Nick Hayek, CEO der Swatch Group, schlägt als Antwort auf die amerikanischen Zölle eine Exportsteuer von 39 Prozent auf Goldbarren die in die USA geliefert werden, vor. Seine offensive Strategie findet breite Zustimmung in der Schweizer Bevölkerung. Viele wünschen sich Hayek sogar in die Politik. So ist die Stimmung: «Warum ist Hayek nicht Bundespräsident? Der weiss, wie man Geschäfte macht!», schreibt Blickleser Gabriel Gerber. Ähnlich zeigt sich Blickleser Reto Zosso: «Solche Leute sollten politisch aktiver werden. Überlegen Sie es sich, Herr Hayek!»
Unsere Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter hatte bei den Verhandlungen mit den Exportzöllen versagt. Sie hatte auch kein attraktives Angebot dabei, mit dem Sie Trump umstimmen konnte. Der Amerikanische Präsident Donald Trump lästerte danach in einem Video-Interview über unsere Bundespräsidentin. «Ich habe kürzlich etwas mit der Schweiz gemacht. Ich sprach mit der Premierministerin», womit Keller-Sutter gemeint war. «Die Frau war nett, aber sie wollte nicht zuhören. Ich habe ihr gesagt, dass wir ein 41-Milliarden-Defizit haben.» Unter diesen Umständen könne er keine Zölle von einem Prozent geben, fügte Trump an. Das sei das gewesen, was die Schweiz verlangt habe. Auch der zweite Anlauf gemeinsam mit unserem Wirtschaftsminister Guy Parmelin ging auch in die Hose.
Da kam natürlich die Forderung von Nick Hayek Exportsteuer von 39 Prozent auf Goldbarren die in die USA zum rechten Zeitpunkt. Die Forderung von Nick Hayek (70) ist unmissverständlich. «Jetzt ist der Moment, in die Offensive zu gehen», sagt der Swatch-Chef. Nachdem Donald Trump (79) die Goldbranche von den US-Zöllen ausgenommen hat, schlägt Hayek vor: «Die Schweiz soll eine Exportsteuer auf Goldbarren von 39 Prozent für die USA erlassen.» Für den Uhrenpatron ist klar, dass Trump die Gold-Zölle nicht aus Goodwill erlassen hat, sondern weil ein solcher Export-Zoll Konsequenzen in Amerika hätte. «Das ist seine Achillesferse!»
Doch wie kommt Hayeks Vorschlag in der Goldbranche an? TICK-TALK hat bei den Schweizer Raffinerien nachgefragt. Wenig überraschend zeigen sich diese nicht begeistert über Hayeks Ansinnen – auch wenn sich niemand direkt mit dem Swatch-Chef anlegen will.
«Die Forderung nach einer 39-prozentigen Exportsteuer auf Goldbarren erscheint mir emotional nachvollziehbar», meint Robert Vitye, CEO von Solit, einem europäischen Edelmetallhändler mit Sitz in Tägerwilen TG. Ökonomisch betrachtet sei diese jedoch zurückzuweisen. Oder wie es Vitye formuliert: «Man könnte dem Vorschlag sogar eine suizidale Tendenz attestieren.» Eine Reduktion der Goldexporte hätte gemäss Vitye verheerende wirtschaftliche Folgen. «Sowohl auf dem internationalen Goldmarkt als auch auf dem Schweizer Goldstandort.»
SUMMARY_Nick Hayek, Pirat und Provokateur in der Uhrenindustrie, weiss wie man Trump treffen kann, wo es ihm weh tut. Diesen neuen Biss haben wir in den letzten Jahren vermisst.
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