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Das Wiener Dorotheum versteigert Uhren aus dem Nachlass des beliebten Winnetou-Schauspielers

Pierre Brice hat sich in den sechziger Jahren als “Winnetou” in der Filmgeschichte unsterblich gemacht. Als “Winnetou” bleibt Pierre Brice (†86) unvergessen. Im echten Leben mussten wir uns von der Western-Legende am 6. Juni 2015 für immer verabschieden.

Nun werden aus seinem Nachlass die von ihm getragenen Uhren versteigert. Seine Breguet Marine Tourbillon Equation Marchante Grande Complication ist das Highlight der Auktion, die am 22. und 23. Mai 2025 am Hauptsitz des Dorotheums abgehalten wird.

Als Winnetou spielte sich Pierre Brice (1929 – 2015) in den 60er-Jahren in die Herzen der Deutschen. Der Franzose, Sohn eines Marineoffiziers, erregte 1962 bei den Berliner Filmfestspielen das Interesse des deutschen Produzenten Horst Wendlandt. Der bot ihm schließlich die Rolle des Apachenhäuptlings in der Karl-May-Verfilmung „Der Schatz im Silbersee“ an. Seitdem war Pierre Brice in der deutschen Presse eine feste Größe – und fiel auch oft durch seine eleganten Armbanduhren auf.

Einige Zeitmesser aus dem Nachlass von Brice gehören nun zu herausragenden Stücken der Auktion „Noble Diamanten & edle Uhren“ des Dorotheums, die am 22. und 23. Mai 2025 am Stammsitz in Wien stattfindet. Besonderes Augenmerk dürften Sammler dabei auch dem

des Schauspielers widmen. Die Pilotenuhr wurde laut dem Auktionshaus vermutlich um das Jahr 1990 angefertigt.

Mit einem erwarteten Verkaufspreis von 1.200 bis 1.800 Euro liegt die Breitling-Uhr jedoch bei der Auktion am unteren Ende des Spektrums. Das höchste Gebot erwartet das Dorotheum bei der Cartier Tank von Pierre Brice. Diese Uhr wird von den Experten auf das Jahr 1965 (Wert 3.000 bis 5.000 Euro) geschätzt. In der Mitte liegt eine Cartier Baignore (um 1970) für 2.000 bis 3.000 Euro.

Highlight der Auktion mit Armband- und Taschenuhren am 23. Mai ist allerdings ein anderer Zeitmesser: eine Breguet Marine Tourbillon Equation Marchante Grande Complication. Bei ihr könnte der Zuschlag laut dem Dorotheum bei 60.000 oder auch bei 120.000 Euro erfolgen, wie es bei der Ankündigung der Versteigerung hieß.

Angeboten wird die Breguet Marine Tourbillon mit verglasten Gehäuseboden und der Referenz 5887BR. Die Uhr verfügt über einen ewigen Kalender, mit dem sich den Angaben zufolge die Differenz zwischen der realen Sonnenzeit und der standardisierten Uhrzeit in Echtzeit ablesen lässt. Über die Herkunft dieser seltenen Uhr machte der Anbieter aber keine näheren Angaben.

SUMMARY_Gerade im Luxusuhrensegment spielt das Image einer Marke oder eines bestimmten Uhrenmodells eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung. Dabei kann es für das Ansehen einer Marke von erheblicher Bedeutung sein, wenn Promis oder Stars mit einem ihrer Uhrenmodelle gesehen werden. Die Armbanduhren der Stars sind nicht nur ein Modethema, sondern haben für Uhrenhersteller durchaus eine erhebliche Relevanz. Denn wenn bekannte Film-Promis oder Persönlichkeiten aus der Politik oder dem Sport, eine ihrer Modelle tragen, hat dies für sie einen nahezu unschätzbaren Werbeeffekt. Schließlich werden Prominente häufig in Zeitungen und Zeitschriften abgebildet oder sind samt Zeitanzeiger in Fernsehsendungen zu sehen. Für mich als Konsument und früheren Uhren-Fach-Journalist haben solche Uhren keinen Promi-Bonus, im Gegenteil, ich würde NIE eine solche Uhr kaufen. Denn für mich spielt es keine Rolle, ob die Uhr von einem “Normalo” oder einem “Hollywood Star” getragen wurde.

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