Donnerstag , 25 Juni 2026
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Die Zeiten, als Zenith, Tag Heuer, Swatch & Co. die Basler Messehallen füllten, sind vorbei (Bild: Baselworld 2017). Doch jetzt setzt man erneut auf Luxus.Bild: Kenneth Nars

MCH Group: Kommt 2028 die Baselworld 2.0?

Die MCH Group und der britische Event-Veranstalter Informa Markets spannen zusammen. Im Portfolio des neuen Partners des Basler Messekonzerns fungiert unter anderem die weltweit grösste Messe für Schmuck und Edelsteine.

Vor sieben Jahren fand sie zum letzten Mal statt, die Baselworld, einst die weltweit grösste und wichtigste Messe für Uhren und Schmuck. Doch nach der Pandemie und dem Absprung wichtiger Aussteller stellte die MCH Group ihre einstige Vorzeigemesse nach der Ausgabe 2019 ein. Jetzt könnten aber in den Basler Messehallen bald wieder Luxusprodukte zu bestaunen sein.

Die MCH Group geht eine Partnerschaft mit Informa Markets ein, einem international tätigen Veranstalter von Fachmessen, der zur britischen Unternehmensgruppe Informa PLC gehört. Das kommunizierte der Basler Konzern am Montag. Zusammen lancieren die zwei Partner eine neue «internationale Plattform», wie es in der Medienmitteilung heisst. Und weiter: «Sie verbindet Asien und Europa – ausgerichtet auf die heutigen Anforderungen der Schmuck- und Uhrenbranche.»

Zwar gibt die MCH Group erst am Donnerstag weitere Details bekannt. Aufgrund der Ankündigung und des Tätigkeitsgebiets der Informa-Gruppe spricht jedoch vieles dafür, dass Basel einen Ableger der Messereihe «Jewellery & Gem» erhält. Unter diesem Markennamen veranstaltet die Informa-Tochter Informa Markets Jewellery bereits Fachmessen für Schmuck und Edelsteine, unter anderem in Bahrain, Dubai, Indien, Thailand, Japan, der Türkei sowie in China und Hongkong. Die Jewellery & Gem World Hongkong gilt als die grösste Fachmesse für Schmuck und Edelsteine. Laut eigenen Angaben zählt sie über 3000 Ausstellers aus 45 Ländern. Die Ausgabe 2025 verzeichnete über 50’000 Besucherinnen und Besucher.

Informa hat starkes Standbein in Asien

Das Schwergewicht der Tätigkeiten von Informa Markets im Schmuckmessen-Bereich liegt klar im Nahen Osten und im asiatischen Raum. Basel wäre der erste Ableger in Westeuropa. Im Rahmen der Informa-Schmuckmessen werden zwar auch Uhren ausgestellt. Doch der Schwerpunkt liegt nicht auf Zeitmessern.

Das Ende der Baselworld hatte auch mit der Konkurrentin in Genf zu tun, der Watches and Wonders Geneva, ehemals Salon International de la Haute Horlogerie (SIHH). Die Messe im Genfer Palexpo-Gelände lief der älteren Baselworld ab der Jahrtausendwende den Rang ab. Immer mehr Marken entschieden sich für die Uno-Metropole statt für Basel. Als 2018 auch Swatch bekanntgab, künftig seine Uhren in den Palexpo-Hallen präsentieren zu wollen, bedeutete das den Todesstoss für die Basler Uhrenmesse, die erstmals 1925 stattfand, damals noch als Teil der Mustermesse.

Zwar besitzt die MCH Group auch Ausstellungsflächen in anderen Schweizer Städten. Angesichts der benötigten Flächen dürfte jedoch Basel Austragungsort werden. Bei der MCH Group dürfte man froh sein, wieder eine zusätzliche Veranstaltung im Basler Messezentrum begrüssen zu dürfen. Es erfuhr mit den 2023 eingeweihten neuen Hallen eine markante Vergrösserung. Nach dem Wegfall der Muba und der Baselworld erwies sich die Infrastruktur jedoch bald als überdimensioniert; die MCH Group geriet wegen der Messemisere auch finanziell in Schieflage.

In jüngster Zeit stehen die Zeichen wieder auf Erholung: Die Fantasy Basel wächst von Jahr zu Jahr, die Kongress-Strategie trägt Früchte und für 2028 ist die Premiere eines weiteren Formats mit globale Ausstrahlung angekündigt.

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