Thursday , 8 October 2026

Lotus reanimiert den Elise-Restomod für Singles

Analogue Automotive hat eine Restomod-Version einer Lotus Elise S1 vorgestellt, die den Leichtbau auf die Spitze treibt und dabei zum Einsitzer mutiert.

Die erste Generation der Lotus Elise wurde vor über 30 Jahren auf der IAA 1995 vorgestellt. Extrem kompakt und leicht kam die S1 getaufte Generation ganz nach der Philosophie von Lotus-Gründer Colin Chapman daher.

Carbon und weglassen drückt das Gewicht

Genau diese erste Generation hat sich das britische Unternehmen Analogue Automotive als Basis für sein Restomod-Projekt geschnappt. Unter dem Titel VHPK wurde der Leichtbausportler mit dem geklebten Aluchassis noch radikaler und zudem zum Einsitzer. Der Pilot wird dabei wie in einem McLaren F1 in der Mitte positioniert. Links und rechts vom Fahrer herrscht nur Leere. Die Inspiration für die zentrale Sitzposition lieferten die Elise-Rennversionen, die um die Jahrtausendwende in einem britischen Lotus-Markenpokal antraten. Dieses Weglassen bildet im Zusammenspiel mit viel verbautem Carbon auch die Grundlage für ein Leergewicht fahrfertig von nur 600 Kilogramm. Zu den aus Carbon gefertigten Bauteilen gehören die komplette Karosserie, die Innenausstattung, die Felgen sowie (zumindest teilweise) die Carbon-Keramik-Bremsanlage.

Vierzylinder-Sauger mit 250 PS

Diesem Fliegengewicht gegenüber steht im VHPK ein getunter Vierzylinder aus der Rover K-Serie. Der holt aus 1,9 Liter Hubraum gepaart mit edelsten Innereien auch ohne Aufladung satte 250 PS. Dieser Motor ist auch für die kryptische Modellbezeichnung verantwortlich. Unter der Bezeichnung VHPD arbeitete der ursprünglich 1,8 Liter große Vierzylinder mit 190 PS seinerzeit im Elise Sport 190, dem Exige der Serie 1 und dem Lotus 340R. Die mit Spezialteilen aufgewertete aktuelle Version wurde zum VHPK. Beim Getriebe setzt Analogue Automotive auf eine optimierte Original-Fünfgang-Schaltbox mit Sperrdifferenzial.

Für eine verbesserte Straßenlage sorgen eine breitere Spur an beiden Achsen, neue Radaufhängungen sowie voll einstellbare Federelemente. Optional ist auch ein aktives Fahrwerk zu haben. Fahrleistungsdaten nennt Analogue Automotive nicht.

Limitiert und extrem teuer

Geplant ist eine Auflage von maximal 35 Exemplaren. Jedes Einzelne wird speziell auf den Kunden zugeschnitten. Bestellbar ist der Leichtbausportler ab sofort. Als Grundpreis nennt Analogue Automotive 350.000 Pfund plus Steuern (umgerechnet rund 408.000 Euro plus Steuern). Immerhin ist in diesem Preis bereits ein Basis-Fahrzeug inkludiert.

Analogue Automotive und die Lotus Elise S1 haben bereits eine gemeinsame Vergangenheit. Die Briten haben vom Sportwagen bereits eine Restomod-Variante im Angebot. Der Supersport vertraut aber auf die konventionelle Sitzkonfiguration. Im technischen Umfeld wird der Zweisitzer allerdings deutlich aufgebrezelt, ohne sich von seinen Wurzeln allzu weit zu entfernen.

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