Die Geschichte der jungen deutschen Luxus-Schmuck-Marke Magior.Jewelry beginnt mit der Suche des Schmuckaffinen Designer Wladimir Sujundukow nach einem Armband, das er selbst gerne tragen würde. Elegant soll es sein, einfach im Handling und hochwertig gefertigt. Das war 2015. Zwei Jahre später kommen die ersten Bänder seiner neu gegründeten Marke auf den Markt, 2023 wird die Luxus-Marke geschützt. Tick-Talk unterhielt sich mit dem schmuckaffinen Magior-Gründer.

Neben Ring und Uhr sind die drei stilvollsten, zeitlosen und gesellschaftlich akzeptierten Schmuck-Kategorien für Männer Armband, Halskette und Manschettenknöpfe. Für einen Mann mit einem ästhetischen Anspruch (präzise, strukturiert, luxuriös, nicht überladen) eignen sich vor allem reduzierte, hochwertige Materialien: Titan, Platin, Weißgold, schwarzes DLC, Kautschuk, geflochtenes Leder, Onyx. Das Armband sollte keinesfalls die Armbanduhr konkurrenzieren.
Herr Sujundukow, wie sind Sie in die Schmuckbranche gekommen?
In die Schmuckbranche bin im Sommer 2013 gekommen – als Mitarbeiter einer Firma, die für die Sicherheit eines hochkarätigen Juwelier zuständig ist. Von den edlen Juwelen und schönen Schmuckstücken, die mich tagtäglich während meiner Arbeit umgaben, war ich vom ersten Moment an beeindruckt und fasziniert. So hat sich nach und nach alles ergeben.

Wie ist Ihr Markenname MAGIOR zustande gekommen?
Ich wollte keinen komplizierten Markennamen, sondern einen selbsterklärenden Markennamen. Die ersten vier Buchstaben “MAGI” stehen für MAGIC und “OR” steht für Gold, so einfach war die Entstehung.

Wie sind Sie als Schmuck-Designer auf die Armbänder gekommen?
Ich trage selbst als Mann Armbänder, habe aber leider im Markt nichts Adäquates gefunden, was meinen persönlichen hohen qualitativen Anforderungen gerecht werden würde. Deshalb habe mich entschlossen meine eigenen Armbänder nach meiner Philosophie herzustellen. Vom scratch bis zum fertigen Produkt.

Von welcher Philosophie sprechen wir?
Herrenarmbänder 2025/2026 bewegen sich klar in zwei Richtungen: massive Statement‑Stücke und minimalistische, hochwertige Materialien. Der Markt wächst (~7 % laut Branchenanalysen) und wird von Gold, Silber, Platin, Leder und Mixed Metals dominiert. Ich habe mich entschieden: Minimalismus ist die Gegenbewegung zu massiven Statement‑Pieces. Kein extrovertierter Luxus sondern leises understatement. Hinter meinem Produkt stehen minimalistische, hochwertige Materialien, absolute Qualität ist unser Credo.

Warum haben Sie sich beim Material auf italienisches Nappa-Leder konzentriert?
Leder bleibt das „gateway product“ für Männer, die erstmals Schmuck tragen. Das anschmiegsame Nappa-Leder wird exklusiv in Italien gefertigt. Wenn Edelsteine, dann entscheiden wir uns nur auf naturbelassene. Wir verwenden ausschliesslich natürliche Diamanten und unbehandelte Farbedelsteine, beispielsweise Turmaline und Saphire.

Nappa-Leder hält nicht ewig, gibt es eine Kulanz für das Armband?
Nappaleder ist ein hochwertiges, besonders weiches Leder und langlebiges Leder. Sollte es wider Erwarten einen Materialschaden geben, ersetzen wir das Band unverzüglich.

Der Trend zu „männlichem High Jewellry“ wächst – getrieben von Modehäusern und Prominenten. Was ist unter «männlicher High Jewellry» zu verstehen?
Damit meine ich «Deutsche Wertarbeit kombiniert mit grenzenlosem personalisierbaren Luxus». Wir produzieren unsere selbstentwickelte Goldschliesse in der Goldstadt Pforzheim, die das Band ohne Hilfsmittel am Arm hält und somit auch ein einfaches Handling ermöglicht. Der akustische “Klick” gibt ihnen die Sicherheit, dass das Armband nicht vom Handgelenk fällt. Auch die Einschub-Elemente und Schliessen sind aus 750 Gold «made in Pforzheim».

Wie kommen Sie auf einen «Grenzenloser personalisierbarer Luxus»?
Der grenzenlose personalisierbare Luxus wird nur vom eigenen Budget des interessierten Konsumenten eingeschränkt. So zum Beispiel entscheidet sich der Konsument für die Lederfarbe und die Art der Edelsteine, für die Farbe und die Karat-Anzahl der Edelsteine.

Sie verkaufen lediglich an Juweliere und Uhrenfachhändler, was steht dahinter?
Ich unterstütze Juweliere und deren Verkaufspersonal gerne bei der Beratung zu individuellen Kundenwünschen, der Steinauswahl oder Motiven für die Schmuckelemente. Denn Kunden verdienen Aufmerksamkeit.

«Der Kunde verdient Aufmerksamkeit», wäre ein Konfigurator, der die Farben der Nappa-Ledermöglichkeiten, den 750 Gold Verschluss sowie die Qualität und Farben der Steine abgespeichert hätte, am POS sehr hilfreich?
Mittel-und langfristig haben wir an einen Konfigurator am POS gedacht. Dies ist jedoch noch Zukunftsmusik, denn solche Konzepte sind nur dann erfolgreich, wenn sie von gut geschulten Fachpersonal gepflegt werden.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit Ihren Nappa-Lederarmbänder geschmückt mit Edel-und Halbedelsteinen und Gold an?
Mit dem Nappa-Lederarmband sprechen wir eine Zielgruppe zischen 25 bis 65 Jahren an. Mit Edelstein, Diamanten und Gold schlagen wir die Brücke zum «High Luxury» und sprechen auch die HNWI (High Net Worth Individual) und UHNW (Ultra High Net Worth Individuals) gezielt an.

Last but not least: Was haben Sie für mode-und schmuckaffine Frauen im Angebot?
Schauen wir uns den Markt der Armbänder 2026 an, erkennt man klar das sich der Markt in drei Richtungen entwickelt: Perlen‑Maximalismus, Farbige Kristalle & Korean Chic, sowie organische Boho‑Florals. Parallel bleibt Gold‑Minimalismus als leises Luxus‑Statement bestehen. Die Shopping‑Daten zeigen starke Tendenzen zu Double‑Layer‑Pearls, Zirkon‑Farbspektren und Raffia‑Blumenformen. Da liegen wir mit unserem leisen Luxus‑Statement bei den Herren richtig. Lassen Sie sich überraschen, was wir für die Frauen in der Pipeline haben.
Besten Dank für das interessante Interview.
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