Samstag , 9 Mai 2026
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So soll die X-76 eines Tages fliegen: Starten als Hubschrauber, danach werden die Rotorblätter gekippt, gefaltet und das Düsentriebwerk übernimmt

Heli und Jet in einem: Bell X-76. Der Hybrid der Lüfte

Agil wie ein Helikopter, schnell wie ein Jet: Mit der X-76 treiben die USA das Design von Hubschraubern an seine Grenzen, weil sie ein militärisches Dilemma lösen wollen.

Die Boomer werden sich wahrscheinlich noch an die TV-Serie „Airwolf“ erinnern, in der der titelgebende Hubschrauber dank seiner „Turbotriebwerke“ einerseits überschallschnell fliegen, aber andererseits auch mit seinen Rotoren in der Luft stehen konnte. So eine Fähigkeit ist der Traum aller Armeen: Zielgebiete schnell wie ein Jet zu erreichen und dann trotzdem auf kleinster Fläche nahezu überall landen zu können.

Genau daran tüftelt derzeit das US-Unternehmen Bell Textron im Auftrag der DARPA: Die Defense Advanced Research Projects Agency ist der weit in die Zukunft blickende Thinktank des unter Präsident Trump in „Kriegsministerium“ umbenannten US-Verteidigungsministeriums. Die wohl berühmteste Erfindung der DARPA war das Internet.

Mit dem Programm „Speed and Runway Independent Technologies“, kurz SPRINT, will die DARPA ein militärisches Dilemma auflösen. Angriffsteams, aber auch Logistiker, müssen sich bisher entscheiden, ob sie schnell per Jet einen Ort erreichen wollen, aber dort dann eine Landebahn benötigen. Oder ob sie mit dem Hubschrauber deutlich länger unterwegs sind – mit dem Vorteil, überall landen zu können. 

Der Auftrag für ein Versuchsflugzeug ging im Mai vergangenen Jahres an den legendären Helikopterhersteller Bell. Die erste Phase des Designs ist bereits abgeschlossen, jetzt wird der Demonstrator der X-76 gebaut. Der erste Flugtest ist für 2028 projektiert.

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