Dienstag , 28 September 2021
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Wie viele andere Milliardäre reist auch Bernard Arnault in seinem eigenen Privatjet.

Bernard Arnault ist nun der reichste Mensch der Welt

Der Eigentümer des Französischen Luxusgüterkonzern überholt mit seinem Reichtum die“ Weltraum-Bubi’s“ Bezos, Branson und Musk. Ich durfte ihn auf einem Flug von Paris nach Berlin begleiten.

In Deutschland ist der Name Bernard Arnault wenig bekannt. Dabei ist der Franzose laut „Forbes“ jetzt der reichste Mensch der Welt und hat mehr Geld als Mark Zuckerberg, Warren Buffett, Elon Musk und nun auch Jeff Bezos.

Sein Vermögen ist eng mit dem Konzern LVMH verknüpft, denn er hat in den späten 1980er Jahren 44 Prozent an dem Markenkonglomerat erworben. Zu LVMH gehören Luxusmode-Unternehmen wie Dior, Louis Vuitton, Givenchy, Marc Jacobs, Fendi, aber auch die Champagnermarken Moët & Chandon, Dom Pérignon und Veuve Clicquot sowie der Kofferhersteller Rimowa. Basierend auf dem Aktienkurs des Unternehmens, das seit Jahresbeginn um mehr als 30 Prozent gestiegen ist und auf dem aktuellen Aktienkurs von Louis Vuitton, der am Donnerstag einen Gesamtmarktwert von 416 Milliarden Dollar erreichte, beträgt das Vermögen von Arnault nunmehr 196 Milliarden Dollar.

Louis Vuitton hat seit der Covid-19-Pandemie einen Aufschwung erlebt und insgesamt erzielen viele LVMH-Marken in der ersten Jahreshälfte 2021 Rekordumsätze und -gewinne. Das Unternehmen verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatz von 17,4 Milliarden US-Dollar — das entspricht 14 Prozent mehr als vor der Pandemie.

Amazon hingegen hat in der vergangenen Woche einen Gewinneinbruch von mehr als 7 Prozent verzeichnet. Dadurch ist das Nettovermögen von Jeff Bezos an einem einzigen Tag um rund 14 Milliarden Dollar auf 186 Milliarden Dollar gesunken — und Arnault ist zum reichsten Mann der Welt geworden.

Zuletzt griff Arnault nach dem deutschen Latschen-Hersteller Birkenstock. Man sagt Arnault laut „Bloomberg“ nach, ein Händchen dafür zu haben, Traditionsunternehmen wachsen zu lassen.

Der LVMH Hunger ist noch lange nicht gestillt: Arnault steigt neu bei der Deutschen Uhrenplattform Chrono 24 ein. Die Runde wurde angeführt von General Atlantic, einem weltweit führenden Wachstumskapitalinvestor, mit Beteiligung von Aglaé Ventures, dem Technologiezweig der Investmentgesellschaft der Familie Arnault.

Auch die bestehenden Investoren Insight Partners und Sprints Capital beteiligten sich an der Runde. Zusammen mit dieser jüngsten Minderheitswachstumsfinanzierung hat Chrono24 bisher insgesamt über 200 Millionen € (ca. 236 Millionen US-€) an Mitteln eingeworben.Advertisement. Chrono24 will das frisch eingesammelte Kapital nutzen, um den Wachstumskurs zu beschleunigen und international weiter zu expandieren, die Präsenz auf bestehenden Märkten auszubauen und das globales Team mit zusätzlichen Toptalenten zu verstärken.

Das Unternehmen ist bereits in über 100 Ländern Marktführer. Geplant ist, das Nutzererlebnis des Online-Marktplatzes weiter zu verbessern, um von dem florierenden Markt für gebrauchte Luxusuhren noch stärker zu profitieren und eine neue Generation von Sammlern optimal zu bedienen.

Chrono24 wurde 2003 gegründet und zählt heute durchschnittlich 500.000 Einzelbesucher pro Tag. Mit mehr als 3.000 Händlern und 30.000 privaten Verkäufern in über 100 Ländern weltweit führt Chrono24 ungefähr eine halbe Million Luxusuhren, die zu jedem Zeitpunkt zum Verkauf stehen.

Jörn Nikolay, Managing Director und verantwortlich für das Deutschland-Geschäft von General Atlantic, sagt: „Seit der Gründung im Jahr 2003 hat sich Chrono24 aus Karlsruhe heraus zu einem globalen Pionier bei der Schaffung eines grenzüberschreitenden Online-Marktplatzes für Luxusuhren entwickelt, dessen innovatives Modell auf Transparenz und Nachhaltigkeit basiert. Wir freuen uns, Chrono24 mit unserem Kapital und unserer Expertise bei seiner weiteren globalen Expansion zu unterstützen.“

Tim Stracke, Co-CEO, ergänzt: „Wieder einmal ist es Chrono24 gelungen, erstklassige Wachstumsinvestoren wie General Atlantic und Aglaé Ventures als Partner zu gewinnen. Wir haben das Konzept eines Online-Marktplatzes für Luxusuhren initiiert und eine Plattform aufgebaut, die ein sich veränderndes Verbraucherverhalten unterstützt und fördert. Chrono24 liefert einer Branche, die sich traditionell immer vor Disruption gescheut hat, den Nachweis, dass ein solches Konzept bestens funktioniert. Wir freuen uns sehr, dass General Atlantic und Aglaé Ventures das riesige Marktpotenzial der Digitalisierung des Luxuseinzelhandels und auch unsere Rolle innerhalb dieser Branche erkennen.“

Chrono24 wird weiterhin von seinem Gründer und Co-CEO Tim Stracke, dem Co-CEO (und früheren CEO von TeamViewer) Holger Felgner und dem CFO Stephan Kniewasser geleitet. Neben der neuen Investorengruppe hat auch eine Mehrheit der bestehenden Anteilseigner, darunter Felgner und Kniewasser, mitinvestiert.

Diese neue Finanzierungsrunde folgt auf die Serie B von Chrono24 im Jahr 2019, bei der 43 Millionen € unter anderem von Sprints Capital, Gianni Serazzi (einem ehemaligen Direktor von Richemont) und Alberto Grignolo, dem Gründer von YOOX-NET-A-PORTER, zusammenkamen. Zuvor waren bei der Runde A im Jahr 2015 in mehreren Schritten über 37 Millionen € unter anderem von Insight Partners generiert worden.

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About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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