über eine Gangreserve von fünf vollen Tagen und müssen daher nicht so oft aufgezogen werden. Während die heutige „Standard“-Gangreserve 48 Stunden beträgt, war es schon immer das Anliegen von BOVET 1822, den Bedürfnissen seiner Kunden mit einer nutzbringenden und robusten Gangreserve zu entsprechen. So ist es auch eine Uhr von BOVET 1822 aus dem Jahr 1910, die mit 370 Tagen den Weltrekord für die längste Gangreserve hält. Als Manufaktur mit hauseigener Produktion wurde Wert darauf gelegt, die Dauer der Gangreserve stetig zu erhöhen, ohne jedoch die Masse und Höhe des Zeitmessers zu vergrößern.

Um mögliche Auswirkungen der vom Auto kommenden Schwingungen zu reduzieren, wechselte BOVET für das Tourbillon von Kugellagern zu Zapfen und erhöhte das Gewicht der Unruh in den Uhren, was die Gangreserve reduzierte, aber die Präzision erhöhte. Gleichzeitig erhöhte BOVET zum Zwecke einer genaueren Präzision die Schwingungsrate auf 21.600.

3.000 Stunden

Die vorsichtige Schätzung der Gesamtzahl der für dieses Projekt aufgebrachten Arbeitsstunden liegt bei 3.000. Dies umfasst unter anderem Entwurf, Technik, Skulpturen, Miniaturmalerei, Intarsienarbeiten und Entwicklung der maßgeschneiderten Uhrwerke und Gehäuse.

DIE HERAUSFORDERUNG DES BOAT TAIL

„Der Rolls-Royce Boat Tail stellt die Vorstellung davon, was ein Auto ist, in Frage und schafft eine neue Definition dessen, was ein Auto bedeutet“, erklärt Alex Innes, Head of Rolls-Royce Coachbuild Design bei Rolls-Royce. „Der Boat Tail geht weit über ein reines Transportmittel hinaus. Er ist nicht nur ein Mittel zum Erreichen eines Ziels, sondern ist vielmehr das Ziel selbst. Es handelt sich um ein Konzept von außergewöhnlicher Tragweite, das letztlich ein Kunstwerk von historischer Bedeutung hervorgebracht hat.“

Auf ähnliche Weise erfüllen die beiden einzigartigen Uhren das grundlegende Ziel der Zeitmessung. Dabei geht es auch bei ihnen um mehr: das Schätzen von Schönheit, das Genießen der Reise und das Teilen einer erstaunlichen Erfahrung.

ZUSAMMENSCHLUSS VON ECHTEN BRANCHENGRÖSSEN

Die Zusammenarbeit von Rolls-Royce und BOVET 1822 ist eine perfekte Paarung. Beide Unternehmen haben sich der vollständigen Kundenzufriedenheit verschrieben und teilen zahlreiche Werte – Exzellenz, Präzision, Tradition, Leistung, Designkunst, handwerkliche Liebe zum Detail und Innovation. Die Zusammenarbeit an solch bahnbrechenden Uhren und Anzeigesystemen für das Armaturenbrett hat gänzlich neue Standards für beide Branchen gesetzt.

