Die Schweizer Bundespräsidentin Karin Keller Sutter, war der Meinung, dass Sie bei den Zollverhandlungen mit Donald Trump gute Karten hätte. Mit 10 % Zoll für die Schweiz wäre sie einverstanden gewesen. Heute kam dann die Überraschung: der Zollhammer mit 39 Prozent für die Schweiz, Europas schlechtestem Zolldeal!

Mit den US-Präsidenten Donald Trump kann man nicht verhandeln, denn er ist ein unberechenbarer und sehr gefährlicher Narzist.
Die Schweizer Uhrenindustrie, ohnehin angeschlagen durch rückläufige Nachfrage und globale Marktunsicherheiten, wird durch die neuen US-Zölle schwer getroffen. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat am 1. August einen 39-prozentigen Strafzoll auf Schweizer Waren angekündigt – einer der höchsten Einzelsätze weltweit.
Schweiz reagiert mit „großem Bedauern“
Die Schweizer Bundesregierung (Bundesrat) erklärte, sie nehme die Maßnahme „mit großem Bedauern“ zur Kenntnis. Man stehe in engem Kontakt mit den US-Behörden und strebe eine verhandelte Lösung bis spätestens 7. August an. Andernfalls würden Produkte wie Schokolade, Schmuck und vor allem Uhren mit dem neuen Zollsatz belegt – mehr als doppelt so hoch wie der Standardtarif von 15 % für EU-Waren.
Pharmazeutische Produkte aus der Schweiz sind von den Zöllen vorerst ausgenommen.
Handelsdefizit als Begründung
Trump rechtfertigte die neuen Zölle mit dem Ziel, das Handelsdefizit der USA zu reduzieren und amerikanische Arbeitsplätze zu schützen. Die Schweiz exportierte 2024 Waren im Wert von rund 63 Milliarden US-Dollar in die USA – rund ein Sechstel ihrer Gesamtexporte. Im Gegenzug belief sich der US-Export in die Schweiz auf etwa 25 Milliarden US-Dollar – ein Handelsdefizit von 38 Milliarden.
Schweizer Uhren im Fokus
Besonders stark betroffen ist die traditionsreiche Schweizer Uhrenindustrie: Etwa 17 % aller Schweizer Exporte in die USA entfielen 2024 auf Uhren – rund 5,4 Milliarden Dollar. Die Branche leidet bereits unter:
- Rückläufiger Nachfrage aus China
- Starker Aufwertung des Schweizer Frankens
- Konkurrenz durch Smartwatches, insbesondere die Apple Watch
Die Uhrenexporte fielen im Mai 2025 um 10 %, wie die Fédération de l’industrie horlogère suisse berichtet. Analysten erwarten, dass ein 39 % Zoll in den USA zu einer Preissteigerung von über 20 % für Schweizer Uhren führen könnte – eine Belastung, die häufig an die Endverbraucher weitergegeben wird.
Börsen reagieren unterschiedlich
Der Aktienmarkt in der Schweiz war am 1. August wegen eines Feiertags geschlossen. Damit blieben Kursverluste zunächst aus. In London notierte der Einzelhändler Watches of Switzerland Group, der Marken wie Rolex in Großbritannien und den USA vertreibt, jedoch fast 8 % im Minus.
Nur Laos, Myanmar (Burma) und Syrien wurden mit noch höheren US-Zöllen belegt als die Schweiz.
UP-DATE 08.08.25
Trumps Reality-Show und die Schweiz als ideales Ziel, um ein Exempel zu statuieren: Das dürfte jetzt auf die Schweiz zukommen. Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter und Bundesrat Guy Parmelin sind erfolglos zu Zollverhandlungen in die USA gereist. US-Präsident Donald Trump empfing die beiden nicht im Weissen Haus und Aussenminister Marco Rubio schickte sie ohne Handelsvereinbarung nach Hause. Obwohl viele Schweizer Firmen weiter auf die Politik hoffen, dürfte es vorerst dabei bleiben. Raiffeisen-Schweiz-Chefökonom Fredy Hasenmaile erwartet nicht, dass es in den nächsten Tagen und möglicherweise auch Wochen zu einer Vereinbarung mit den USA kommt, wie er in einer Analyse schreibt.
