Eine Rolex ist für viele ein Statussymbol – auf Reisen kann sie ins Visier von Dieben geraten. Deshalb greifen manche US-Touristen zu einer ungewöhnlichen Massnahme: Sie sichern ihre Luxusuhr mit Kabelbindern.
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Weil sie befürchten, dass ihre Luxusuhr direkt vom Handgelenk gestohlen werden könnte, sichern manche US-Touristen in den Ferien ihre Rolex mit Kabelbindern. «Klingt verrückt, soll aber tatsächlich immer häufiger vorkommen. Vor allem bei Reisen durch Europa», erklärt ein Experte des deutschen Luxusuhrenhändlers Marks Uhren in einem Video. Es gebe immer mehr Diebesbanden, die sich auf den Diebstahl von Luxusuhren spezialisiert hätten.
Ist Europa noch sicher?
Auch der Content Creator Dula, der sich selbst auf Tiktok als Luxusuhren-Experte bezeichnet, thematisiert das Phänomen. «Mir ist aufgefallen, dass US-Amerikaner, die nach Europa kommen, ihre Rolex oder andere Luxusuhren oft mit Kabelbindern am Handgelenk befestigen», berichtet er. Gerade sei er in Griechenland und jemandem begegnet, der seine Rolex auf genau diese Weise gesichert habe.

Dula selbst habe seine Luxusuhr lieber gar nicht erst mitgenommen. «Ich will mir den Ärger gar nicht erst einhandeln und ständig darüber nachdenken müssen.» Ein Follower handhabt es anders: «Wenn ich auf Reisen bin, trage ich meine Casio A618», kommentiert er. Für den günstigeren Zeitmesser habe er sogar schon mehr Komplimente bekommen als für seine anderen Uhren.
In den Ferien lieber Swatch als Rolex tragen?
Auch unter dem Video von Marks Uhren sammeln sich zahlreiche Reaktionen. Ein Follower kommt ebenfalls auf Swatch zu sprechen: Die sei ihm in den Ferien noch nie geklaut worden. Eine andere Userin schreibt, sie reise grundsätzlich nicht mit wertvollen Uhren oder Schmuck.
Viele finden die zusätzliche Sicherung «völlig übertrieben» und den «Binder störend». Sie würden in den Ferien lieber günstigere Uhrenmodelle oder Fake-Uhren tragen – schliesslich seien diese für Diebe weniger interessant. «Wenn man Angst hat, am besten gar nicht anziehen. Und falls sie doch gestohlen wird, gibt es ja eine Versicherung», kommentiert eine Person.
Registrierte Diebstähle: Luxemburg EU-weit an der Spitze
Daten des U.S. Department of Commerce / National Travel and Tourism Office (NTTO) zufolge reisten US-Bürger im vergangenen Jahr 23,3 Millionen Mal nach Europa. Demnach waren es über eine Million mehr Reisen als 2024. Innerhalb der EU unterscheiden sich die Diebstahlquoten laut Eurostat-Daten zuweilen stark. Deutschland kommt 2024 auf 1377 registrierte Diebstähle je 100.000 Einwohner und liegt damit EU-weit auf Platz acht.

An der Spitze der registrierten Diebstähle steht Luxemburg mit 2712 Fällen je 100.000 Einwohner. Griechenland (607) rangiert im unteren Drittel und Zypern (gerade einmal 65) belegt den letzten Platz. Geht es um Raubdelikte je 100.000 Einwohner, übernahmen Spanien (130), Belgien (117) und Portugal (89) 2024 die Führung. Diese Zahlen erfassen allerdings sämtliche Delikte – nicht speziell Diebstähle von Luxusuhren.
In den USA registrierte das FBI dagegen 2024 schätzungsweise rund 4,33 Millionen Diebstähle. Das entspricht einer Rate von 1272,1 Diebstählen je 100.000 Einwohner.
Diskussionen über Sinnhaftigkeit und Gefahren
Die Kommentare zur Diebstahlsicherung sind vor allem kritischer Natur. „Wenn man kräftig genug an der Uhr reißt, bricht dieser Stift ab, und die Uhr kann trotzdem gestohlen werden“, schreibt ein Nutzer. Ein weiterer ergänzt: „Wenn du das benutzt, riskierst du nur, dich zu verletzen oder verprügelt zu werden.”
Denn bei einem gewaltsamen Raubüberfall könnte eine unlösbare Verbindung zwischen Uhr und Handgelenk zu schweren Verletzungen führen. Als sicherere Alternative wird häufig der Verzicht auf Statussymbole im Urlaub genannt. „Eine Reiseuhr zu haben, ist immer eine gute Idee”, schlägt ein Nutzer etwa als günstige Alternative vor.
FAZIT
Es vergeht kein Tag, dass irgendwo auf der Welt Luxusuhren auf Strassen am helllichten Tag gestohlen werden. Luxusgüter sind ideal für professionelle Täter: leicht transportierbar, hoher Wert, globaler Wiederverkaufsmarkt. Der Konsument ist nicht mehr sicher auf der Strasse und die Polizei ist personell und finanziell überfordert.
Die Rücklaufquote geraubter Luxusuhren bei Strassenraub ist extrem niedrig. Aus den verfügbaren Schweizer und europäischen Fällen lässt sich ableiten: unter 10 % der geraubten Uhren tauchen wieder auf – oft sogar deutlich darunter. Die Gründe: schnelle Fluchtwege, internationale Hehlerketten, sofortiger Weitertransport ins Ausland und fehlende Seriennummer‑Kontrollen im grauen Markt.
Luxusgüter sind ideal für professionelle Täter: leicht transportierbar, hoher Wert, globaler Wiederverkaufsmarkt. Organisierte Banden agieren schneller und grenzüberschreitend. Einbrüche in der Schweiz steigen seit 2023 wieder deutlich
Auf der einen Seite haben die Hersteller von Luxusuhren ein ausgeklügeltes Sicherhheitsdispositiv gezielt auf ihre «internen» Bedürfnisse. Dieses raffinierte Sicherheitsdispositiv reicht nur bis zum Retailer. Der Endkonsument bleibt bei einem Raub auf sich selbst gestellt. Er muss sich mit komplizierten Versicherungen und völlig überforderten Polizisten herumschlagen. Zudem, was nützt der beste Versicherungsschutz, wenn Sie Ihre Uhr nicht mehr erhalten.
Hier setzt das neue Sicherheitskonzept SSSW “Swiss Special Security of Watches» an. Mit einem Team und Netzwerk von ehemaligen hochdotierte CIA-und Mossad Agenten, werden Uhren rasch zurückgeholt und versuchen damit den bisherigen Imageschaden der Branche zu reduzieren. Das Sicherheitskonzept integriert jedoch auch die Luxusuhrenhersteller, die Retailer und den Konsumenten. In Dubai und in Zürich besteht eine Anlaufstelle: Die TIG Time Inc. Group mit der die SSSW kooperiert. Zudem werden weitere Büros der SSSW in Luxemburg und Amsterdam eröffnet, da das Interesse der Uhrenindustrie sehr hoch ist..
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