Die Swatch Group verzeichnete 2025 ein schwieriges Geschäftsjahr. Das hatten bereits die Ende Januar veröffentlichten Kennzahlen des Konzerns offenbart.
Die Swatch Group verzeichnete 2025 einen Nettoumsatz von Nettoumsatz von CHF 6,28 Mrd. (-1,3 % in Lokalwährungen). Der Konzerngewinn sank drastisch auf CHF 25 Mio. (Vorjahr: CHF 219 Mio.), was vor allem an hohen Verlusten in der Produktion durch Kapazitätserhalt lag. Dennoch endete das Jahr mit starkem Wachstum im vierten Quartal.
Hier sind die zentralen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2025 im Detail:
- Nettoumsatz: CHF 6,280 Mio. (–1,3 % zu konstanten Wechselkursen).
- Betriebsgewinn (Uhren & Schmuck): CHF 549 Mio. (Marge: 9,5 %).
- Konzerngewinn: CHF 25 Mio. (Vorjahr: CHF 219 Mio.).
- Dividendenantrag: CHF 0,90 pro Namenaktie und CHF 4,50 pro Inhaberaktie (unverändert zum Vorjahr).
- Ausblick: Aufgrund eines starken Jahresendes 2025 und positiver Trends im Januar 2026 rechnet der Konzern mit substanziellem Wachstum und einer massiven Profitabilitätssteigerung im Produktionsbereich.
Während viele Schweizer Exportfirmen Krieg, die US-Zollpolitik und die schwache Nachfrage in China für ihre schlechten Ergebnisse verantwortlich machen, setzt Swatch-Group-CEO Nick Hayek einen anderen Akzent: den starken Franken.

An der Bilanzpressekonferenz vom 18. März 2026 bezeichnete er die Währung als zentralen Belastungsfaktor für das Geschäftsjahr 2025. Tatsächlich hat der Franken im vergangenen Jahr deutlich aufgewertet – insbesondere gegenüber dem US-Dollar.
Wie stark sich das auswirkt, zeigt ein Beispiel, das die NZZ-Journalistin Andrea Martel vorrechnet: Für eine Uhr im Wert von 1000 Dollar erhielt ein Hersteller vor einem Jahr noch rund 880 CHF, heute sind es nur noch etwa 790 CHF. Der Preis bleibt gleich – doch der Erlös schrumpft. „So kann es nicht weitergehen“, sagte Hayek. Der starke Franken bedrohe „die Schweizer Industrie wirklich“.
Preiserhöhungen im Ausland stoßen laut Hayek zunehmend auf Unverständnis. Gleichzeitig sei eine Verlagerung der Produktion für die Swiss-Made-Uhrenindustrie keine Option: Rund 90 Prozent der Produkte werden zwar im Ausland verkauft, ein Großteil der Wertschöpfung muss jedoch in der Schweiz erfolgen.
Hayek sieht die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Politik in der Pflicht: „Wir wollen den Franken nicht schwächen. Aber wir machen den Industriestandort kaputt, wenn wir die Entwicklung ignorieren.“
Detaillierte Einblicke, Finanzkennzahlen und Bilanzen können Sie direkt im Kennzahlen 2025 – Swatch Group Archiv einsehen. Den kompletten Geschäftsbericht finden Sie auf der Seite Geschäftsbericht 2025 – Swatch Group.
Weitere Informationen zu den 16 Uhrenmarken, die zur Gruppe gehören, finden Sie auf der Website der Swatch Group.
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