Dienstag , 27 September 2022
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Coupè 2 posti Prototipo realizzato da Giugiaro (Italdesign) su telaio e meccanica della Bora telaio 081 Vettura presentata al Salone di Ginevra del 1972.

Maserati hinterlässt mit seinen zweisitzigen Sportcoupé “Boomerang” ein Vermächtnis

Ein Traumauto, ein extremes, futuristisches, beinahe irrationales und doch wunderschönes Modell, das sich ins Gedächtnis eines jeden Autofans einbrennen konnte: 50 Jahre sind vergangen, seit am 9. März 1972 der Maserati Boomerang sein Debüt am Genfer Autosalon feierte. Es war ein Konzept, das von der berühmten Hand Giorgetto Giugiaros entworfen und von Italdesign gebaut wurde.

Bereits 1971 war der Maserati Boomerang kurz als Entwurf in Lebensgrösse am Turiner Autosalon gezeigt worden, danach wurde ein einziges Fahrzeug gebaut und als offiziell zugelassenes und fahrtüchtiges Modell 1972 in der Schweiz präsentiert. Der Hersteller Italdesign nutzte als Basis (Fahrgestell und komplette Mechanik) einen Maserati Bora mit einem mittig vor der Hinterachse angeordneten 4719-ccm-Achtzylinder-Motor im 90-Grad-Layout. Das V8-Aggregat leistete 310 PS und beschleunigte den Wagen auf fast 300 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die Kraftübertragung erfolgte über ein Fünfgang-Handschaltgetriebe an die Hinterräder.

Coupè 2 posti Prototipo realizzato da Giugiaro (Italdesign) su telaio e meccanica della Bora telaio 081 Vettura presentata al Salone di Ginevra del 1972.

Das zweisitzige Sportcoupé schaffte es zwar nie in die Serienproduktion, dafür hinterliess es ein stylisches Vermächtnis, das nicht nur in Giugiaros späteren Kreationen und anderen Projekten weiterlebte, sondern auch als Inspirationsquelle für verschiedenste Autohersteller in Europa und den Vereinigten Staaten diente.

Die Originalität des Boomerang wurde aus einem ästhetischen Blickwinkel von seiner Keilform und seinen kühnen und klaren Linien untermauert, was in einem eindringlichen Erscheinungsbild voller Kraft und Geschwindigkeit resultierte.

Das Design wurde entlang einer horizontalen Line gezeichnet, die das Modell optisch in zwei Hälften aufteilte. Charakteristisch waren die stark geneigte Windschutzscheibe und das Panoramaglasdach. Auch die Fenster zeigten sich originell, speziell jene an den beiden Türen, durch welche sich eine Metallleiste zog. Die Front kennzeichneten quadratische Klappscheinwerfer, während die Heckleuchten horizontal angeordnet wurden.

Coupè 2 posti Prototipo realizzato da Giugiaro (Italdesign) su telaio e meccanica della Bora telaio 081 Vettura presentata al Salone di Ginevra del 1972.

Auch im Interieur präsentierte sich der Boomerang äusserst modern. Die Instrumente waren im Innenteil des speichenlosen Lenkrads integriert und die Sitze sehr tief positioniert. Das einzige jemals produzierte Exemplar des Boomerang feierte weitere Auftritte bei internationalen Anlässen und Wettbewerben. Es sollte in den 50 Jahren mehrmals den Besitzer wechseln, erschien bei einigen Auktionen und wurde sogar für Werbekampagnen genutzt.

Der Maserati Boomerang wird von vielen als echtes Kunstwerk betrachtet und beeinflusste mit seiner revolutionären Art die Designs von später folgenden Autos. Er setzte die Tradition von Maserati als Marke, die einmalige automobile Konzepte sowie ikonische und avantgardistische Fahrzeuge schaffte, welche als Vorreiter in Sachen Technologie und Stil fungierten, nahtlos fort.

Coupè 2 posti Prototipo realizzato da Giugiaro (Italdesign) su telaio e meccanica della Bora telaio 081 Vettura presentata al Salone di Ginevra del 1972.

Heute ist Maserati mehr denn je einzigartig für sein Design und von Natur aus innovativ. Das zeigt sich etwa beim Supersportwagen MC20, dem neuen SUV Grecale und dem Nettuno Motor als patentiertes Synonym für technologische Revolution.

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About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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