Die Vertikalisierung bei Audemars Piguet schreitet voran. Die Strategie ist klar erkennbar und heisst Unabhängigkeit bzw. volle Autonomie.
Die Schweizer Luxusuhren Manufaktur im Valle de Joux – Audemars Piguet – hat für einen nicht genannten Betrag eine Mehrheitsbeteiligung an Inhotec – ein wichtiger Zulieferer von Audemars Piguet -mit Sitz in Le Locle im Kanton Neuenburgerworben. Das auf Mikromechanik und Präzisionsbearbeitung spezialisierte Unternehmen mit Sitz in Le Locle ist seit vielen Jahren Zulieferer der Luxusuhrenmarke.

Audemars Piguet will damit «das industrielle Ökosystem sowie die eigene industrielle Unabhängigkeit» schützen, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Künftig leiste man strategische und finanzielle Unterstützung für Inhotec.

Inhotec wird laut den Angaben aber weiterhin als eigenständiges Unternehmen unter dem bisherigen Namen tätig sein und seine Kunden, darunter auch alle Uhrenmarken in seinem Portfolio, bedienen. Der Gründer, Alexandre Eme, behält eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen aus Neuenburg. Er bleibt Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident.
Das Unternehmen wurde vor etwas mehr als einem Jahrzehnt im Jahr 2011 von Alexandre Eme gegründet, einem echten Uhrenliebhaber, der alles auf Innovation und den Wunsch nach Unabhängigkeit setzt. Diese gewagte Wette war nicht ohne Risiko, denn in diesem sehr anspruchsvollen Sektor gibt es aufgrund der hohen Kundenerwartungen und der Komplexität der Komponenten keinen Raum für Fehler. Trotzdem hat sich das in Le Locle ansässige Unternehmen in nur wenigen Jahren von einem Hersteller von Uhrenprototypen zu einem echten Hersteller von Komponenten und Rohlingen entwickelt, was an sich schon eine Meisterleistung ist. Heute beschäftigt Inhotec SA mehr als 130 Mitarbeiter aus vielen Branchen und bietet seinen Kunden einen höchst individuellen Service. Von Prototypen bis hin zu Grossserien mit mehr als 50.000 Teilen sind diese Komponenten für den Zusammenbau in feinen Uhrwerken mit der Bezeichnung „ Swiss Made“ vorgesehen.
Das auf die Herstellung von gefrästen und erodierten Bauteilen spezialisierte Unternehmen ist dank seines Konstruktionsbüros in der Lage, seinen Kunden schlüsselfertige Full-Service Lösungen anzubieten. Von der Rohplatine über die Komponenten eines Uhrwerks bis hin zur fertigen Platine mit all ihren Anschlüssen, der Ummantelung von Steinen und Achsen gibt es kaum Teile, die nicht im Herstellungsspektrum liegen. Inhotec bietet auch viele damit verbundene, für die Uhrenwelt spezifische Tätigkeiten an, wie z. B. Hand- oder Maschinendekoration, Lasergravur , Polieren und Mikroperlen, Polsterung und natürlich Qualitätskontrolle. Mit 35 Bearbeitungszentren und 16 Drahterodiermaschinen überzeugt der Maschinenpark nicht nur durch seine Grösse, sondern auch durch seine Qualität und Modernität.
Der Fräsmaschinenpark des Unternehmens ist recht heterogen, aber konstruktionsbedingt bei dieser äusserst strategischen Entscheidung chancenlos. Je nach Bedarf, 3 oder 5 Achsen, Präzision, Geschwindigkeit, Automatisierung, jede von Inhotec ausgewählte Maschine erfüllt eine spezifische Anforderung. Diese gezielte Ausrichtung auf die Maschinenkapazität bietet eine erhebliche betriebliche Flexibilität und ermöglicht die Erreichung immer höherer Qualitätsstandards.
Fanuc und seinem berühmten Robodrill, einen sehr hochwertigen Maschinenpark erworben . Dieser schweizerisch -japanische Verbund ermöglicht es Inhotec, alle Bearbeitungswünsche seiner Kunden vom Prototypen bis zur Massenproduktion.
Inhotec wird laut den Angaben aber weiterhin als eigenständiges Unternehmen unter dem bisherigen Namen tätig sein und seine Kunden, darunter auch alle Uhrenmarken in seinem Portfolio, bedienen. Der Gründer, Alexandre Eme, behält eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen aus Neuenburg. Er bleibt Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident.
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