In letzter Zeit häufen sich die Kollaborationen. Mit der M.A.D.1S “Grow Your Dreams” bringt die Farbenwelt des britisch-nigerianischen Designers Yinka Ilori ans Handgelenk.

Uhren sind meist ein Spiel mit Details. Mit Proportionen, Oberflächen, dem Schimmer von Metall und Glas. Bei der neuen M.A.D.1S “Grow Your Dreams” geht es um mehr – um Farbe, Hoffnung, Träume. Drei limitierte Editionen entstanden in der Zusammenarbeit der von MB&F Gründer Maximilian Büsser initiierten M.A.D. Editions und dem Künstler Yinka Ilori, der dafür bekannt ist, Alltägliches mit Optimismus und Leuchtkraft aufzuladen.

Von Möbeln zu Mechanik
Ilori, in London geboren, mit nigerianischen Wurzeln, ist kein Unbekannter in der Welt des Designs. Seine Arbeiten reichen von Spielplätzen über McLaren-Unikate bis hin zu Einkaufstüten. Immer geht es um Geschichten, Gemeinschaft, Lebensfreude. Dass er sich nun erstmals auf eine Uhr einlässt, war weniger geplant als Schicksal: MB&F-Gründer Maximilian Büsser entdeckte seine Arbeiten zufällig in einer Zeitschrift, war sofort fasziniert – und sechs Tage später stand Ilori bereits im Genfer Atelier.
Die Uhr als Leinwand
Das Ergebnis: drei Modelle, die unter dem Titel „Grow Your Dreams“ laufen – Sun, Nature, Water. Je 400 Stück, jeweils mit farbigen Titanrotoren, die mit einem filigranen Baummotiv versehen sind. Es ist ein Sinnbild, das sich durch Iloris Werk zieht: Bäume stehen für Geduld, Wachstum, Hoffnung. Mit jeder Drehung des Rotors schimmert das Motto auf: Grow Your Dreams.

Technisch bleibt die Basis vertraut: das Swiss-made-Automatikwerk La Joux-Perret G101 mit 68 Stunden Gangreserve, 4 Hz und drehbarem Stundenzylinder. Neu ist der Rotor, der dank Titan leichter wirkt und durch Anodisierung in kräftigem Gelb, Grün oder Blau erscheint. Er leuchtet zusätzlich mit Superluminova. Auch die Lünette bekam eine Premiere: Zum ersten Mal setzt M.A.D.Editions Farbe ein – HyCeram, eine hochfeste Keramik, die in präzise gefräste Rillen eingebracht und von Hand poliert wird. Selbst die Grundplatine trägt ein Wellenmuster, das sich im 3D-Effekt unter dem Werk kräuselt.

Freude in Serie
Das Armband greift Iloris Handschrift auf: Kautschuk, geprägt mit Blattmotiven, und in gewagten Kombinationen – Gelb-Grün bei Sun, Violett-Rot bei Nature, Hell- und Dunkelblau bei Water. Wer es ruhiger mag, bekommt zusätzlich ein weißes Band. Das Gehäuse bleibt robust: 42 Millimeter Edelstahl, 15 Millimeter hoch, Mineral- und Saphirglas, 30 Meter wasserdicht.

Mehr als Farbe
M.A.D.Editions begann 2021 als Nebenprojekt – ein Dankeschön an die MB&F-Community, kein strategisches Produkt. Heute ist daraus eine Reihe geworden, die längst eigene Geschichten schreibt. Mit Ilori erreicht sie eine neue Ebene: Die Uhr wird nicht nur zum Zeitmesser, sondern zum Vehikel, das die Idee trägt, dass Träume wachsen können – wenn man sie pflegt. Oder wie Ilori es selbst formuliert: „Man muss geduldig sein, um schließlich eine Uhr zu ernten.“
Die Uhren kosten 3.200 Schweizer Franken ohne Steuern, umgerechnet rund 3.400 Euro zuzüglich MwSt. Wie schon bei den bisherigen Editionen reicht es jedoch nicht, einfach in den Shop zu klicken: Jede Version ist auf 400 Exemplare limitiert, der Zugang erfolgt ausschließlich über eine Verlosung. Interessierte registrieren sich dafür zwischen dem 2. und 8. September 2025; die Gewinner werden per Zufallsprinzip ermittelt – ein Verfahren, das den Prozess so fair wie möglich halten soll.
SUMMARY_In letzter Zeit häufen sich die Kollaborationen in der Uhrenindustrie. Woran das liegen mag? Die Geschäfte laufen nicht mehr so wie früher. Kreativität wird Mangelware. Die einzige Möglichkeit, man rückt näher, auf das sich Kollaborationen inflationieren. Andererseits ist immer der der Gewinner, der ein Image Defizit hat.
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