Samstag , 18 April 2026
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Hublot verzichtet beim MP-10 Tourbillon Weight Energy System Titanium auf die obligatorischen Zeiger

Hublot legt seine Superuhr MP-10 Tourbillon in zwei neuen, wieder streng limitierten Serien auf: einmal in schwarzer Keramik und einmal in einem transparenten Saphirglasgehäuse.

Anfang 2024 sorgte Hublot für viel Aufsehen. Der Grund: Die innovative Manufaktur aus Nyon stellte eine Uhr vor, wie man sie noch nicht gesehen hatte, ganz ohne Ecken und Kanten, ohne Zeiger und ohne Rotor. Trotzdem hatte die MP-10 Tourbillon Weight Energy System Titanium alles zu bieten, was sie wichtig, einzigartig und begehrenswert machte – eine hochpräzise Zeitanzeige mit Gangreserveindikation, beides über Rollen, ein Tourbillon und komplett abgerundetes Gehäuse. Noch im Frühjahr 2024 wurde sie mit dem begehrten internationalen Designpreis Red Dot ausgezeichnet. Der Namenszusatz “Titanium” der auf 50 Stück limitierten Uhr wies bereits darauf hin, dass Hublot weitere Materialvarianten plante.

Hublot bringt heute zwei weitere Versionen, die MP-10 Tourbillon Sapphire und die MP-10 Tourbillon All Black. Erstere beeindruckt durch ihr komplett durchsichtiges Gehäuse aus Saphirglas, eine Spezialität von Hublot. Während Hublot gerade auch in diesem Jahr bereits mehrere Neuheiten in Saphirglashüllen präsentiert hat, hat sich die Marke hier bewusst für ein klares, farbloses Material entschieden. Alles, was bei der Titanuhr in Schwarz gehalten war, ist beim Saphirmodell hellgrau: die Rollen für die Anzeigen von Stunden und Minuten (sie befinden sich unter einem fast unsichtbaren Vergrößerungsglas), der Rand des Tourbillonkäfigs mit den in Weiß aufgedruckten Sekundenzahlen, die Rolle für die Gangreserveanzeige mit ihren Zonen in Grün, Orange und Rot sowie die links und rechts dieser Anzeigen sich hin und her bewegenden Gewichte für den Automatikaufzug. Das an je zwei Titanschrauben fixierte Kautschukband ist ebenfalls farblos transparent und greift so den cleanen Look des Gehäuses auf.

Im Kontrast dazu setzt die All Black auf ein Gehäuse aus glasperlgestrahlter schwarzer Keramik. Bei ihm sind die eben erwähnten Elemente, die bei der Saphirglasuhr in Hellgrau gehalten sind, pechschwarz, genau wie das Kautschukband. Dieses wird hier von geschwärzten Titanschrauben gehalten und endet in einer ebenso schwarz beschichteten Titan-Faltschließe. Trotz des vielen Schwarz bleibt die Sicht auf den spektakulären Mechanismus dank der großen Saphirglasfront und des nicht viel kleineren rückseitigen Saphirglases voll erhalten – in dieser Hinsicht unterscheiden sich die beiden neuen nicht vom Ursprungsmodell.

Das Uhrwerk, das hinter den Rollenanzeigen steckt und von einem um 35 Grad geneigten Minutentourbillon reguliert wird, ist unverändert das Manufakturkaliber HUB9013, dessen Automatikaufzug zwei vertikal angeordnete bidirektionale Gewichte aus 22-karätigem Weißgold besorgen. Das auf 3 Hertz getaktete Werk bietet eine Gangreserve von ca. 48 Stunden. Alle Anzeigen von Uhrzeit und Gangreserve sind wegen der Verwendung eines speziellen Leuchtstoffs auch bei Dunkelheit ablesbar. Die Maße der bis 30 m wassergeschützten Uhr gibt Hublot mit 54,1 mm Länge, 41,5 mm Breite und 22,4 mm Dicke an.

Dass solche Uhren nur für einen sechsstelligen Preis erhältlich sind, versteht sich von selbst. Die MP-10 Tourbillon All Black ist auf 50 Exemplare limitiert und kostet 344.000 Euro. Noch einmal exklusiver gestaltet sich die MP-10 Tourbillon Sapphire: Sie wird nur 30-mal gebaut und ist für 458.000 Euro erhältlich.

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