Die Schweiz ist ein «ideales Ziel» für Trump
Die Schweiz gehört zu jenen Staaten, mit denen die USA ein signifikantes Warenhandelsdefizit verzeichnen. Der dominierende Treiber ist dabei die Pharmabranche. «Diese Abhängigkeit von einer Branche macht die Schweizer Wirtschaft verwundbar», so Hasenmeile. Denn US-Präsident Trump wolle nicht nur einen ausgeglicheneren Warenhandel, er strebe auch eine deutliche Reduktion der im internationalen Vergleich sehr hohen Medikamentenpreise an. «Das macht die Schweiz zu einem idealen Ziel, um ein Exempel zu statuieren und den Widerstand des Pharmasektors gegen tiefere Preise zu brechen.» Mit dem angekündigten US-Importzollsatz in Höhe von 39 Prozent muss sich die Schweiz auf ein geringeres BIP-Wachstum einstellen, prophezeit der Ökonom. Dieses Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt aber dank solider Binnenwirtschaft um 0,9 Prozent wachsen. Doch wenn es ausserdem noch zu US-Zöllen auf Pharmaimporte kommt, die bisher ausgeschlossen waren, drohe die Schweiz, in unruhiges Fahrwasser zu geraten. Dann steige der Druck auf die Nationalbank (SNB), die Zinsen weiter zu senken. Da die SNB den Leitzins im Juni auf null senkte, wären der nächste Schritt Minuszinsen. Die Folgen wären für Sparer schlecht. Viele Banken würden dann nicht nur keine Zinsen mehr zahlen, sondern Gebühren für die Verwahrung von Geld auf Konten erheben. Gegen Minuszinsen spricht allerdings die Prognose von Hasenmeile, dass die Inflation gegen Jahresende wieder steigt. Er rechnet damit, dass die Preisteuerung in der Schweiz in diesem Jahr 0,2 Prozent beträgt. In den USA dürfte die Inflation wegen der Zölle aber deutlich stärker zunehmen, von 3 Prozent im vergangenen Jahr auf 3,5 Prozent in diesem Jahr. Auch Karsten Junius, Chefökonom der Privatbank J. Safra Sarasin, schreibt in einer Analyse, Zölle lenkten Produktion und Kapital von ihrer effizientesten Zuteilung ab, was zu höheren Preisen und geringeren Kapitalrenditen führe. Die meisten dieser Kosten trage die USA selbst.
“Die Zölle schwächten aber auch die Arbeitsmärkte in Ländern, die für ihre Exporte stark von den USA abhängig sind wie die Schweiz. «In der Schweiz sind in den kommenden Monaten erhebliche Arbeitsplatzverluste so gut wie sicher, wenn es keine schnelle Lösung für den US-Zollschock gibt. Infolgedessen ist die Wahrscheinlichkeit negativer Leitzinsen der SNB gestiegen.» Bekim Laski, Chief Investment Officer beim Vermögensberater SMZH, sieht das Szenario von Negativzinsen nun ebenfalls als wahrscheinlicher an. Er sagt aber auch, das Verhalten von US-Präsident Trump lege die Vermutung nahe, dass er die Zollmassnahmen als Teil einer fortlaufenden Reality-Show betrachtet. Weitere Deals oder zusätzliche Zollerhöhungen erschienen deshalb sehr wahrscheinlich. Er bemerkt aber auch, dass US-Gerichte weiterhin die rechtliche Grundlage dieser Zölle prüfen, was Zweifel an deren Beständigkeit und Durchsetzbarkeit aufkommen lasse.

SUMMARY: Die Intervention unserer Bundespräsidentin Karin Keller Sutter war nicht von Erfolg gekrönt. Trump kannte die Dame nicht einmal, obwohl Karin Keller Sutter meinte, sie hätte einen guten Draht zu ihm. Sie hatte in Ihrem Verhandlungspaket 1 Prozent mit und bot Trump dies an. Für Trump war das eine Provokation, zudem bot ihm eine Frau dies an, vor Frauen hat Trump null Respekt. Die neuen US-Zölle könnten die ohnehin angeschlagene Schweizer Exportwirtschaft – insbesondere die ikonische Uhrenbranche – weiter schwächen. Die Uhrenexporte fielen im Mai 2025 um 10 %, wie die Fédération de l’industrie horlogère suisse berichtet. Analysten erwarten, dass ein 39 % Zoll in den USA zu einer Preissteigerung von über 20 % für Schweizer Uhren führen könnte – eine Belastung, die häufig an die Endverbraucher weitergegeben wird. Ob in den wenigen Tagen bis zur Frist eine Einigung mit Trump doch noch gelingen wird steht in den Sternen. Nun knöpft sich Trump auch noch das Schweizer Gold und auch die Schweizer Pharmazie Industrie vor. Er will die Schweizer Pharmazie-Branche mit 250 Prozent Zoll belegen.
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