FAKTEN UND ZAHLEN ZU DEN EINZIGARTIGEN UHREN

Gehäusegröße: Maßanfertigung; Durchmesser: 44 mm; Höhe: 14 mm
Gehäusetyp: Fleurier-Gehäuse aus 18-karätigem Weißgold; BOVET 1822-Bogen bei 12 Uhr; 49 Bauteile
Gehäusefunktion: Gehäusesystem Amadeo; umwandelbar; Taschenuhr an Kette; Anhänger an Halskette; Tischuhr; Armaturenbrettuhr
Gehäuseveredelung: Herrenuhr hochglanzpoliert, Damenuhr von Hand graviert und aufgefüllt mit blauem Lack
Uhrwerk: Spezialanfertigung eines 60-Sekunden-Tourbillons; Handaufzug; 284 Bauteile (ohne Zifferblatt und Zeiger); 21.600 Halbschwingungen pro Stunde
Funktionen: Stunden und Minuten auf beiden Seiten (rückseitige Zeiger abgestimmt), Anzeige der Gangreserve auf der Vorderseite
Gangreserve: 5 Tage
Vorderzifferblatt Herrenuhr: Zifferblatt mit Holzintarsien aus Obsidian-Ayous-Holz; handgravierte „Spirit of Ecstasy“-Skulptur auf der Tourbillonbrücke; Schriftzug „A Special Timepiece Commission“ auf dem Zifferblatt
Vorderzifferblatt der Damenuhr: Zifferblatt mit Holzintarsien aus Obsidian-Ayous-Holz; handgravierte „Spirit of Ecstasy“-Skulptur aus 18-karätigem Weißgold; Schriftzug „A Special Timepiece Commission“ auf dem Zifferblatt
Rückseitiges Zifferblatt Herrenuhr: Blaues Aventuringlas mit Himmelskarte des Geburtstages und Geburtsortes des Besitzers; handgravierte Skulptur der Boat Tail-Spezialanfertigung, lackiert in der Farbe des Autos und mit von Hand ausgeführter Miniaturmalerei für die Details; eingravierter Name der Ehefrau auf der hochglanzpolierten (vom Uhrmacher von Hand gefertigten) Tourbillonbrücke
Rückseitiges Zifferblatt Damenuhr: Von Hand ausgeführte Miniaturmalerei eines Blumenbouquets auf dem Perlmuttzifferblatt (in Anlehnung an eine historische Uhr von BOVET 1822, Spezialanfertigung); handgravierte Skulptur der Boat Tail-Spezialanfertigung, lackiert in der Farbe des Autos und mit von Hand ausgeführter Miniaturmalerei für die Details; eingravierter Name des Ehemanns auf der hochglanzpolierten (vom Uhrmacher von Hand gefertigten) Tourbillonbrücke
Armaturenbretthalter: Aluminium und Titan; 51 Bauteile; Gravur von zwei Rolls-Royce Boat Tail-Wagen in einem auf die Uhren abgestimmten Gehäuse aus Weißgold, zum Einsetzen, wenn die Uhren sich nicht in der Halterung befinden (zu 100 % intern von BOVET entwickelt, entworfen und hergestellt)
Schublade im Auto: zur Aufbewahrung von Uhren, Armbändern, Kette, Halskette
Zertifizierung durch ein unabhängiges Testlabor: Stöße, Temperatur, Feuchtigkeit, Schwingungen

SUMMARY

Bovet 1822 ist nicht der Erste, der Rolls Royce das Thema Uhren näherbringen durfte. Ich erinnere mich noch, als ob es gestern war, 2008, durfte Girard-Perregaux einen Vintage 1945 Tourbillon in einen Rolls Royce Hyperon, ein Drophead Coupe, Designed von Pininfarina, integrieren. Der zwischenzeitlich verstorbene Luigi Macaluso, damals Inhaber der Sowind Gruppe, eine sehr grosse Persönlichkeit in der Uhrenwelt holt mich damals als „verdeckten“ Berater. Die grösste Herausforderung bei diesem Projekt, war die Befestigung im und am Armarturenbrett des göttlichen Unikats, der in Pebble Beach einen neuen Besitzer gefunden hatte. Schlussendlich wurde die Befestigung gelöst, auf dem Armaturenbrett hatten wir eine Vorrichtung plaziert, die die Armbanduhr mit dem Band und der Faltschliesse einfach befestigte. Im Armaturenbrett wurde lediglich die „nackte“ Uhr befestigt. Mit einem Klick konnte der Lenker die Uhr aus dem Armaturenbrett entfernen und die Uhr dann oberhalb des Armaturenbretts in das Armband mit der Faltschliesse einklicken und die Uhr beim Verlassen des Rolls Royce am Handgelenk elegant tragen.

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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