Sonntag , 20 Juni 2021
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Jaeger-LeCoultre eröffnet das 1931 Café

Ab dem 13. Juni heißt die Maison Jaeger-LeCoultre Gäste in ihrem neuen 1931 Café willkommen – einem eleganten und einladenden neuen Veranstaltungsort, der anlässlich des 90-jährigen Jubiläums der Reverso, einer Ikone des Art-Déco, eröffnet wird. Das Pop-up-Café bietet den Gästen die Möglichkeit, ganz in den Stil und das Ambiente der Epoche einzutauchen, in der die Reverso geboren wurde. Es wird im Juni in Shanghai seine Türen öffnen und im kommenden Herbst in Paris – dem Geburtsort des Art-Déco.

Eine Hommage an den Art-Déco-Stil

Der in den 1920er-Jahren entstandene Stil des Art-Déco zeichnete sich durch eine stromlinienförmige Geometrie aus, die sich vom traditionellen Design abwandte und ganz im Zeichen der Moderne und des Fortschritts der damaligen Zeit stand. Die 1931 entstandene und vom gleichen Zeitgeist geprägte Reverso war eine radikale Abweichung von den Normen des traditionellen Uhrendesigns. Ihre clevere Funktion und ihre charakteristische Ästhetik verkörperten den Wert des Fortschritts, der bereits sämtliche Designbranchen verändert hatte, von der Architektur über Automobile und grafische Kunst bis hin zu Möbeln, Filmen und Mode.

Ganz im Stil des Art-Déco wird das 1931 Café an die Inneneinrichtung eines Ozeandampfers und den Glanz einer Filmkulisse aus den 30er-Jahren erinnern. In Schwarz-Weiß gehalten und von einem warmen Licht durchflutet, weist das Design die wichtigsten Materialien des Art-Déco auf – Chrom, Samt, Glas und lackiertes Holz – und wird von einem Marmorboden mit einem für die Epoche typischen geometrischen Muster ergänzt. Jedes Detail wurde nach Maß angefertigt, von dem Kronleuchter aus Milchglas, der die Mitte des Raumes dominiert, bis hin zu den mit drei Metallstreifen versehenen Stühlen, die die Godrons der Reverso widerspiegeln.

Eine einzigartige Zusammenarbeit mit der Konditorin Nina Métayer

Ergänzt wird das Design von einer besonderen Auswahl an Kuchen und Gebäck von Nina Métayer. Die bereits zweimal zur Konditormeisterin des Jahres ernannte, junge Pariser Konditorin ist für ihre originalen, kunstvollen und außergewöhnlichen Kreationen bekannt. Für das 1931 Café hat Métayer süße Köstlichkeiten gezaubert, die nicht nur den Art-Déco-Stil der Inneneinrichtung aufgreifen, sondern die Gäste auch mit auf eine Reise in die Heimat von Jaeger-LeCoultre, dem Vallée de Joux, nehmen.

Mit Aromen aus dem Tal, wie Gebirgsbeeren, Nüssen und Honig – und natürlich Schweizer Schokolade – lädt die Konditorin die Besucher des Cafés dazu ein, die Welt durch andere Geschmacksrichtungen kennenzulernen und Gebäckkreationen zu genießen, die eine handwerkliche Kunstform darstellen. Zu diesen, exklusiv für das 1931 Café kreierten Spezialitäten gehören eine besondere Überraschung, die an die winterlichen Schneelandschaften des Jura erinnert und zugleich einen Hauch Sommerfrucht enthält, und ein elegantes, rechteckiges Haselnuss- und Schokoladenkonfekt, das direkt an den Stil des Art-Déco angelehnt ist.

„Was mich an der Zusammenarbeit mit Jaeger-LeCoultre besonders gereizt hat, war die Idee, zwei völlig unterschiedliche Handwerkskünste in einem Projekt zu vereinen“, sagt Nina Métayer. „Der Konditor und der Uhrmacher teilen die gleichen, wichtigen Werte, und unsere Gesten beruhen auf dem gleichen Wunsch: nicht uns selbst, sondern dem Empfänger unserer Kreationen Freude zu bereiten.“

Von Paris nach Shanghai – eine Geschichte des Stils

Die beiden als Standorte für das 1931 Café gewählten Städte haben in der Geschichte des Art-Déco bedeutende Rollen gespielt. Paris war der Geburtsort dieser Epoche: In den 20er-Jahren erschienen prototypische Elemente der neuen Stilrichtung zunächst in der Architektur und der angewandten Künste der Stadt. Der entscheidende Moment folgte 1925, als in der französischen Hauptstadt die Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes stattfand. Dieses Event fungierte als Katalysator für die weltweite Blütezeit eines Stils, der die gesamten 1930er-Jahre dominierte – obwohl der Begriff Art-Déco, eine Anlehnung an den Namen der Ausstellung, erst in den späten 60er-Jahren von Kunsthistorikern festgelegt wurde.

Auch in der Geschichte der Stadt Shanghai spielt der Art-Déco-Stil eine einzigartige Rolle. Der charakteristische „chinesische Art-Déco“, eine Mischung aus Ost und West, blühte in den 1930er[1]Jahren auf, als die Stadt zum gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum Ostasiens wurde. Dank dieses Vermächtnisses erscheint es besonders passend, das 1931 Café in Shanghai zu eröffnen, wo sich Anwohnern und Besuchern die Möglichkeit bietet, die ästhetische und kulturelle Welt kennenzulernen, in der das Design der Reverso entstanden ist.

Vom 13. Juni bis zum 15. August 2021 befindet sich das 1931 Café im K11, dem Kunst- und Modezentrum mitten in Shanghai. Im Herbst reist das 1931 Café an seinen neuen Standort im Herzen von Paris.

ÜBER DIE REVERSO

1931 präsentierte Jaeger-LeCoultre einen Zeitmesser, der zu einem Designklassiker des 20. Jahrhunderts avancieren sollte: die Reverso. Die für die harten Bedingungen des Polospiels entwickelte Uhr mit den schlanken Linien des Art-Déco und dem einzigartigen Wendegehäuse ist eine der charakteristischsten Uhren aller Zeiten. In neun Jahrzehnten wurde die Reverso immer wieder neu erfunden, ohne je ihre Identität aufzugeben: Sie wurde mit über 50 verschiedenen Kalibern aufgelegt, und ihre freie Rückseite aus Metall ist zu einer Leinwand für Kreativität jeglicher Art geworden und wurde bereits mit Email, Gravuren oder auch Edelsteinen versehen. Heute, 90 Jahre nach ihrer Geburt, wird die Reverso weiterhin die moderne Philosophie verkörpern, die ihre Entstehung inspiriert hat.

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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