Montag , 26 September 2022
ende
Swatch-Group-Chef Nick Hayek zeigt sich für den Geschäftsverlauf in den nächsten Monaten optimistisch. "Wir sind auf gutem Weg", sagte er am Dienstag in einem Interview auf die Frage, was er sich für die Halbjahreszahlen vorstelle. (Archivbild)

Swatch-Chef sieht sich für Halbjahreszahlen auf gutem Weg

Swatch-Group-Chef Nick Hayek übt sich für den Geschäftsverlauf in den nächsten Monaten Berufsoptimistisch. «Wir sind auf gutem Weg», sagte er am Dienstag in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» auf die Frage, was er sich für die Halbjahreszahlen vorstelle.

Besonders gut läuft das Geschäft in Asien und in den USA. «Nicht nur China boomt, auch in den USA sehen wir fantastische Wachstumszahlen. Allein im April hat unser Umsatz dort gegenüber dem Vor-Covid-Jahr 2019 um 38 Prozent zugenommen», fügte er an. Und die Nachfrage sei auf allen Preisstufen «ausserordentlich gross».

Bei einigen Modellen von Omega, Breguet und Blancpain gebe es Wartelisten bis weit ins nächste Jahr und auch bei Tissot sei ein Modell nahezu ausverkauft. Er verneinte gleichzeitig die Frage, ob Swatch es verpasst habe, die Produktion rechtzeitig hochzufahren:

«Nein, selbstverständlich nicht, aber wenn wir wegen Covid die Sicherheitsabstände sowie die anderen Sicherheitsmassnahmen in der Produktion einhalten – und dies tun wir -, dann sinkt die Kapazität massiv.» Es sei bei der Swatch Group auch eine Tradition, immer genügend Lager zu besitzen. Doch wenn die Nachfrage nach gewissen Produkten explodiere, reiche auch das nicht aus, so Hayek.

Er bestätigte gleichzeitig Aussagen von Mitte März, wonach es das Ziel sei, im laufenden Jahr mit dem Umsatz so nahe wie möglich an des Niveau aus dem Jahr 2019 heranzukommen. Er betonte dabei, dass dies in Lokalwährungen gemeint sei, denn der Währungseinfluss sei gegenüber 2019 derzeit sehr negativ.

Befragt, ob seine Aussage noch realistisch sei, wonach er enttäuscht wäre, käme der Betriebsgewinn 2021 nicht wie 2019 auf über 1 Milliarde Franken zu liegen, meinte er: «Schauen Sie, wenn ab dem Sommer die Leute wieder reisen können und überall in Europa die Läden wieder offen sind, erwarten wir auch hier einen massiven Nachfrageanstieg. Die zweite Jahreshälfte verspricht weit über dem Niveau von 2019 zu liegen, und das bei einer viel tieferen Kostenbasis. Wir haben unsere Fabriken bereits darauf vorbereitet. Im Juli, August und September werden wir nochmals einen deutlichen Schub erleben.»

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

Check Also

Jean Arnault will die LVMH Marke DANIEL ROTH reanimieren

Der mit 23 Jahren jüngste Spross von Bernard Arnault, Jean Arnault, arbeitet an der Renaissance …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.