Dienstag , 20 Januar 2026
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Räuber reißt Thailand-Millionär 400 000-Euro teure Richard Mille Uhr vom Arm

Der unbekannte Räuber schlug auf Münchens belebter Luxusmeile zu – tagsüber und ohne Skrupel: Ein Unbekannter hat einem Touristen seine Luxus-Uhr gestohlen. Bei dem Opfer handelt es sich um einen Millionär aus Bangkok (22), der jedoch gerne anonym bleiben will. Er lief gerade durch die belebte Maximilianstraße in der Innenstadt, als es passierte: Ein Gangster riss ihm die Uhr vom Arm und rannte davon.

Gemäss unseren Recherchen handelt es sich um eine „Richard Mille RM55 White Legend“. Die Preise einer solchen Luxus-Uhr liegen oft bei mehr als 400 000 Euro. Die Polizei spricht von einem Wert von „mehr als 100 000 Euro“.

Der Millionär folgte dem Täter noch ein Stück – sprach dann dort zufällig vorbeikommende Polizeibeamte auf den Vorfall an. Sofort wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen aufgenommen, an denen über zehn Streifen beteiligt waren. Vergeblich: Der Täter konnte nicht gefasst werden.

Die Täterbeschreibung

Und so soll der Uhren-Räuber aussehen: ca. 1,80 m groß, normale Statur, dunkelhäutig, hellblaues Hemd mit langen Ärmeln, schwarze lange Hose, helle Schiebermütze, weiße Socken, helle Halbschuhe mit dunkler Sohle.

Die Polizei sucht jetzt Zeugen: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Maximilianstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. +49 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Zweiter Fall in München

Das ist schon der zweite Vorfall innerhalb von zwei Wochen: Ein Unbekannter hat einem Münchner (46) Ende Juni die Luxusuhr vom Handgelenk gerissen und konnte anschließend flüchten.

Das Opfer war abends mit einer Begleiterin in der Haimhauserstraße im Stadtteil Schwabing unterwegs gewesen. Ein Unbekannter soll sich ihm genähert und die Armbanduhr des Schweizer Herstellers Richard Mille RM030 vom Handgelenk gerissen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Uhr etwa 140 000 Euro wert ist. Der Münchner arbeitet laut Polizei in der Uhren-Branche.

Der Täter konnte zunächst in Richtung Münchner Freiheit fliehen, das 46-jährige Opfer verfolgte ihn, holte ihn kurz darauf ein. Es sei zu einem kurzen Handgemenge gekommen, der Unbekannte stieß den 46-Jährigen zu Boden.

Dabei zog sich der Mann leichte Verletzungen zu, die aber nicht im Krankenhaus behandelt werden mussten. Der Täter konnte derweil als Sozius auf einem Motorroller fliehen. Der Komplize scheint wohl auf den Täter an der Münchner Freiheit gewartet zu haben.

„Diese Überfälle mit Motorroller sind ein europaweites Phänomen“, erklärt ein Sprecher der Münchner Polizei. Bereits im vergangenen Jahr hatte eine Bande aus Neapel gleich für eine ganze Serie solcher Überfälle gesorgt. Die damaligen Täter wurden im März zu Haftstrafen verurteilt, sie waren auch schon in Italien Polizeibekannt. Dort werden die motorisierten Straßenräuber „Scippatori“ genannt.

Auch Wien wurde nicht vom diesem Räuber verschont

In Wienpassierte es auf der Kärntner Straße direkt vor dem Swarovski-Store: Dort kam ein schwarzafrikanischer, sehr athletischer Täter seitlich auf eine Gruppe Einheimischer zugeschossen und riss einem von ihnenen (vermutlich Profifußballer, Influencer oder Millionen-Erbe) eine Richard Mille RM 035 um 700.000 Euro vom Handgelenk. Obwohl Opfer und Freunde den Täter verfolgten, konnte er mit der Protz­uhr im Wert einer Villa entkommen.

Möglicherweise handelt es sich bei dem Raub in Wien und in München um denselben Täter? Sicher handelt er im Auftrag von Hintermänner.

SUMMARY_Die Masche der Räuber wird immer frecher und perfider. Richard Mille Uhren sind begehrt, da sie im limitierter Anzahl hergestellt werden. Nur mit guten Beziehungen kommt man an solche Uhren. Deshalb sind Richard Mille Uhren, egal ob sie aus zweifelhaften Quellen kommen, sofort wieder zu verkaufen.

About Karl Heinz Nuber

Nuber ist langjähriger Uhren Journalist und begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren. Er ist Gründer des vierteljährlich regelmässig bilingual – Deutsch und English - erscheinenden TOURBILLON Magazin’s, der digitalen TOURBILLON Plattform TICK-Talk, der Ausstellungs- und Event Plattform Art of TOURBILLON und TOURBILLON TV. Er tritt regelmässig als Kenner der Branche in Erscheinung.

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