Sonntag , 17 Mai 2026
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Jean-Frederic Dufour (rechts) schaute sich den Final der US Open gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump an.© Foto: Imago/UPI Photo

Dem Rolex-CEO gelang etwas, woran der Schweizer Bundesrat erbärmlich scheiterte

Jean-Frederic Dufour, Chef der Uhrenmarke Rolex, verbrachte am Final der US Open Stunden mit dem US-Präsidenten. Wer ist der Mann, der näher an Trump kam als der Bundesrat?

Es war neben dem Sieg von Carlos Alcaraz das grosse Thema am Final der US Open: Präsident Donald Trump wohnte dem Match im Arthur Ashe Stadium bei. Es war das erste Mal seit 25 Jahren, dass ein amtierender Präsident den Grand-Slam-Final in New York verfolgte. Und ganz nah bei Trump war mit Jean-Frederic Dufour ein Schweizer.

Dufour ist CEO des Schweizer Luxusuhrenherstellers Rolex, auf dessen Einladung Trump im Stadion war. Der US-Präsident verbrachte entsprechend den Abend in der Rolex-Loge und in Begleitung von Jean-Frederic Dufour. Über Stunden hinweg konnte sich der Firmenchef mit Trump unterhalten – etwas, das Wirtschaftsminister Guy Parmelin bei seinem Kurzbesuch in Washington am Freitag verwehrt blieb. Beim Versuch, eine Einigung im Zollstreit mit den USA zu erringen, musste der Bundesrat mit drei von Trumps Ministern vorliebnehmen.

Über was sich Dufour mit dem US-Präsidenten unterhielt, ist nicht überliefert. Allerdings ist es gut möglich, dass es zumindest teilweise um die Zölle ging, welche die USA erheben. Denn auch die Uhren von Rolex wurden mit dem Strafzoll von 39 Prozent belegt. Für Dufour dürfte es daher ein Erfolg sein, so nahe an Donald Trump herangekommen zu sein.

Mit Rolex steil bergauf

Erfolge sind dem 57-jährigen Genfer, der seit 30 Jahren in der Uhrenindustrie tätig ist, nicht fremd, wie die Zeitung «Bilanz» vor gut zwei Monaten schrieb. Einst bei Chopard, Ulysse Nardin, Blancpain und zuletzt CEO von Zenith, wurde Dufour 2015 zum Firmenchef von Rolex ernannt.

Unter Dufours Ägide stieg die Rolex-Produktion um die Hälfte auf 1,2 Millionen Einheiten pro Jahr an. Mittlerweile dominiert Rolex den Markt bei den Luxusuhren, der Marktanteil liegt gemäss einer Schätzung bei rund 32 Prozent.

Der grösste Coup, den Jean-Frederic Dufour landete, ist jedoch die Übernahme des Uhren- und Schmuckhändlers Bucherer für vier Milliarden Franken. Damit habe er, so die «Bilanz», «Rolexʼ Rolle als Branchenprimus gefestigt und gar stärker gemacht».

Passionierter Segler und Golfer

Privat ist über den Rolex-Chef weniger bekannt. Er ist verheiratet und Vater von drei mittlerweile erwachsenen Kindern. Die Familie lebte zuletzt in der Gemeinde Collonge-Bellerive am Genfersee, nahe bei Golfclub und Société Nautique de Genève (SNG). Denn neben einer Leidenschaft für Luxusuhren hat Dufour auch eine Passion fürs Segeln und Golfen.

Zu seinen Freunden zählt «JFD», wie er bei Rolex heisst, unter anderem Jean-Claude Biver, Präsident der Schweizer Uhrenfirma Hublot, oder François-Henry Bennahmias, Lenker von Audemars Piguet, einer weiteren Schweizer Uhrenmarke. Und als Botschafter von Rolex dürfte auch Roger Federer zum Kreis von Jean-Frederic Dufour zählen.

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