Kürzlich erst hat Rolls-Royce den exklusiven und von der “Black Baccara Rose” inspirierten La Rose Noire Droptail mit einem Royal Oak Unikat von Audemars Piguet vorgestellt. Jetzt folgte der zweite Streich mit Vacheron Constantin. Im Rolls-Royce Amethyst Droptail hat Vacheron Constantin sein Meisterwerk der Exklusivität verbaut: Das Les Cabinotiers Armillaire Tourbillon manifestiert die gemeinsame Leidenschaft beider Luxusmarken für Kunstfertigkeit, Detailverliebtheit und technische Virtuosität.

Im Auftrag eines Kunden, der sowohl Luxusautos als auch edle Uhren sammelt, hat die Manufaktur Vacheron Constantin einen einzigartigen Zeitmesser für das Armaturenbrett des im Rahmen der Coachbuling-Serie angefertigten Rolls-Royce Amethyst Droptail entworfen. Die entworfene Einzelanfertigung Les Cabinotiers Armillaire Tourbillon fügt sich harmonisch in das Armaturenbrett des Fahrzeugs ein, welches aus Ebenholzfurnier gefertigt ist.
Vacheron Constantin Les Cabinotiers Armillaire Tourbillon – Symbiose aus Mechanik und Eleganz
Die Uhr Les Cabinotiers Armillaire Tourbillon ist mit einem biaxialen Tourbillon und einer bi-retrograden Anzeige ausgestattet, die eine akribische Präzision verkörpert. Die Uhr mit Edelstahlgehäuse und transparentem Saphirglasboden findet ihren Platz in einer eigens für das Armaturenbrett des Rolls-Royce Amethyst Droptail entwickelten, abnehmbaren, aber vollständig integrierten Halterung.

Rolls-Royce Amethyst Droptail

Rolls-Royce Amethyst Droptail
Die Uhrmacher von Vacheron Constantin schlugen dem Kunden vor, den Zeitmesser mit dem Manufakturkaliber 1990 mit Handaufzug auszustatten. Vor allem die bi-retrograde Anzeige dieses Kalibers mit sofortigem Rücklauf der Stunden und Minuten entspricht der visuellen Anmutung des auch im Rolls-Royce verbauten traditionellen Tachometers mit Zeigern. Die gesamte Ästhetik der Uhr spiegelt die Innenausstattung des Fahrzeugs wider, während das Tourbillon als “Armillar”-Version ausgeführt ist. Dieser Begriff geht auf den französischen Uhrmacher Antide Janvier zurück, der im 18. Jahrhundert eine bewegliche Armillarsphäre mit „planetarischem“ Getriebe erfand. Dieses raffinierte Detail fasziniert mit seiner tänzerischen Bewegung und erinnert optisch an die ineinandergreifenden Kugeln und Armillare, das die Himmelskugel modelliert. Die Konstruktion dieses Regulatortyps – der die Auswirkungen der Schwerkraft ausgleicht, die den gleichmäßigen Lauf des Uhrwerks beeinflusst – besteht aus zwei ineinander verschachtelten Käfigen, die sich mit einer Geschwindigkeit von 60 Sekunden pro Umdrehung um zwei verschiedene Achsen drehen und so eine Sphäre bilden, die in ständiger Bewegung ist. (Acuh interessant: Die 15 schönsten Dress-Watches)

Designprozess für Les Cabinotiers Armillaire Tourbillon x Rolls-Royce Amethyst Droptail (Bild: Vacheron Constantin)

Vacheron Constantin Manufakturkaliber 1990 (Bild: Vacheron Constantin)
Im Gegensatz zur flachen Unruhspirale ist die zylindrische Unruhspirale – ein heute nur selten anzutreffender Mechanismus – ein weiteres technisches Merkmal des Uhrwerks dieser Uhr. Diese 1814 von Jacques-Frédéric Houriet erfundene Unruhspirale ohne Endkurve ermöglicht dem Tourbillon eine konzentrische Bewegung, die für mehr Präzision sorgt. Um die Impulse, die einer Frequenz von 18.000 Schwingungen pro Stunde (2,5 Hz) entsprechen, auf diese Unruhspirale zu übertragen, hat Vacheron Constantin eine Hemmung mit Materialien entwickelt, die weniger Reibung verursachen. Dazu besteht das Hemmungsrad aus Silizium und einem Anker mit diamantenen Paletten.
Vacheron Constantin: Les Cabinotiers Armillaire Tourbillon exklusiv für den Rolls-Royce Amethyst Droptail

