Montag , 5 Dezember 2022
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Ferrari fährt ab sofort auf Richard Mille ab

Weltpremiere: Ferrari fährt auf Richard Mille ab

Die Odyssee von Ferrari von Uhrenhersteller zu Uhrenhersteller hat nun ein Ende. Nach Girard-Perregaux, Panerai und last but not least Hublot landet Ferrari bei Richard Mille, der selbst ein faszinierender Liebhaber von speziellen Automobils ist. Das Ergebnis spricht für sich!

Im Jahr 2021 schlossen sich Ferrari und Richard Mille zu einer langfristigen Partnerschaft zusammen, angetrieben vom gemeinsamen Streben nach Perfektion. Nun zelebriert Richard Mille diese Kooperation mit der Entwicklung eines außergewöhnlichen ultraflachen Zeitmessers: der RM UP-01 Ferrari.

Das neue Modell bricht mit den etablierten Design-Codes der Marke und bleibt dennoch ihrer Identität und ihrem Spirit treu. Einmal mehr werden die Grenzen des Möglichen verschoben und eine neue Herausforderung angenommen – diesmal die der ultraflachen Uhr.

Mit einer Höhe von nur 1,75 Millimetern ist die RM UP-01 Ferrari nicht nur ein Triumph der Technik. Sie steht auch für einen neuen Ansatz in der Uhrmacherkunst, bei dem die Technik mehr denn je die Ästhetik bestimmt. Ein Modell, das aus jahrelanger Arbeit, aus dutzenden Prototypen und mehr als 6.000 Stunden Entwicklungs- und Labortests hervorgegangen ist. Richard Mille war entschlossen, eine traditionelle Architektur beizubehalten, bei der das Uhrwerk im Gehäuse montiert ist, statt einer Konstruktion, bei welcher der Gehäuseboden als Bodenplatte dient, um unter allen Umständen absolute Stoßfestigkeit zu gewährleisten.

„Für ein solches Projekt mussten wir unser gesamtes Wissen, das wir in jahrelanger Praxis gesammelt hatten, und alle denkbaren Standards der Uhrmacherkunst beiseitelegen“, erklärt Julien Boillat, Technischer Direktor Gehäuse bei Richard Mille. „Genau das haben wir bei unserer Zusammenarbeit mit den Labors von Audemars Piguet Le Locle getan. Die letzten Millimeter an Tiefe abzutragen, war ein äußerst anspruchsvoller und langwieriger Prozess.“

Die Zusammenarbeit der Teams von Richard Mille und Ferrari, die sich am deutlichsten in der Wahl der Materialien und der Ausführung der Uhr widerspiegelt, verlieh dem Projekt genau den Wettbewerbsgeist, der so entscheidend für die ganz großen Abenteuer ist. Die RM UP-01 Ferrari erinnert an die Werte von Ferrari, wo sportliche Mechanismen entwickelt werden, die ebenso elegant wie unverwechselbar sind. Die Modelle dieser Marke machen keine Zugeständnisse. Sie widersetzen sich häufig aktuellen Trends, um so neue Design-Codes zu erschaffen. Die RM UP-01 Ferrari zeugt von dieser Vereinigung größten Know-hows, das die beiden Kultmarken durch die Kombination ihrer Ideen, ihres Verständnisses, ihrer jeweiligen Entwicklungen und ihrer gemeinsamen Werte zu bieten haben.

Die Herausforderung einer ultraflachen Uhr schloss ein traditionelles Uhrwerk mit übereinander angeordneten Zahnrädern und Zeigern aus. Richard Mille entschied sich daher dafür, das, was nicht gestapelt werden kann, auf eine größere Fläche zu verteilen: So wurde eine perfekte Symbiose zwischen Uhrwerk und Gehäuse geschaffen, die jeweils die erforderliche Stabilität des anderen gewährleisten. Das Handaufzugswerk RMUP-01 mit Stunden, Minuten und Funktionswähler, das Beschleunigungen von mehr als 5.000 g standhält, ist nur 1,18 Millimeter hoch, wiegt 2,82 Gramm und verfügt über eine Gangreserve von 45 Stunden.

