Samstag , 16 Mai 2026
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“Royal Pop” führt zu unschönen Tumulten und zieht ausschliesslich “Flippers” an, von Hype keine Spur

Die neue Royal Pop, die erste gemeinsame Uhr von Swatch und Audemars Piguet, geht heute erstmals über den Ladentisch. Der Andrang vor dem Swatch-Store an der Zürcher Bahnhofstrasse ist gross. Die Stimmung unter den Wartenden ist gereizt. Vor 9 Uhr gibt’s die ersten Uhren. Doch die meisten gehen ohne “Royal Pop” Uhren nachhause und sind völlig frustriert. Ihr Frust widerspiegelt sich in unschönen Sachbeschädigungen.

Hunderte stehen Samstagmorgen vor Swatch-Store in Zürich für Royal Pop
90 Prozent Männer in Warteschlange, viele planen Weiterverkauf (Flipper) mit Gewinn
350 Franken pro Uhr, inspiriert von Royal Oak, bereits auf Ricardo gelistet

Auch in Basel gibts Probleme beim Verkauf der neue Royal Pop. Wie ein Blick-Leser berichtet, eskaliert die Situation in der noblen Einkausmeile Freie Strasse, als die Swatch-Verkäufer den wartenden Uhrenfans mitteilen, dass alle neuen Uhren verkauft sind. Und dass sie doch bitte nach Hause gehen sollen. Das schmeckt vielen nicht, sie begehren auf. Die Stimmung ist dermassen aufgeladen, dass die Store-Angestellten den Laden grad komplett schliessen. «Wir haben heute ausnahmsweise geschlossen», heisst es jetzt auf einem Zettel an der Ladentüre.

Extra aus Lausanne angereist – ohne Royal Pop nach Hause

Eigentlich müssten Tim (20) und Nik (21) enttäuscht sein. Die beiden sind extra für die Lancierung der Royal Pop aus Lausanne an die Zürcher Bahnhofstrasse gereist und gehen leer aus. Doch sie sehen das Ganze positiv. «Es war spannend zu sehen, wie so eine PR-Aktion abläuft», sagt Tim. Sein Freund Nik (21) ergänzt: «So funktioniert Marktwirtschaft!»

Vorwiegend “Flippers” unter den Kunden

Der Swatch-Store an der Bahnhofstrasse in Zürich hat alle Royal Pop verkauft. Jetzt wittern Wiederverkäufer das grosse Geschäft. Sie warten rund um den Laden auf frustrierte Uhrenfans, die vergeblich in der Schlange gestanden sind – und ohne Royal Pop nach Hause müssen. Thanu (25), Mocro (20) und Luca (20) zeigen stolz ihre Uhren her. Sie haben klare Preisvorstellungen. «Für 2000 Franken kannst Du meine haben», sagt Luca zum Tick-Talk-Reporter. Mocro geht unten rein. «1000 Franken, und wir kommen ins Geschäft», unterbietet er das Angebot des Kollegen. Viel Geld machen beide, wenn jemand anbeisst. Ihre Uhren haben sie heute früh erst für 350 Franken gekauft.

Uff, das war knapp! Als einer der Letzten aus der langen Warteschlange hat sich Alexander (23) aus Zürich eine Royal Pop gesichert. Er strahlt übers ganze Gesicht. «Das war knapp!», freut er sich. Der Kontrast zu den Dutzenden, die ohne Uhr nach Hause gehen müssen, könnte grösser nicht sein.

Alle Uhren sind weg! Security positioniert sich vor dem Laden

Dem Swatch-Store an der Bahnhofstrasse in Zürich sind die Royal Pop ausgegangen! Kurz vor 11.30 Uhr geht die letzte Uhr über den Ladentisch. Sicherheitsleute machen sich vor dem Eingang breit. Die letzten Kunden verlassen das Geschäft. Der Frust unter den Wartenden ist gross. Eine Frau schimpft lauthals, wird kurz darauf von einem Sicherheitsmann angeschrien. Dann gibt sie Ruhe und zieht ab.

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