Sonntag , 14 April 2024
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Blancpain Fifty Fathoms Jubiläumsedition 70 Jahre

Blancpain Fifty Fathoms wird Siebzig

Im Jahre 1953 präsentierte Blancpain mit der Fifty Fathoms die erste moderne Taucheruhr, und ein halbes Jahrhundert später markierte die limitierte Jubiläumsedition einen Wendepunkt in der jüngeren Geschichte der Manufaktur. 70 Jahre nach der Vorstellung der ersten Fifty Fathoms und 20 Jahre nach der Einführung ihrer modernen Versionen lanciert Blancpain nun drei Sonderserien von je 70 Uhren zum Preis von je 18.500 Euro.

Vor 20 Jahren entdeckte Marc A. Hayek, der Enkel des Swatch-Group-Gründers Nicholas G. Hayek, die Fifty Fathoms in den Archiven der Marke. Der ambitionierte Sporttaucher begeisterte sich sofort für diese Epoche machende Uhr: Die Wiederbelebung der Fifty Fathoms war eines der ersten Projekte, die er nach seiner Ankunft bei Blancpain in Angriff nahm. 2003 lancierte er zum 50. Geburtstags der Fifty Fathoms die erste zeitgenössische Edition in einer limitierten Auflage von drei Serien zu je 50 Stück.

Das Gehäuse war nicht mehr nur bis 50 Faden (fathoms) bzw. 91 Meter wasserdicht, sondern bis etwa 300 Meter. Das neue Uhrwerk war mit einem doppelten Federhaus ausgestattet, das ihm eine Gangautonomie von vier Tagen verlieh. Und der Lünetteneinsatz aus Epoxydharz der 1950er Jahre wurde durch einen kratzfesten Saphirglaseinsatz ersetzt.

Jubiläum «Act One»

Zum Auftakt des 70. Jubiläums der Fifty Fathoms präsentiert die Manufaktur nun abermals drei Sonderserien, die jeweils einer Weltregion gewidmet sind (Europa-Nahost-Afrika, Asien-Pazifik und Amerika) und eine Nummer von I bis III auf dem Zifferblatt tragen. Das schwarze Zifferblatt mit Sonnenschliff ist mit lumineszierenden Zeigern und Indexblöcken im Vintage-Look ausgestattet. Das Gehäuse aus poliertem Stahl hat einen Durchmesser von 42 mm. Es ist insofern eine Exklusivität, weil bisher noch keine zeitgenössische Fifty Fathoms in dieser Größe angeboten wurde: Die nicht limitierten Modelle messen 45 mm, während die Versionen in limitierter Auflage üblicherweise ein 40-mm-Gehäuse haben.

Als Antrieb dient das Automatikkaliber 1315, das 2007 eingeführt wurde. Für optimalen Komfort bietet das mit drei Federhäusern bestückte Uhrwerk eine Gangreserve von 5 Tagen. Die Spiralfeder aus Silizium sorgt dafür, dass die Uhr gegen Magnetismus resistent ist: ein wichtiges Kriterium in der Taucherwelt. Bei der ursprünglichen Fifty Fathoms schützte ein Weicheisenkäfig im Gehäuse das Uhrwerk vor Magnetfeldern. Dank der Einführung der Siliziumfeder konnte die Marke bereits vor 15 Jahren auf diese Abschirmung verzichten. Heute können die Besitzer dieser Taucheruhren das Räderwerk durch den Saphirglasboden bewundern. Die Schwungmasse dieser Jubiläumsedition trägt das Logo «Fifty Fathoms 70th» und besteht aus Platin.

Die ersten Jubiläumsuhren des Jahres 2023 besitzen ein Armband aus schwarzem NATO YTT+ aus 100% recyceltem und vollständig wieder verwertbarem Garn. Es stammt von Fischernetzen, die aus dem Meer geborgen wurden. Eine nachhaltige Initiative, die letztlich auf alle NATO-Armbänder von Blancpain ausgeweitet werden soll. Die drei Serien von jeweils 70 Uhren werden 2023 exklusiv auf der Blancpain-Website zur Vorbestellung verfügbar sein. Der Preis wird 18.500 Euro betragen.

Jubiläum «Act Two»

Blancpain inszeniert den zweiten Akt zum 70. Geburtstag der Fifty Fathoms mit einer Weltneuheit.

Vom leidenschaftlichen Taucher und ehemaligen Blancpain-Generaldirektor Jean-Jacques Fiechter entwickelt, setzte die Fifty Fathoms Maßstäbe für die moderne Taucheruhr und blieb dem Sport in seiner Entwicklung zu deutlich längeren Tauchzeiten treu. Auch der heutige Präsident und CEO von Blancpain, Marc A. Hayek, ist ein begeisterter Taucher und seit einigen Jahren an technisch anspruchsvolle Tauchgänge in geschlossenen Kreisläufen gewöhnt.

Die von den beiden Tauchern bereits vor fünf Jahren konzipierte Uhr wurde also bereits ausgiebig getestet und ermöglicht zum ersten Mal die Messung von Tauchzeiten von bis zu drei Stunden. Dazu wurde die Lünette der Fifty Fathoms Tech Gombessa mit einer 3-Stunden-Skala graduiert. Diese ist mit einem speziellen Zeiger verbunden, der sich einmal in drei Stunden vollständig dreht und in seiner Anmutung durch Leuchtstoffbeschichtung mit grüner Emission auf die Markierungen abgestimmt wurde. Diese Vorrichtung wurde von Marc A. Hayek und Laurent Ballesta gemeinsam entwickelt und bereits zum Patent angemeldet. Sie bildet das Herzstück des darauf abgestimmten Automatikwerk 13P8. Der Kollektions-Zusatz “Tech” begrüßt darüber hinaus die Einführung einer neuen Unterlinie in der Taucheruhrenkollektion von Blancpain.

Ebenso neu: Anstelle des traditionellen Saphirglases besteht der gewölbte Lünetteneinsatz aus schwarzer Keramik, der zum Zifferblatt hin abgeschrägt ist. Ein sphärisches Glas optimiert die Ablesbarkeit des Zifferblatts. Für die Handhabung im Dunkeln wurde die Oberfläche des Zifferblatts mit einem neuen Schwarz beschichtet, die Indexe bestehen aus gewölbten und lumineszierenden Blockappliken in Orange mit blauer Emission. Diese Codes wiederholen sich auch auf dem Stunden- und dem Minutenzeiger, damit man die Zeitanzeige von der Tauchzeit unterscheiden kann.

Das Gehäuse ist aus Titan Grade 23 gefertigt. Durch das geringe Gewicht erhöht sich der Tragekomfort, so dass die Uhr trotz des großen Durchmessers von 47 mm am Handgelenk kaum spürbar ist. Das Gehäuse ist bis 30 bar (ca. 300 Meter) wasserdicht und mit einem Heliumventil ausgestattet. Die Krone ist entsprechend verschraubt und mit einem trapezförmigen Kronenschutz ausgestattet.

Die zentralen Bandanstöße an der Innenseite des Mittelteils gehen in ein integriertes schwarzes Kautschukarmband mit Verlängerung über.

Das neue Modell ist für 28.450 Euro erhältlich, die Produktion ist auf 100 Stück pro Jahr limitiert.

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About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, der digitalen TOURBILLON Plattform TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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