Sonntag , 25 Februar 2024
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Jaquet Droz: Tourbillon Skelet Ceramic – «Skull Pointillism»

Wie die «alte Fasnacht» folgt nun auch Jaquet Droz, einem Trend, der bereits schon lange vorbei ist. Der Totenkopf als Motiv auf einer Uhr ist wirklich passé. Der Deutsche Modedesigner Philip Plein hat den «tête de mort» in den letzten Jahrzehnten durch seine Penetranz inflationiert. Wobei – Totenköpfe werden nie aus der Mode kommen – Totenköpfe waren ein ikonisches Emblem, bevor es Mode gab, daher ihre Popularität. Hat deshalb eine Uhr mit einem Totenkopf trotzdem heute Ihre Berechtigung?

Ein neuer Ausdruck des Lebens, der Zeit und der Kunst, die beide verbindet. Jaquet Droz präsentiert einen Zeitmesser, der die rebellische und kreative „Philosophie des Einzigartigen“ der Marke verkörpert, mit einem Totenkopf, der im Stil des Pointillismus als Miniaturmalerei dargestellt wird. Die völlig neue Technik, hier angewandt auf einem Zeitmesser, der die Vereinigung von Kunst und Haute Horlogerie besiegelt, besteht aus über 3000 Punkten, die einzeln aufgetragen wurden und so ein Unikat schaffen, das niemals auf identische Weise reproduziert werden kann.

Kunst und Zeit haben etwas gemeinsam: Sie verbinden die Menschen über Epochen, Sitten und Bräuche hinweg. Jaquet Droz erfindet ihre Codes wieder einmal neu und erweckt ein Unikat zum Leben, das Zeit und Ewigkeit in einen Dialog treten lässt. Mit der Tourbillon Skelet Ceramic – „Skull Pointillism“ entfaltet sich ein neues künstlerisches Vokabular auf revolutionäre, einzigartige und ausgesprochen moderne Weise.

Die Kreation wurde im Herzen der Ateliers d’Art von Jaquet Droz entworfen und angefertigt. Am Anfang stand eine ebenso verrückte wie innovative Idee: das absolute Symbol des carpe diem mit ebenso vielen Farben wie Reliefs in Szene zu setzen. Hier geht es also nicht mehr um Volltonfarben, traditionelle Malerei oder eine realistische Wiedergabe. Eine bahnbrechende Idee, die völlig aus den Standards der Uhrmacherkunst ausbricht.

Um dies zu erreichen, hat sich Jaquet Droz zu den Wurzeln der modernen Malerei begeben. Dort, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, fand die Marke ihre Inspiration: den Pointillismus. Im Einklang mit dem Impressionismus arbeitet der Pointillismus (auch Neoimpressionismus genannt) nicht an der exakten Wiedergabe einer Szene, sondern an dem Gefühl, das sie vermittelt, an dem Eindruck, den sie beim Betrachter hinterlässt. Farben und Materialien arbeiten gemeinsam an der Schaffung einer Atmosphäre, einer Stimmung.

Daher ist „Licht“ das Leitwort der Tourbillon Skelet Ceramic – „Skull Pointillism“. Als Basis diente Jaquet Droz die Tourbillon Skelet. Ausnahmsweise wurde der vollständig aus Gold gefertigte Totenkopf von Hand schwarz bemalt: Nur durch dieses Verfahren war es möglich, einen gleichmäßigen, matten Farbton zu erzielen. Gleiches galt für das Keramikgehäuse, das ebenfalls vollständig schwarz und matt ist. Die Idee ist in beiden Fällen dieselbe: Gehäuse und Totenkopf bilden die Leinwand, auf der der von den Künstlern der Maison Jaquet Droz sorgfältig gestaltete Pointillismus zum Ausdruck kommt. Beide stehen sie im Dienste des Kunstwerks und des Künstlers.

