Montag , 21 September 2026
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Blancpain: “Lady B.” wird Siebzig

Die neue Blancpain Lady B. ist nur wenige Millimeter groß und doch enthält sie eine ganze Geschichte über technische Miniaturisierung – und eine Pionierin der Schweizer Uhrenwelt.

Blancpain baut eine Mini-Uhr – und versteckt darin ein Automatikwerk.

Kleine Uhren sind längst wieder zurück. Doch Blancpain treibt den Trend mit seiner neuesten Uhr ziemlich weit: Die neue Lady B misst gerade einmal 19 Millimeter im Durchmesser. Fast kugelförmig, ohne sichtbare Bandanstöße und mit einem zweimal um das Handgelenk gelegten Lederband könnte man sie auf den ersten Blick eher für ein Schmuckstück als für eine mechanische Uhr halten.

Die neue Lady B greift insbesondere die historische Ladybird Bullet auf. Bei dieser lief das Armband durch eine Öffnung auf der Rückseite und ließ sich dadurch schnell austauschen.

Blancpain überträgt die Idee nun auf ein ungewöhnliches zweiteiliges Gehäuse, dessen Unterseite am Handgelenk beinahe verschwindet. Das Ergebnis ist eine Uhr mit einem Volumen von gerade einmal 2,9 Kubikzentimetern. Angeboten wird sie entweder in poliertem Edelstahl oder in 18-karätigem Rotgold. Beide besitzen ein schlichtes opalfarbenes Zifferblatt mit aufgesetzten Indizes und polierten Zeigern. Trotz ihrer winzigen Abmessungen ist die Lady B mit 13,2 Millimetern allerdings überraschend hoch – die fast kugelförmige Silhouette ist ausdrücklich Teil des Designs.

Das eigentlich Erstaunliche steckt in den 19 Millimetern

Denn Blancpain setzt nicht auf ein Quarzwerk, um die Lady B so klein bauen zu können. Im Inneren arbeitet das automatische Manufakturkaliber 615. Das Werk selbst misst nur 15,7 Millimeter im Durchmesser und 3,9 Millimeter in der Höhe, besteht aber trotzdem aus 180 Komponenten und 29 Lagersteinen.

Das bereits 1995 eingeführte Kaliber wurde über die Jahre weiterentwickelt und besitzt heute unter anderem eine Siliziumspirale. Es arbeitet mit 21.600 Halbschwingungen pro Stunde und bietet laut den aktuellen technischen Angaben 38 Stunden Gangreserve. Damit wird die Lady B zu einem ziemlich guten Beispiel dafür, dass mechanische Uhrmacherei nicht zwangsläufig viel Platz am Handgelenk beanspruchen muss.

Auch das Armband gehört zum Konzept. Das schmale Kalbslederband wird direkt durch das Gehäuse geführt und zweimal ums Handgelenk gelegt. Verschiedene Farben von Weiß und Beige über Burgunderrot und Blau bis Coral oder Violett sollen der winzigen Uhr immer wieder einen anderen Charakter geben.

Preis und Verfügbarkeit

Die Blancpain Lady B gehört zur permanenten Kollektion und ist nicht limitiert. Die Edelstahlversion kostet in Deutschland 11.100 Euro, die Variante aus 18-karätigem Rotgold 16.930 Euro. Beide Modelle sind bis 30 Meter wasserdicht.

FAZIT:

Vorteile der Blancpain Ladybird (Marke & Modell 2026)

Die Blancpain Ladybird 2026 bleibt eine der ästhetisch stärksten, technisch saubersten Damenlinien im Haute‑Horlogerie‑Segment. Ihre Vorteile liegen klar in Manufakturkompetenz, klassischer Eleganz und Markenprestige, während die Nachteile vor allem Preis, geringe Sichtbarkeit und konservative Designsprache betreffen.

Nachteile der Blancpain Ladybird (Marke & Modell 2026)

1. Geringe Markenbekanntheit bei Frauen

  • Blancpain ist nicht im Lifestyle‑Mainstream.
  • Viele Käuferinnen kennen Cartier, Rolex, Patek – aber nicht Blancpain.
  • Das erschwert spontane Kaufentscheidungen und Wiederverkauf.

2. Hoher Preis bei geringer Sichtbarkeit

  • Ladybird 2026 liegt meist zwischen CHF 12’000 – 28’000.
  • Für eine Uhr, die weniger sichtbar ist als Cartier oder Rolex, wirkt der Preis für viele Käuferinnen „zu technisch“.

3. Sehr klassische Designsprache

  • Blancpain bleibt konservativ.
  • Keine mutigen Farben, keine modischen Experimente.
  • Für jüngere Käuferinnen wirkt die Ladybird manchmal „zu brav“.

4. Servicekosten & Exklusivität

  • Blancpain‑Service ist teuer:
  • Revision oft CHF 900 – 1’400.
  • Ersatzteile sind nicht überall verfügbar.
  • Die Marke ist weniger „plug & play“ als Rolex.

5. Wiederverkaufswert

Ausnahme: limitierte Emaille‑Modelle oder Boutique‑Editionen.
Blancpain ist sammlerrelevant, aber nicht „hype‑getrieben“.
Ladybird verliert im Sekundärmarkt oft 20–35 %.

About Karl Heinz Nuber

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