Das Uhrenunternehmen Swatch bereitet einem Medienbericht zufolge den Generationenwechsel an der Konzernspitze vor. Wird Dr. h.c. Marc A. Hayek der starke Mann in der Swatch Group?

Nayla Hayek, Verwaltungsratspräsidentin von Swatch, und Konzernchef Nick Hayer sprechen in einem Interview über einen Generationenwechsel. Dabei fällt der Name Marc Hayek als möglicher CEO.
Im Gespräch mit der «Schweiz am Wochenende» sagt der gegenwärtige CEO: «Wir zwingen ihn zu nichts. Marc arbeitet hervorragend, er blüht auf in seinem Job.» Marc ist der Sohn von Sohn von Nayla Hayek, er ist vor zwei Jahren in den Verwaltungsrat gewählt worden.
Swatch habe aber auch andere gute Leute im operativen Bereich, die mehr Verantwortung übernehmen können und wollen, so Hayek. Weiter sagt er: «Sie sehen mich nicht noch für 20 Jahre als CEO.» Sollte ihm morgen etwas zustossen, gebe es kein Problem. «Wir haben einen Plan.»

Hayeks zeigen Offenheit gegenüber der Finanzwelt
Angesprochen auf darauf, ob es für den Uhrenkonzern nicht einfacher wäre, nicht an der Börse zu sein, sagt Nayla Hayek: «Es ist ein Familienunternehmen und doch keines. So wie es auch schon immer die Devise unserer Eltern war: Wir verschulden uns nicht gern.» Das müssten die Hayeks jedoch tun, wollten sie Swatch von der Börse nehmen.
CEO Nick Hayek ergänzt, man sei sehr offen gegenüber der sogenannten Finanzgemeinde – den Börsenteilnehmern also. «Wir sind uns sehr wohl der Verantwortung bewusst, dass unser Unternehmen an der Börse ist.» Darum habe man Jahr für Jahr Dividenden ausbezahlt und zugleich darauf geachtet, dass sich die Familie nicht vorwerfen lassen müsse, sie würde zu viel ausschütten, um überdimensional zu profitieren.
SUMMARY_Zu Marc A. Hayek habe ich eher ein gespaltenes Verhältnis. Sein Grossvater, mit dem ich ein sehr gutes Verhältnis hatte, hat mir immer durch die Blume wissen lassen, wo er denn seinen Enkel einsetzen kann. Den Gastronomie-Betrieb Colors in Zürich hat er völlig in den Sand gesetzt. Danach ging er wieder zum Grossvater, der ihm eine Spielwiese in der Swatch Group gab, wo er für unbedeutende Uhrenmarken kleinere Events organisieren durfte. Erst durch das Ableben des Grossvaters kam er zum Zug, wo er die Marken Jacques Droz, Blancpain und Breguet übernahm, mit dem Erfolg, dass es heute den Luxusmarken Blancpain und Breguet an Begehrlichkeit fehlt.
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