Zahlreiche Forschungen, Tests und Versuche waren notwendig, um das gewünschte Ziel zu erreichen: zu der Art der Pigmente, ihrer Dosierung, zur Farbintensität, zur Dichte der Farbe, zur Anzahl der Schichten und ihrer Fixierung auf dem Uhrwerk, zur Haltbarkeit und nicht zu vergessen zu der Schwierigkeit, auf vertikalen oder stark gekrümmten Flächen zu malen, von denen der Totenkopf eine große Anzahl aufweist. All diese Parameter, mit denen sich ein Maler normalerweise nicht auseinanderzusetzen braucht, wollte Jaquet Droz mit den Uhrmachermeistern der Maison in einen Dialog treten lassen, um eine völlig neue ästhetische Grammatik zu erfinden.

Dieses einzigartige Glanzstück pointillistischer Malerei, die teils anhand von Pinseln mit nur einer einzigen, haarfeinen Borste ausgeführt wurde, erforderte allerhöchste Konzentration. Fehler durfte es praktisch nicht geben, denn die Punkte liegen an manchen Stellen nur einen Zehntelmillimeter auseinander.

Der im Stil des Pointillismus bemalte Totenkopf ist brillant, voluminös und in einer ebenso leuchtenden wie vielseitigen Farbpalette gehalten. Gleich unter dem Saphirglas scheint er buchstäblich zum Greifen nahe. Er bringt Volumen auf Volumen, Materie auf Materie zur Geltung. Er symbolisiert die Überlagerung von Leben und Tod. Die Spannung ist spürbar. Der Kampf immerwährend. Dieser ewige Tanz wird hier von zwei zentralen Zeigern und einer kleinen Sekunde bei 12 Uhr in Szene gesetzt, die vom Käfig des Tourbillons angetrieben wird.

Die Tourbillon Skelet Ceramic – „Skull Pointillism“ ist ein einzigartiges Kunstwerk, das in Zukunft auch für weitere pointillistische Interpretationen dienen kann, entsprechend der individuellen Sensibilität eines jeden Sammlers.

TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN
MARKEJAQUET DROZ (Swatch Group)
MODELLTourbillon Skelet Ceramic – «Skull Pointillism»
REFERENZJ0135250101
UHRWERKJaquet Droz 2625 SQ, Tourbillon-Skelettwerk mit Automatikaufzug, schwarz beschichtet, Spiralfeder und Ankerhörner aus Silizium, Tourbillonkäfig aus Titan, ein Federhaus, Schwungmasse aus 18 Karat Weißgold mit schwarzer Beschichtung. Personalisierte Gravur auf der Schwungmasse.
ANZEIGENDezentrale Stunden und Minuten bei 6 Uhr. Tourbillonkäfig und dezentrale Sekunde bei 12 Uhr.
LAGERSTEINE 30 Rubine
GANGRESERVE7 Tage
FREQUENZ21.600 Halbschwingungen / Std.
GEHÄUSEGehäuse aus schwarzer Keramik. Durchmesser Ø 42,30 mm. Höhe 12,41 mm.
DURCHMESSER42.30 mm
WASSERDICHTIGKEITBis 3 bar (30 Meter)
ZIFFERBLATTZifferblatt aus 18 Karat Gold, von Hand graviert und bemalt. Zifferblattschrauben aus 18 Karat Weißgold.
ZEIGERStunden und Minuten aus 18 Karat Weißgold, Sekunden aus 18 Karat Rotgold mit schwarzer Beschichtung
PREISCHF 156,600,-
VERFÜGBARKEITAB SOFORT

SUMMARY_Der Totenkopf Trend ist wirklich passé! Es gibt wirklich keine Uhrenmarke die dieses Motiv zur Inflation gebracht hat. Die Faszinierendste für mich persönlich war die Crazy Skull Watch by de Grisogono mit 890 Diamanten und 23 Karat, einem Dualtimer, die Fawaz Gruosi vor 8 Jahren in seiner Pariser Boutique zu Halloween einem illustren Kreis von potentiellen Kunden für die 650’000 Euro ein Klax ist, vorstellte. Der zwischenzeitlich verstorbene französische Sänger Johnny Hallyday war zu Lebzeiten eine Legende. Er war einer der Ersten der die Crazy Skull Watch tragen durfte, da er ein langjähriger Freund von Fawaz Gruosi war.
Wobei bei Jacquet Droz nicht das inflationierte Motiv für mich zählt, sondern die innovative Ausarbeitung, die Handwerkskunst.

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, der digitalen TOURBILLON Plattform TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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