Vacheron Constantin: Les Cabinotiers Armillaire Tourbillon exklusiv für den Rolls-Royce Amethyst Droptail

Auch die Veredelung ist in den Tönen des Droptail gehalten (Bild: Vacheron Constantin)
Aus praktischen Gründen wurde die Krone bei 12 Uhr vergrößert dargestellt, um das Aufziehen zu erleichtern und eine Gangreserve von 58 Stunden zu gewährleisten. Sie erinnert an alte Chronometer mit Handaufzug.
Die Herausforderung der Verschmelzung
Die Herausforderung bestand darin, die Feinheit des Uhrwerks nahtlos in das luxuriöse Ambiente des Rolls-Royce Amethyst Droptail einzubetten. Die Ingenieure und Meisteruhrmacher von Vacheron Constantin und Rolls-Royce Coachbuild arbeiteten Hand in Hand, um nicht nur technische Exzellenz zu gewährleisten, sondern auch eine visuelle Harmonie zwischen Uhr und Automobil zu schaffen.
Vacheron Constantin: Les Cabinotiers Armillaire Tourbillon exklusiv für den Rolls-Royce Amethyst Droptail

Vacheron Constantin: Les Cabinotiers Armillaire Tourbillon exklusiv für den Rolls-Royce Amethyst Droptail (Bild: Vacheron Constantin)
„Beiden jahrhundertealten Marken ist das Streben nach Perfektion gemein, was heißt, immer wieder die Grenzen des Machbaren zu verschieben“, erklärte Christian Selmoni, Director of Style and Heritage bei Vacheron Constantin. „Diese Philosophie ist ein hervorragender Katalysator für Innovation und guten Geschmack, sowohl in technischer als auch in ästhetischer Hinsicht.
Die Handwerkskunst des Uhrwerks Kaliber 1990, mit vier angemeldeten Patenten für technische Innovationen, fand in einer eleganten Halterung Platz, die in Materialien und Formen auf die Ästhetik des Fahrzeugs abgestimmt ist.
Uhrwerk Vacheron Constantin: Les Cabinotiers Armillaire Tourbillon exklusiv für den Rolls-Royce Amethyst Droptail

Vier Patente wurden auf das Manufakturkaliber 1990 angemeldet (Bild: Vacheron Constantin)
Christian Selmoni, Style & Heritage Director Vacheron Constantin zählte die größten Herausforderungen für die Kreation auf: “In erster Linie ging es darum, das 2016 vorgestellte Kaliber 1990, das von denselben Uhrmachern entwickelt wurde, die auch für die komplizierteste Uhr der Welt, die Referenz 57260, verantwortlich waren, an die Anforderungen des Kunden und die technischen Gegebenheiten eines Armaturenbretts anzupassen. Für diese Einzelanfertigung musste daher eine spezielle Halterung entwickelt werden, die nicht nur sicher und abnehmbar war, sondern deren Veredelung auch der hohen Uhrmacherkunst wie dem luxuriösen Umfeld des Fahrzeugs entsprechen sollte. In diesem Fall hieß das eine PVD-Behandlung und eine Guillochierung von Hand. Auch das Gehäuse musste verändert werden (43,8 mm statt von 45 mm), damit es in eine Aussparung mit denselben Abmessungen passte wie die anderen Instrumente des Fahrzeugs. Auch die Position und Größe der Krone (bei 12 Uhr statt wie üblich bei 3 Uhr) wurden geändert. Bei der Entwicklung und Herstellung der Halterung betrat Vacheron Constantin Neuland jenseits des eigenen uhrmacherischen Erfahrungswissens. Die Befestigung musste sowohl technische Anforderungen (die Uhr sollte um 180° gedreht werden können, um die Veredelung des Gehäusebodens zu sehen), Sicherheitsaspekte (im Falle eines Aufpralls) und ästhetische Gesichtspunkte erfüllen (sich perfekt in die ästhetischen Codes des Fahrzeugs einpassen und zugleich die Identität/DNA von Vacheron Constantin bewahren). Genau diese Aufgabenstellungen macht diese Art von Sonderaufträgen so interessant. Sie zwingt uns dazu, phantasievoll zu sein und aus unserer Komfortzone herauszutreten.”
In den Archiven von Vacheron Constantin stellte man fest, dass die Maison bereits 1928 einmal eine Uhr für ein Automobil gefertigt hatte. Dieses Projekt stellt jedoch eine Premiere in der modernen Geschichte des Unternehmens dar und passt perfekt zu den exklusiven Bestrebungen beider Marken.
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