Bei Rolex gab es bislang die Regel, keine Einzelstücke anzufertigen. Diese hat das Unternehmen nun für eine Versteigerung von vier Unikaten zugunsten der Stiftungen von Roger Federer und Leonardo DiCaprio gebrochen.


Rolex ist für vieles bekannt, aber nicht dafür, Einzelstücke von Uhren anzufertigen. Nun bricht der Schweizer Uhrenhersteller mit dieser eigentlich heiligen Regel. Vier Unikate der legendären Cosmograph Daytona wurden am Montag vom Auktionshaus Phillips in London versteigert. Zusammen wurden die vier Daytonas für 37,3 Millionen britische Pfund verhökert, was 41,2 Millionen Schweizer Franken entspricht.

Sadiq Khan, dem Bürgermeister von London, und Anna Wintour, der ehemaligen Chefin der Vogue. Ganz rechts im Bild: Federers Manager Tony Godsick. Getty Images for Laver Cup
100 Prozent des Erlöses der begehrten Sammlerstücke geht an die Organisationen von zwei prominenten Rolex-Markenbotschaftern. Einer ist die Schweizer Tennislegende Roger Federer, der andere ist Hollywoodstar Leonardo DiCaprio. Der preisgekrönte Schauspieler weilte am Wochenende zusammen mit Federer bei dessen Show-Tennisturnier Laver Cup in der Londoner O2-Arena.

Freuen sich über 41 Millionen Franken für ihre Stiftungen: Jean-Frédéric Dufour, Rolex CEO, Leonardo DiCaprio und Roger Federer. Getty Images for Laver Cup
Preis der versteigerten Uhren deutlich übertroffen
Jede der versteigerten Daytonas repräsentiert eine Jahreszeit und ist mit 54 Diamanten im Brillantschliff besetzt. Die Frühlings-Uhr verfügt über ein Gehäuse aus weissem Gold, ein leuchtend grünes Zifferblatt sowie violette Saphire. Das Sommermodell kombiniert ein Gehäuse aus warmem Roségold mit einem türkisfarbenen Zifferblatt und roséfarbenen Saphiren.

Die Herbst-Uhr besteht aus Gelbgold und ist mit erdfarbenem Mookait-Gestein sowie grünen Turmalinen veredelt. Die Winter-Rolex aus Platin besitzt ein Zifferblatt aus schimmernd blauem Opal und ist mit blauem Lapislazuli besetzt. Der Handelspreis für das vierteilige Set liegt bei rund vier Millionen Schweizer Franken. Dieser Wert wurde nun um das Zehnfache übertroffen.
Die Stiftungen von Roger Federer und jene von Leonardo DiCaprio dürfen sich nun also über einen grossen Zustupf freuen. Die Stiftung des Baselbieters hilft Kindern in Afrika sowie in der Schweiz zu Bildung, Spiel und Selbstverwirklichung. Leonardo DiCaprios Organisation Rewild hat sich dagegen den Schutz und die Wiederherstellung bedrohter Ökosysteme auf die Fahne geschrieben.
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