Donnerstag , 26 November 2020
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Der präpotente Audemars Piguet CEO François-Henry Bennahmias, der dieses Jahr leider leer ausging, gratuliert Piaget CEO Chabi Nouri zum Aiguille d'Or Grand Prix 2020

Der Grand Prix d’Horlogerie 2020 leidet nicht nur unter dem Corona-Blues

Die zum Genfer Richemont Konzern gehörende Luxusuhrenmarke Piaget erhielt an der diesjährigen Ausgabe Grand Prix d’Horlogerie den begehrten „Aiguille d’Or des Grand Prix’s“ verliehen. Breitling und Bovet zählten bei der von Covid betroffenen GPHG-Preisverleihung jeweils mit zwei Trophäen zu den Abräumern der diesjährigen Veranstaltung, an der nur Markenvertreter und Jurymitglieder teilnehmen durften. Jedoch der GPHG kämpft seit Jahren gegen Image- und Reputations-Problemen. Also „Make GPHG great again“!

Ein neues Bewertungsverfahren sowie eine neue Jury zielte darauf ab, die Auszeichnungen für mehr renommierte Marken zu öffnen, die zuvor die Möglichkeit abgelehnt hatten, sich an dieser Veranstaltung zu engagieren. Dem GPHG wird seit Jahren Korruption vorgeworfen, sodass Global Player der Uhrenindustrie auf Distanz zum GPHG gehen. Zudem sind auch langjährige Redaktions-Mitarbeiter der Handelszeitung in diesen Skandal verwickelt.

Die Mitglieder der Jury des GPHG 2020

Präsident Raymond Loretan, seit Mai 2018 im Amt, sollte die Reputation des GPHG retten. In ihn wurden grosse Hoffnungen gesetzt. Genauso in den ehemaligen Staatsrat Carlo Lamprecht (2016 – 2018), der sich Corine Maillard als Geschäftführerin ins Boot holte, versprach auch mehr, als er halten konnte. Im ersten Jahr unter der Ägide von Lamprecht dachte man, dass der GPHG auf gutem Kurs ist, jedoch im zweiten Jahr, waren wieder die alten Seilschaften am Ruder. Die Foundation der Grand Prix d’Horlogerie de Genève (GPHG) hat prinzipiell in ihrer Personalie nie Glück.

Die Jury des GPHG 2020

Präsident
Aurel Bacs, Sammleruhrenexperte, Mitbegründer und Partner von  Phillips in Zusammenarbeit mit Bacs & Russo

Mitglieder
Pierre Amstutz, Direktor der Genfer Uhrmacherschule
Denis Asch, Uhrmacher, Experte, Berater und Sammler
René Beyer, Mitinhaber und CEO der  Beyer Chronometrie SA
Vincent Calabrese, Uhrmacher
Isabelle Chillier, Geschäftsführer von Fiedler
Marie von Pimodan, Freiberuflicher Journalist
Philippe Dufour, Designer Uhrmacher
Alexandre Favez, Uhrmacherexperte und Berater, Geiger
Alexander Friedman, Mitbegründer von Watchonista und Sammler
Eric Giroud, Uhrendesigner
Denis Hayoun, Fotograf, Gründer des Studios Diode
Georges Humard, Inhaber und CEO von Humard Automation
Brice Lechevalier, GMT- Herausgeber und Sammler
Jean-Noel Lefèvre, CEO von Vaucher Manufacture
Hubert Lorenz, Vorsitzender von Mimotec
Fabienne Lupo, Ehemaliger Präsident der Fondation de la Haute Horlogerie
Jean-Michel Piguet, Präsident der Chronométrophilia
Gianfranco Ritschel, Uhrmacherberater und Trainer
Pierre Salanitro, CEO von  Salanitro
Elisabeth Frech, Co-CEO von STS Saulcy Surface Treatment
Pierre-André Schmitt, Chefredakteur von Watch Around
Guy Semon, Physiker und Designer hochpräziser Uhren
Caroline Spir, Chefredakteur von Agefi Life
Ignaz Steg, Direktor von Les Ambassadeurs Genève
Antonio Teixeira, Direktor von Bucherer Genf
Valerie Ursenbacher, Uhrendesigner, Vorsitzender des Stuhldesigns bei HEAD-Genève
Patrick Wehrli, Uhrmacherexperte
Jean-Marc Wiederrecht, Designer Uhrmacher
Francois-Henry Bennahmias, CEO von Audemars Piguet , Gewinner des Grand Prix de l’Aiguille d’Or 2019, Ausstellung 2020. Zur Erinnerung: Die Siegermarke des Grand Prix de l’Aiguille d’Or ist im folgenden Jahr automatisch außer Konkurrenz Der Gründer oder Direktor wird eingeladen, ein Jahr lang in der Jury zu sitzen.

Präsident
Aurel Bacs, Sammleruhrenexperte, Mitbegründer und Partner von  Phillips in Zusammenarbeit mit Bacs & Russo

Jurykommissar
Régis Huguenin-Dumittan, Promotion in Geschichte und Kurator-Direktor des MIH, Musée International d’Horlogerie, La Chaux-de-Fonds


Die Liste der diesjährigen Gewinner ist bemerkenswert, obwohl Global Player wie Rolex, Patek Philippe, Audemars Piguet und Omega, Cartier und TAG Heuer, fehlten.

GPHG Präsident Raymond Loretan konnte am diesjährigen GPHG nicht performen

Von den 20 größten Schweizer Uhrenmarken, die bis 2019 in einem Morgan Stanley-Bericht aufgeführt wurden, standen nur Bulgari (Nr. 15) und Breitling (Nr. 17) auf dem Podium. Tudor, der 2020 voraussichtlich unter den Top 20 sein wird, gewann den Challenge Watch Prize für seine Black Bay Fifty-Eight.

Die Preisträger des GPHG 2020

Das GPHP Geschäftsmodell: 84 nominierte Uhren in 14 Kategorien plus 30 Jury-Mitglieder und dem Jury-Präsidenten …..

Viel Geld ohne Gewinn-Garantie

Jeder Teilnehmer bezahlt 500 Schweizer Franken pro Uhr für die Teilnahme am GPHG

Pro nominierte Uhren müssen gemäss Satzung der Fondation GPHG 500,- Schweizer Franken abgedrückt werden, bei 84 Uhren kommen so 42’000,- Schweizer Franken zusammen. Exklusiver Jury-Mitglieder: Die Jury-Mitglieder müssen bei der Bezahlung – jedes Jury Mitglied hat seinen eigenen Markt-Wert – auch berücksichtigt werden. Dies reicht von 500,- bis 100’000,- Schweizer Franken pro Jury-Mitglied. Die GPHG Academy verfügt über 30 „unabhängige“ Jury-Mitglieder plus dem Präsidenten. Also ein teurer Spass für kleine und mittelständische Uhrenmarken, geschweige denn die Micro-Brands ….

Fazit: der GPHG Preis hat somit keinen Wert …….

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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