Dieser aus der Zusammenarbeit der Schweizer Uhrenmarke und des Modesigners Amoureuxpeintre entstandene, auf 29 Exemplare limitierte Zeitmesser gewährt Einblicke der etwas anderen als „nur“ skelettierten Art.

Möchte man heutzutage als Uhrenmarke auffallen, muss man neue Wege gehen. Der aktuelle Weg des Schweizer Uhrenhersteller Ulysse Nardin führt direkt zu dem visionären Designer Vsevolod “Sever” Cherepanov, bekannt unter dem Künstlernamen Amoureuxpeintre. Ihre gemeinsame Uhr, die limitierte Blast [Amoureuxpeintre], soll ein Sinnbild für minimalistische Ästhetik gepaart mit hochpräziser Uhrmacherkunst sein.

Mit klaren Linien, einem skelettierten Zifferblatt mit Frosteffektoberfläche und einem minimalistischen Look könnte die Uhr auch als Kunstobjekt betrachtet werden.

Dafür hat Ulysse Nardin jedes Element der „Blast Skeleton X“ überarbeitet und verschwommene Transparenz aus mattiertem Saphirglas kreiert. Zwei Jahre Entwicklungszeit waren dafür erforderlich. Nun offenbart es als Zifferblatt und Gehäuseboden die Konturen des skelettierten Uhrwerks auf ganz subtile Weise.

Dabei handelt es sich um das Manufakturkaliber UN-371, das eine Gangreserve von 96 Stunden bietet und mit einer breiten sowie leichten Unruh aus Silizium mit Fliehgewichten aus Nickel ausgestattet ist.

Geschützt wird es von einem 42-Millimeter-Titangehäuse. (UVP 33.100 €)
FAZIT: Aufmerksamkeit ist die neue Währung. An dem Punkt ist die Schweizer Uhrenindustrie heute angelangt: Auffallen um jeden Preis, weil Absatzdruck und globale Sichtbarkeit wichtiger geworden sind als Komfortzone, Tradition oder Zurückhaltung. Das ist kein Gefühl – das ist ein strategischer Paradigmenwechsel, der seit 2020 immer deutlicher sichtbar wird.
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