Das was unsere selbstbewusste Bundespräsidentin und Justiz-“Barbie” Karin Keller-Sutter mit Donald Trump verbockt hatte, konnte unser Wirschaftsminister Guy Parmelin nun in zähen Verhandlungen retten: die Schweiz hat endlich ihr Zoll-Abkommen. Das bestätigt US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer und auch der Bundesrat. Der Zollsatz beträgt 15 Prozent.
Die Schweiz hat ihren Zoll-Deal! Dies verkünden der Bundesrat und der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer. Auf X schreibt der Bundesrat. «Die Schweiz und die USA haben erfolgreich eine Lösung erreicht: Die US-Zölle werden auf 15 % gesenkt. Danke Präsident Trump für das konstruktive Engagement. Das Treffen mit Botschafter J. Greer war produktiv.»
«Wir freuen uns sehr über den Deal», sagte Greer in einem Interview und verwies auf dessen Bedeutung für die US-amerikanische Industrie. Es gehe um «eine Menge» Pharmaprodukte, Gold und Zug-Equipment, welche die Schweiz den USA senden werde.

Somit hat die Schweiz die gleiche Ausgangslage wie die Europäische Union. Das ist zwar immer noch deutlich mehr als vor der Amtszeit Trumps, doch immerhin werden Schweizer Firmen wieder wettbewerbsfähiger mit ihrer Konkurrenz aus dem nahen Ausland. Vor allem die Uhren-, Medizinal- und Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie dürften von tieferen Zöllen profitieren, wie die UBS auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP festhielt. Mit der Zollsenkung entfalle für die betroffenen Branchen auch der Wettbewerbsnachteil insbesondere gegenüber der EU-Konkurrenz, hiess es von der Luzerner Kantonalbank.
Reise bringt Durchbruch
Am Mittwoch war Wirtschaftsminister Guy Parmelin (66) nach Washington für Gespräche mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer gereist. Dies, nachdem in der Woche zuvor mehrere Schweizer Wirtschaftsführer bei US-Präsident Trump vorgesprochen hatten. Dieser Besuch habe eine neue Dynamik entwickelt, heisst es aus Bundesbern.
US-Präsident Trump hatte die weltweit hohen Zölle im April angekündigt und nach einer Verhandlungsphase im August dann auch durchgesetzt. Im Falle der Schweiz mit 39 Prozent sogar nochmals deutlich höher. Der Bund konnte im Frühsommer keine Einigung über tiefere Zölle erreichen – anders als die EU oder Japan.
Für die Schweizer Wirtschaft waren diese Monate eine schwierige Zeit. Die USA verdienten derweil wohl mehr als eine Milliarde Franken seit April mit den Schweizer Zöllen.
SUMMARY_Die Schweiz ist zwar herausragend – und ziemlich schlau. Aber sie ist auch verwundbar, wenn sie zwischen die Fronten von Grossmächten gerät. Die Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter wollte es schliesslich wissen. Und kassierte pünktlich zum Nationalfeiertag eine schallende Ohrfeige: Trump schloss nach einem Telefonat keinen Deal mit ihr ab, sondern erhöhte den Zoll – auf 39 Prozent. Dies war ein Schock für die Schweizer Wirtschaft, es war der höchste Zoll-Tarif, den Trump der Schweiz aufgedrückt hatte. Die EU kam mit 15 Prozent davon. Und dann, als praktisch niemand mehr an eine baldige Einigung mit den USA glaubte, ging es zwischen Bern und Washington plötzlich schnell. Fünf Firmenchefs reisten im November ins Oval Office. Dort schenkten sie Trump eine teure Rolex-Schreibtischuhr und einen speziell gravierten Goldbarren. Und sie sprachen über Investitionspläne in den Vereinigten Staaten. Wenige Tage später verkündete Bundesrat Guy Parmelin die frohe Kunde: Trump wird die Zölle auf 15 Prozent senken – auf dasselbe Niveau wie für die EU. Schweizer Exporte bleiben damit einigermassen konkurrenzfähig.
Tick-Talk TickTalk Blog


