Um ein optimales Funktionieren des Räderwerks zu gewährleisten, sind die Grundplatine und die skelettierten Brücken aus Grade-5-Titan gefertigt. Dies gewährleistet perfekt ebene Flächen, ohne Festigkeit einzubüßen. Das patentierte extraflache Federhaus ist mit einer äußerst feinen Spiralfeder versehen, und die Architektur der Hemmung wurde völlig überarbeitet. Um die Bauhöhe zu verringern, wurden das Plättchen der Unruh und der Sicherheitsstift – zwei Teile, die das Zurückrutschen des Ankers während der freien Phase der Unruhbewegung verhindern – eliminiert. Die neue, ebenfalls patentierte ultraflache Hemmung ersetzte diese Elemente der „Rücklaufsicherung“ durch eine längliche Gabel mit neuen Hörnern. Auch auf den Rückerzeiger wurden zugunsten einer aus Titan gefertigten Unruh mit variablem Trägheitsmoment verzichtet, deren sechs Gewichte eine fein abgestimmte Kalibrierung des Regulierorgans ermöglichen. Um eine so schlanke Uhr zu bauen, musste aber auch der Aufzugsmechanismus überdacht und die Aufzugswelle beseitigt werden, die selbst mit dem Minimaldurchmesser von 1,5 Millimetern nicht in eine so flache Uhr passen wollte. Stattdessen wurden die beiden Kronen – eine für die Funktionswahl, die andere zum Bedienen der gewählten Funktion – als Werkräder in das Gehäuse integriert. „Selbst im Bereich extremer Flachheit waren wir fest entschlossen, eine Uhr zu entwickeln, die die gleichen Prüfkriterien erfüllt wie alle unsere anderen Modelle. In unserem Streben nach absoluter Flachheit mussten wir eine Uhr erschaffen, die weit davon entfernt ist, eine ‚Konzeptuhr‘ zu sein, und die im Stande ist, den Alltag ihres Trägers unter allen Umständen zu begleiten“, fast Salvador Arbona, Technischer Direktor Uhrwerke bei Richard Mille, zusammen.

Als Material für das nur 1,75 mm hohe und bis 10 Meter wasserdichte Gehäuse wurde Titan gewählt, weil es die Vorteile von Leichtigkeit und laborgeprüfter Widerstandsfähigkeit vereint. Die beiden Saphirgläser – eines über der Zeitanzeige, deren Zeiger direkt auf den Rädern angebracht sind, das andere über dem Regulierorgan (Unruh-Spiralfeder-Gruppe), um Einblick in die Arbeit des Uhrwerks zu gewähren – wurden ebenfalls auf zwei Zehntelmillimeter Höhe reduziert, wobei der Durchmesser während der Testphasen so berechnet wurde, dass ihre Widerstandsfähigkeit gewährleistet ist. Der geringe Toleranzbereich und das extrem dünne Profil der einzelnen Teile erforderten eine besonders sorgfältige Bearbeitung und Kontrolle in fast jeder Phase der Fertigung. Aus diesem Grund wurde beschlossen, die Gehäuse der RM UP-01 Ferrari in der Abteilung für Uhrwerke von Richard Mille herzustellen.

Wie die berühmte italienische Automobillegende – und in Übereinstimmung mit den Standards der Manufaktur Richard Mille dank ihrer extremen Leichtigkeit, der Tonneau-Form, den Spline-Schrauben, den skelettierten Brücken und der erstklassigen Veredelung – vereinen die Zeitmesser der auf 150 Stück limitierten Serie RM UP-01 Ferrari Innovation und Höchstleistung, Stärke und Ästhetik. Preis auf Anfrage.

Richard Mille mit dem Autor

SUMMARY_Bravo Richard Mille, Chapeau, die beste Ferrari Uhr die es je gab. Sie entspricht allen Ferrari Codes, ohne dabei die Identität der Marke Richard Mille zu verfälschen.

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger unabhängiger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Durch das Sammeln kam er zum Schreiben. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, dem TOURBILLON Blog TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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