Montag , 29 Juni 2026
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“Supercar Owners Circle” verwandelt den Furkapass in eine Showbühne

An diesem Wochenende röhren die teuersten Autos der Welt über den Furka- und Oberalppass. Der Supercar Owners Club darf wie jedes Jahr für ein paar Stunden die Passstrassen für sich sperren lassen. Tick-Talk war am Freitag dabei.

Am Oberalp halten fünf Hypercars an, sie haben keine Strassenzulassung und werden im Lastwagen zur nächsten abgesperrten Strecke gebracht, dem Flughafen Ambri TI. Die PS-Monster sind eindrücklich: Da sind ein Bugatti-Bolide mit 1600 PS, zwei Mercedes SLS AMG GT3 und ein Capricorn 01 Zagato mit 900 Pferdestärken. Den knallroten Capricorn hat der CEO der Firma, Robertino Wild, gleich selber auf den Pass gefahren. Er ist begeistert: «Ich kann die Fahrt viel mehr geniessen, wenn die Strecke sicher abgesperrt ist. Da kann ich zwischendurch ohne Sorge Gas geben.»

Auch vor Ort ist Florian Wagner, der Entwickler des edlen Flitzers. Er ist sehr zufrieden, dass sein Wagen bei dem Anlass dabei ist. Das neue Fahrzeug soll ja bekanntwerden. Auch er spricht mit Blick. Er kann verstehen, dass die Sperrung manchen Leuten sauer aufstösst. Er sagt zu Blick: «Wer mit solchen Autos nichts am Hut hat, findet das natürlich Quatsch. Aber der Pass wird ja auch für Radsportanlässe gesperrt. So eine Stunde kann man doch mal in Kauf nehmen.»

2026 steht der Event unter dem Patronat von Bugatti, der Veyron feiert seit letztem Jahr das 20-jährige Jubiläum. Von den über 1000 PS starken Boliden mit 16 Zylindern und Preisen weit über einer Million Franken donnert aktuell gleich ein kleines Rudel durch die Urner Bergwelt. Der Designchef von Bugatti hat denn auch das Plakat für den diesjährigen Anlass entworfen.

Ticket kostet 10’219 Franken

Das Basispaket für die Millionärsparty kostet 10’219 Franken, Extras wie der Autotransport oder der Anflug mit dem Privatjet kosten zusätzlich. Dafür wird auch neben den abgesperrten Strassen was geboten: Übernachtet wird im Fünfstern-Chedi in Andermatt, neben ungestörtem Fahren auf dem Oberalp- und dem Furkapass kann auch auf dem Flughafen Ambri das Gaspedal durchgedrückt werden.

Unter dem Strich machen die 60 Supercars in Andermatt erstaunlich wenig Radau. Zwischendurch röhrt ein bizarr wirkender violetter Lamborghini Diablo durchs Dorf oder es poltert und raucht ein uralter Porsche 911 RSR 3.0 durch die Gemeinde. Ansonsten wirken die ganzen Bugatti Veyrons und Ferraris überraschend gesittet. Kein Auspuffgeknalle oder Burnouts wie bei Treffen von Autoposern in Schwamendingen ZH. Am Samstag früh geht es weiter mit der Fahrt über den abgesperrten Furkapass.

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