Eine Studie von THE WATCH REGISTER belegt wachsende Sorgen der Einzelhändler wegen der zunehmenden Verbreitung von “Superfakes” auf dem Markt für Luxusuhren.
- 34 % der Händler äußerten Unsicherheit hinsichtlich ihrer Fähigkeit, hochwertige Uhrenfälschungen zu erkennen
- Nur 3 % der Händler gaben an, dass sie gestohlene Uhren oder hochwertige Fälschungen nicht als Risiko für den Sekundärmarkt betrachten
- Über 280.000 Uhren werden mittlerweile jährlich von The Watch Register auf dem globalen Markt für gebrauchte Uhren überprüft
Hochpreisige Einzelhändler auf dem globalen Markt für gebrauchte Luxusuhren sind zunehmend besorgt über die Zunahme raffinierter Uhrenfälschungen, da sogenannte „Superfakes“ immer schwerer zu erkennen sind und zu finanziellen Verlusten führen. Dies geht aus einer neuen Studie von The Watch Register hervor, der weltweit größten und etabliertesten internationalen Datenbank für verlorene, gestohlene und gefälschte Luxusuhren.

Die internationale Studie unter Händlern für gebrauchte Luxusuhren in den USA, Europa, Asien und dem Nahen Osten deckte eine wachsende Besorgnis über das Ausmaß und die Komplexität des Fälschungsmarktes auf. Zwar ist das Vertrauen in bestehende Erkennungsverfahren nach wie vor relativ groß – alle Befragten gaben an, dass sie entweder sehr zuversichtlich (44 %) oder ziemlich zuversichtlich (56 %) in ihre aktuellen Authentifizierungssysteme sind –, doch stellt das Aufkommen hochwertiger Repliken selbst erfahrene Händler auf die Probe.
Zwei Drittel (66 %) der Einzelhändler geben an, dass sie zuversichtlich sind, eine hochwertige Uhrenfälschung erkennen zu können; allerdings räumt fast jeder Fünfte (19 %) ein, dass er dazu nicht in der Lage wäre, und eine weitere Gruppe (15 %) gibt an, solche „Superfakes“ nur gelegentlich erkennen zu können. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst unter Fachleuten Unsicherheit herrscht, wenn sie mit immer raffinierteren Fälschungen konfrontiert werden.

Nur 3 % der befragten Einzelhändler gaben an, dass sie gestohlene Uhren oder hochwertige Fälschungen nicht als Risiko für den Sekundärmarkt betrachten. Das Ausmaß der Besorgnis spiegelt sich in den finanziellen Auswirkungen wider, die diese Einzelhändler bereits zu spüren bekommen. Ein Drittel (33 %) berichtete von finanziellen Verlusten infolge einer Transaktion mit einer gefälschten Uhr in den letzten drei Jahren. Unter den Betroffenen sind wiederholte Vorfälle an der Tagesordnung: Sieben von zehn dieser Unternehmen (69 %) gaben an, bereits viermal oder öfter Verluste aufgrund unentdeckter gefälschter Uhren erlitten zu haben. Der typische kumulierte Verlust wurde auf etwa 13.000 US-Dollar geschätzt, doch 12 % gaben Verluste von mehr als 20.000 US-Dollar an.

Die Ergebnisse deuten auf eine wachsende Herausforderung für den Markt für gebrauchte Luxusuhren hin, auf dem Echtheit von entscheidender Bedeutung ist und schon eine geringe Anzahl von Transaktionen mit Fälschungen sowohl die Rentabilität als auch das Vertrauen untergraben kann.
Oliver Horner, Business Development Manager bei The Watch Register, sagte: „Gefälschte Uhren waren schon immer ein Problem, aber was wir derzeit beobachten, ist ein deutlicher Qualitätssprung. ‚Superfakes‘ werden immer überzeugender, was die Erkennung selbst für erfahrene Fachleute erschwert und den Unternehmen finanzielle Verluste verursacht. Diese Uhren werden oft mit überzeugenden Verpackungen und Papieren angeboten oder über vertrauenswürdige Netzwerke verkauft, wodurch der Eindruck von Echtheit erweckt wird”.
„Es ist zwar ermutigend, dass Einzelhändler in Prozesse und Instrumente zur Identifizierung gefälschter Uhren investieren, doch die Tatsache, dass weiterhin Verluste entstehen – oft sogar wiederholt –, zeigt, wie ausgeklügelt dieser Markt mittlerweile geworden ist. Fälschungen untergraben das Vertrauen auf dem gesamten Gebrauchtmarkt, weshalb eine gründliche und konsequente Sorgfaltsprüfung wichtiger denn je ist.“
Hintergrund zur Datenbank von „The Watch Register“:
Im Jahr 2025 erreichte „The Watch Register“ einen Meilenstein: Seit der Gründung des Dienstes vor mehr als einem Jahrzehnt wurden 5.000 verlorene und gestohlene Uhren identifiziert. Allein im vergangenen Jahr wurden von „The Watch Register“ identifizierte gestohlene Uhren in 34 Ländern in Nord- und Südamerika, Europa, Asien, Nordafrika, Australien und dem Nahen Osten aufgespürt, was sowohl das globale Ausmaß des Problems als auch die Reichweite der Plattform unterstreicht.
Die Datenbank von „The Watch Register“, die einen weltweiten 24/7-Service bietet, ermöglicht es Käufern von gebrauchten Uhren auf einfache Weise zu überprüfen, ob eine zum Verkauf angebotene Uhr als verloren, gestohlen oder gefälscht gemeldet ist. „The Watch Register“ kombiniert komplexe Computeralgorithmen mit menschlichem Fachwissen und menschlichem Eingreifen, um verlorene, gestohlene oder gefälschte Uhren auf dem globalen Gebrauchtmarkt aktiv zu identifizieren. Die Datenbank wird von Uhrenhändlern, Juwelieren, Pfandleihern und Auktionshäusern genutzt, um gestohlene oder gefälschte Uhren vor dem Kauf zu identifizieren. Sobald eine gestohlene Uhr ausfindig gemacht wird, schaltet sich das spezialisierte Rückholteam von „The Watch Register“ ein, um die Uhr zu sichern und die Rückgabe an den rechtmäßigen Eigentümer zu ermöglichen.
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