Donnerstag , 21 Mai 2026
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Die neuen Inhaber von Urban Jürgensen von l.n.r.: Kari Voutilainen, Andy Rosenfield and Alex Rosenfield

Urban Jürgensen meldet sich zurück

Nach einer freiwillig auferlegten Produktionspause von vier Jahren wurde die 1773 gegründete Traditions-Marke mit Dänischen Wurzeln unter neuer Führung mit einer mutigen Vision für die Zukunft fit gemacht. Die von Branchen Veteranen als “Jahrtausend-Ereignis” eingestufte Präsentation fand exklusiv in Los Angeles statt.

Das Traditions-Unternehmen Urban Jürgensen kehrt mit einem ganzen Arsenal von drei neuen Uhrwerken in drei Kollektionen in die Welt der Haute Horlogerie zurück – und nicht mit einer einzigen Uhr, um die Lage zu sondieren.

Als wir im November 2021 erfuhren, dass Kari Voutilainen das Unternehmen übernommen hat, waren wir zu Recht begeistert. Anfang dieses Jahres wurde bekannt, dass er die Leitung gemeinsam mit Alex Rosenfield übernimmt.

In Genf an der Watches & Wonders 2025 kamen wir in den Genuss einer intimen privaten Vorschau, konnten die Neuheiten sehen und in die Hand nehmen, jedoch durften wir keine Fotos machen. Es ist eine beeindruckende Kollektion, die dem 250 Jahre alten Namen Jürgensen sowie Peter Baumberger und Derek Pratt alle Ehre macht.

Mein langjähriger Freund Peter Baumberger mit der Oval Taschen Uhr hergestellt von Derek Pratt.

„Es war nie unsere Absicht, eine Uhrenmarke zu besitzen“, sagt Alex Rosenfield, Co-CEO der wiederbelebten dänisch-schweizerischen Uhrenmarke Urban Jürgensen. Er bezieht sich dabei auf sich selbst und seinen Vater Andrew, der als stiller Miteigentümer fungiert. Keiner von beiden hat einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund in der Uhrmacherei. Alex hat in den Bereichen Mode, Marketing und Medien gearbeitet und war, als Tick-Talk.ch ihn im April in Genf traf, von Kopf bis Fuß in Thom Browne gekleidet. Andrew ist unterdessen Präsident des Finanzdienstleistungsriesen Guggenheim Partners. Gemeinsam mit dem unabhängigen Uhrmachermeister und Co-CEO Kari Voutilainen hauchen sie dem vor über zweieinhalb Jahrhunderten in Kopenhagen gegründeten und heute in Biel in der Schweiz ansässigen Unternehmen neues Leben ein.

Andrew ist ein langjähriger Sammler. „Mein Vater hat Ende der 90er Jahre angefangen, Urban Jürgensen zu sammeln, und war schon immer begeistert von der Marke“, sagt Alex. „Er hielt sie für eine der großartigsten Uhrenmarken.“ In seinem Tresor befinden sich auch andere bedeutende unabhängige Marken wie Rexhep Rexhepi und Philippe Dufour. Als Andrew erfuhr, dass Urban Jürgensen in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, war er entschlossen, das Unternehmen zu retten. Die erste Person, die er als Partner ansprach, war Voutilainen. Der Uhrmacher hatte seine Karriere in diesem Unternehmen begonnen, sodass die Rückkehr zur Leitung der Werkstatt für ihn, während er weiterhin seine eigene, gleichnamige, renommierte Marke in Môtiers betreibt, ein nahtloser Übergang war. „Kari ist selbst sehr unternehmerisch und kreativ, und ich glaube, er ist immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen“, sagt Alex. „Wir hatten wirklich Glück, aber es passte einfach gut zusammen.“ „Wir hatten wirklich Glück, aber es passte einfach gut zusammen.“

Die neue Kollektion umfasst die drei neuen Modelle Tourbillon UJ-1, UJ-2 und Perpetual Calendar UJ-3, die zu folgenden Verkaufspreisen erhältlich sind:

  • UJ-1: CHF 368.000
  • UJ-2: CHF 105.000
  • UJ-3: CHF 168.000

Alle Preise verstehen sich ohne Mehrwertsteuer. Das Modell UJ-1 ist auf 75 Stück limitiert und in zwei Platin- sowie einer Roségold-Variante erhältlich. Die Modelle UJ-2 und UJ-3 sind keine limitierten Editionen. Der Preis für die Modelle mit Platin- oder Roségoldgehäuse ist gleich. Die Vertriebsstrategie der Marke ist der Direktverkauf an Sammler. Auch daran hat sich seit Peter Baumbergers Zeiten nichts geändert.

Selbstverständlich spiegeln die Uhren die Handschrift des Meisters wider. Sie verfügen über seine charakteristischen, überdimensionalen Zeiger im Breguet-Stil, römische Ziffern, ausgewogene Zifferblätter sowie eine makellose Verarbeitung. Heute werden drei Modelle vorgestellt:

  • die limitierte Auflage UJ1 (in Platin mit silbernem oder grauem Zifferblatt bzw. in Gold mit silbernem Zifferblatt, jeweils limitiert auf 25 Stück, 368.000 CHF bzw. ca. 448.663 $),
  • die UJ2 mit Zeitanzeige, angetrieben von einer natürlichen Hemmung mit doppeltem Unruh (105.000 CHF bzw. ca. 128.000 $) und
  • die UJ3 mit ewigem Kalender und einer von Andreas Strehler entwickelten sofortigen Mondphasenanzeige (168.000 CHF bzw. ca. 204.834 $).

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